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Südspangen-Brücke fünf weitere Wochen gesperrt

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Traunstein: Südspangen-Brücke fünf weitere Wochen gesperrt – bis 4. September
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In die Länge ziehen sich die Sanierungen auf und an der Südspangen-Brücke. Ursprünglich hatte sich die Stadt zum Ziel gesetzt, die Bauarbeiten am Freitag zu beenden und die zurzeit für den Verkehr gesperrte Brücke auf der Umgehungsstraße im Süden der Stadt dann wieder freizugeben. Weil sich die Anlieferung von Übergangskonstruktionen verzögert, verschiebt sich die Fertigstellung voraussichtlich um fünf Wochen. (Foto: Stadt Traunstein)

Traunstein – Die Sanierung der Brücke auf der Südspange dauert fünf Wochen länger, als geplant war. Die Stadt sei nicht in der Lage, so Eva Schneider von der Verwaltung im Rathaus auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts, die Bauarbeiten wie vorgesehen am Freitag zu beenden und die Fahrt über die Brücke wieder freizugeben, die über die Bundesstraße 306 und die Traun führt.


Als Grund nennt sie »die verspätete Lieferung von so genannten Übergangskonstruktionen, die nun erst Anfang August montiert werden können«. Der neue Termin für den Abschluss der Sanierungen und die Freigabe der Brücke: Freitag, 4. September.

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Wie geplant hatte die Stadt am 15. Juni mit den Sanierungen begonnen. In ihrem Auftrag ging eine Firma ans Werk: Sie fing damit an, die Verschleißerscheinungen zu beseitigen, die sich über die Jahre an dem Bauwerk ergeben hatten. Insbesondere waren auch die Klammern verrostet, die die Brückenteile zusammenhalten – und zwar durch Salz, das im Winter auf die Fahrbahn gestreut worden war. Die Stadt hatte für die Bauarbeiten sechs Wochen einkalkuliert und sich zum Ziel gesetzt, die nötigen Sanierungen am 31. Juli zu beenden. Diesen Zeitplan musste sie nun korrigieren.

»Die Stadt Traunstein trifft an der Verzögerung«, so Schneider, »kein Verschulden«. Dass sich alles in die Länge ziehe, beruhe »allein auf der Nichteinhaltung des vom Unternehmer zugesicherten Liefertermins«.

Übergangskonstruktionen sind für diese Brücke laut Schneider unverzichtbare Bauteile. Dabei handle es sich um »Pufferzonen« zwischen den sechs Stahlbetonplatten, aus denen die Brücke besteht. »Sie gleichen jahreszeitlich bedingte Ausdehnungen aus.«

Schneider: Firma muss Mehrkosten übernehmen

Wie Schneider weiter ausführte, können erst nach dem Einbau der Zwischenteile die Betonarbeiten und der Oberflächenschutz ausgeführt und die kompletten Brückenteile abgedichtet, asphaltiert und markiert werden. Auch das Anbringen der Geländer und der Abbau von Gerüst und Baustelle seien erst nach der Montage der Übergangskonstruktionen möglich.

Verbunden mit der Verzögerung ist auch eine Kostensteigerung. Ursprünglich war man im Rathaus einmal davon ausgegangen, dass sich die Ausgaben in einer Größenordnung von 360.000 Euro bewegen. Wie viel dazukommt, lässt sich laut Schneider derzeit noch nicht sagen. So viel aber stehe schon fest: Die Mehrkosten werden ihren Angaben zufolge nicht zu Lasten des Auftraggebers gehen. So werde die Stadt die Firma in die Pflicht nehmen, für den entstandenen Schaden aufzukommen.

Stadt informierte Betriebe an Südspange erst jetzt

Dass die Bauarbeiten viel länger dauern als angenommen, sei in der Stadtverwaltung schon »seit einigen Tagen« bekannt. Die Stadt habe die Betriebe, die an der Südspange angesiedelt sind, aber erst jetzt informiert. Am gestrigen Dienstag sei die Meldung an die Betriebe gegangen, dass die Brücke und mit ihr die Zufahrt von der Bundesstraße 306 fünf weitere Wochen gesperrt bleibe. Die Stadt habe die Unternehmen »zum frühestmöglichen Zeitpunkt« in Kenntnis gesetzt, sagte Schneider.

Als die Stadt erfahren habe, dass sich auf der Baustelle Probleme ergeben, habe sie zunächst einige Fragen klären müssen. So habe sie unter anderem ausloten müssen, wann denn nun die benötigten Teile tatsächlich kommen und wie sich in der Folge der Zeitplan für die einzelnen Arbeitsschritte verändert – und wann schließlich alles erledigt ist. Die Stadt habe die Betriebe erst dann informiert, als gesicherte Kenntnisse vorlagen, erläutert Schneider. Vorher an die Unternehmen heranzutreten hätte keinen Sinn gemacht.

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