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Dekan Peter Bertram (rechts) stellte die Einführungsfrage an den neuen Stadtpfarrer Alois Vogl (Zweiter von links). Anschließend bekam Vogl den Segen von seiner Frau Laurel (Dritte von links), Wolfgang Grothe, dem Vertrauensmann des Kirchenvorstands, und dem Dekan. (Foto: Peter)

Stelle des Stadtpfarrers ist endlich wieder besetzt

Traunstein – »Freudig beginnt das Kirchenjahr«, sagte Dekan Peter Bertram beim Gottesdienst in der evangelischen Auferstehungskirche zum ersten Advent und zugleich zur Einführung von Pfarrer Alois Vogl – freudig deshalb, weil die Stelle des Stadtpfarrers zwei Jahre vakant war und nun wieder neu besetzt werden konnte.


Mit Freude begrüße die Kirchengemeinde die Familie Vogl als junge Pfarrfamilie in Traunstein, sagte Bertram. Der junge Pfarrer sei ihm nicht ganz unbekannt. Vogl komme aus Landshut. Von 2018 bis 2021 sei er mit seiner Frau in den USA gewesen und dann wieder zurück nach Bayern gekommen. In Traunstein übernehme Vogl die Pfarrstelle II mit der reizvollen Aufgabe als Geschäftsführender Pfarrer. Bertram sagte weiter, dass er Vogl in Telefonaten als sehr unkompliziert, offen und trotzdem nachdenklich erlebt habe. In der Pfarrgemeinde würden mehrere Menschen mitreden – und da würden Vogl die Erfahrungen aus früheren Tätigkeiten in Landshut und Freising sicher in seiner neuen Tätigkeit helfen.

Bertram leitete die Zeremonie und führte Vogl ins Amt ein. Zum einen fragte er ihn, ob er das Amt übernehmen wolle, und zum anderen die Kirchengemeinde, ob sie mit Pfarrer Vogl zusammenarbeiten wolle. Nach dem »Ja« in beiden Antworten segneten der Dekan, Laurel, die Frau von Vogl, und der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Wolfgang Grothe, den neuen Stadtpfarrer Vogl.

In seiner Predigt las er aus dem Buch der Offenbarung. Im dritten Kapitel steht dort: »Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.« Vogl fügte an, dass diese Worte schon hart seien. Doch kalt oder warm zeigt nach den Worten von Vogl sinngemäß, ob man für etwas brennt, wie in der Kirche für den Glauben, oder ob es einen kalt lässt und nicht berührt. Das Lauwarme lasse nichts Genaues erkennen und mache träge, meinte Vogl.

In den Grußworten kam Freude zum Ausdruck, dass die Stelle nun wieder besetzt ist. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer freute sich, dass sich die Kirchengemeinde so stark in das Stadtleben einbringe. Mit dem Advent beginne das Kirchenjahr und für Pfarrer Vogl sogar ein neuer Lebensabschnitt, sagte Dekan Konrad Roider von der katholischen Stadtkirche Traunstein. Roider meinte weiter, wenn man etwas Neues beginne, müsse man etwas Altes zurücklassen. Darum wünsche er Vogl, dass er sich gut einlebt. Der Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein, Andreas Karau, wünschte Vogl für seine künftige Tätigkeit Gesundheit, Kraft, Weisheit, Liebe und Freude. Symbolisch überreichte er an Vogl ein kleines Herz. Er hoffe, dass sich Vogl immer sein Herz erhalten könne.

Am Donnerstag ende für Peter Bertram die Zeit, dass er zusätzlich die Pfarrleitung machen müsse, sagte Grothe. Bertram dürfe jetzt wieder »nur« Dekan sein. Die Pfarrgemeinde freue sich riesig, dass die Pfarrstelle wieder besetzt sei, hob der Vertrauensmann des Kirchenvorstands hervor.

MP

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