Städtebauliche Defizite im Bereich östlich des Bahnhofs

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Ein rund dreieinhalb Hektar großes Gebiet östlich des Bahnhofs – ein kleiner Bereich westlich der Gleise ist auch mit eingeschlossen – will die Stadt aufwerten. Eine städtebauliche Feinuntersuchung möchte sie in Auftrag geben, die Ausschreibung läuft.

Traunstein – Die Stadt Traunstein hat sich ein Fernziel gesteckt: Der Bereich östlich des Bahnhofs soll aufgewertet werden. Mit den Jahren haben sich Entwicklungen ergeben, die nicht nach ihrem Geschmack sind. Auch ihr Brunnen, den sie am Bahnhofsvorplatz betreibt, funktioniert nicht mehr so, wie er eigentlich sollte. Sie will nun einen Überblick gewinnen und eine städtebauliche Feinuntersuchung in Auftrag geben. »Die Angebote werden derzeit eingeholt«, so Agnes Giesbrecht, die Pressesprecherin im Rathaus, auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts. »Die Auftragserteilung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr.«


Dass die Stadt den Bereich östlich des Bahnhofs aufwerten will, hatte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) zuletzt ausdrücklich betont. Als er den »TraunsteinPlan« – das Programm von ihm und dem Stadtrat mit Zielen und Visionen für die Entwicklung der Stadt bis 2030 – vorstellte (wir berichteten), sagte er, dass die Stadt auch und gerade den Ball aufnehmen wolle, den der Landkreis mit dem Aufbau des Campus Chiemgau ins Spiel bringt.

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Als Ziel gab Hümmer aus, die positive Entwicklung mit dem Campus im westlichen Bereich des Bahnhofs in den östlichen zu übertragen. Zu prüfen sei insbesondere auch der Bau einer Fuß­gängerbrücke über die Gleise.

Der Bereich östlich des Bahnhofs, den die Stadt ins Visier nimmt – und den sie untersuchen lassen möchte –, umfasst laut Giesbrecht eine Fläche von rund 3,4 Hektar. Im Fokus stehe das östlich der Straße Bahnhofplatz gelegene Gebiet vom Bahnhofsvorplatz bis zur Crailsheimstraße. Hinzugenommen sei auch ein Teil westlich des Bahnhofs. Denn in diesem Verfahren lasse die Stadt auch die Machbarkeit der Fußgängerbrücke über die Gleise prüfen. »Da die Brücke beidseits der Bahn beginnt beziehungsweise endet, müssen auch beide Seiten bezüglich der Anschlusspunkte untersucht werden.« Die Flächen der Bahn und des Busbahnhofs werden laut Giesbrecht »nicht direkt untersucht«.

In dem rund dreieinhalb Hektar großen Bereich sieht man im Rathaus städtebauliche Defizite. »Der Brunnen ist defekt und der unebene Bodenbelag östlich der Straße wird häufig kritisiert«, sagt Giesbrecht. »Zudem sind manche Grundstücke städtebaulich nicht optimal genutzt, da gäbe es mehr Möglichkeiten.« Beispiele nennt sie jedoch nicht. »Dazu können wir keine weitere Auskunft geben.«

Nicht nur die Machbarkeit einer Fußgängerbrücke aus dem Westen über die Gleise in den Osten will die Stadt prüfen. Auch andere Themen stehen auf ihrer Liste. So nimmt sie nun nicht zuletzt auch die Höhe und die Dichte der Bebauung ins Visier – wie auch immer dann die Schlussfolgerungen lauten, die sie dann ziehen wird. Wenn die Stadt an eine Aufwertung des Gebiets östlich des Bahnhofs geht, dann muss – und will sie auch – mit den Grundstückseigentümern zusammenarbeiten. Aus dem Ergebnis der städtebaulichen Feinuntersuchung, die sie erarbeiten lassen will, ergeben sich laut Giesbrecht »dann auch die Möglichkeiten und Fragen der Zuständigkeit beziehungsweise Umsetzung.«. Und die Pressesprecherin betont: »Die Stadt wird selbstverständlich Hand in Hand mit den Eigentümern arbeiten.«

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