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Stadträtin Ursula Lay sprach die Spielplätze in Traunstein an und fragte nach einer Gestaltung, die erlebnisorientierter sei. Eine Schaukel oder ein Kletterturm hätten für Kinder nicht mehr den Reiz wie noch vor 20 Jahren. (Foto: Reiter)

Stadtratsitzung: Von Spielplatzgestaltung bis angespannte Parksituation

Traunstein – Spielplätze, Radwege, Raser und der »Traunsteiner Lindl« – die Themen waren vielfältig, die die Stadträte in der jüngsten Sitzung ansprachen.


Ursula Lay (UW) ging auf die Spielplätze in Traunstein ein. Sie sei von mehreren Leuten angesprochen worden, dass diese zum Teil in die Jahre gekommen seien. »Es geht nicht darum, ganz neue Spielplätze anzulegen, sondern darum, wenn Sanierungsmaßnahmen anstehen, zu schauen, ob wir unsere Spielplätze nicht naturnaher und erlebnisorientierter gestalten können«, regte sie an. Eine Schaukel oder ein Kletterturm hätten für Kinder nicht mehr den Reiz wie noch vor 20 Jahren.

Des Weiteren wollte Ursula Lay wissen, wie es mit der Stadtbibliothek weitergehe, wenn dort das Jugendzentrum einzieht. »Es gibt ja zwei Alternativen.« Dazu sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, dass das Thema in der nächsten Sitzung behandelt werde. Es gebe ja die Überlegung, dass die Stadtbibliothek in den Campus ziehe, wenn dieser fertig sei – »aber da ist noch nichts spruchreif«, betonte er.

In Bezug auf die Spielplätze sagte der Rathauschef, dass bei einer Sanierung selbstverständlich über die Gestaltung nachgedacht werde. »Da sind wir dran«, betonte Hümmer. Er sei mit seinen Jungs ja selbst öfter auf Spielplätzen unterwegs. Dabei stelle er durchaus fest, dass Themen wie Sand oder Bolzplätze – »also das, was wir vor 30 oder 35 Jahren gerne gemacht haben« – sich durchaus großer Beliebtheit erfreue. Hümmer betonte, dass in den vergangenen Jahren immer wieder etwas erneuert und saniert worden sei auf den Spielplätzen in der Stadt.

Dritter Bürgermeister Sepp Kaiser (UW) nutzte die Gelegenheit, den »Traunsteiner Lindl« an die Stadt zurück zu geben. Das ist der Wanderpokal, der jedes Jahr beim Singen und Musizieren um den »Traunsteiner Lindl« vergeben wird. Normalerweise werde von den Gewinnern ein Hoagart an ihrem Heimatort ausgerichtet und dabei werde der Lindl wieder an die Stadt Traunstein übergeben, sagte Kaiser. Da diese Veranstaltungen coronabedingt nicht stattfinden konnten, hätten er und Peter Graspeuntner von der Arbeitsgemeinschaft »Traunsteiner Lindl« diesen nun zurück in die Große Kreisstadt geholt. Sepp Kaiser übergab den »Traunsteiner Lindl« in der Sitzung an Oberbürgermeister Hümmer und drückte seine Hoffnung aus, dass das Singen und Musizieren um den »Traunsteiner Lindl« heuer wieder wie gewohnt am 19. November stattfinden wird.

CSU-Fraktionsvorsitzender Konrad Baur sprach die Sperrung des Stadtplatzes in den Abendstunden an und fragte, ob es möglich wäre, diesen offen zu halten für den Verkehr, wenn die Veranstaltungen des Kultsommers aufgrund des Wetters ausfallen. »Wir nehmen den Wirten ihr Geschäft weg«, sagte er und erwähnte vor allem das To-Go-Geschäft. »Zusperren ohne Anlass finde ich nicht gut«, sagte Baur.

Oberbürgermeister Hümmer war der Meinung, dass man diese temporäre Sperrung nicht vom Wetter abhängig machen sollte. »Es sollte planbar sein«, betonte er. Der Rathauschef war aber auch der Meinung, dass man nach einer Evaluierungsphase auch nachsteuern könne, falls sich zeigen sollte, dass es Schwächen gebe.

Susanne Deckert (Initiative Traunstein) sagte, dass sie von Anwohnern der Einhamer Straße angesprochen worden sei. »Dort ist Tempo 30. Aber die Autofahrer fahren leider sehr schnell«, sagte sie. Der Rathauschef sagte zu, dass man sich das ansehen werde. »Vielleicht können wir dort auch den Smiley aufhängen.« Ulrike Hoernes (Traunsteiner Liste) sprach im Namen von Anwohnern die Waldstraße und die Hochfellnstraße an. »Die Parksituation dort ist total angespannt«, sagte sie. Auch Parkverbote würden nicht eingehalten und die Rettungsgasse würde nicht frei gehalten. Sie bat zum einen, dass dort mehr kontrolliert werde und fragte zum anderen: »Welche Lösung haben wir?« Hümmer betonte, dass der Stadt das Problem bekannt sei. Er sagte mehr Kontrollen zu. Des Weiteren sprach er ein Anwohnerparken als eine mögliche Lösung an. »Wir sind gerade dabei, das auszuarbeiten.« – Nicht nur für dieses Gebiet, sondern auch für weitere Straßen in der Stadt.

Helga Mandl (Grüne) lobte das Traunsteiner Schwimmbad und betonte, dass dieses top gepflegt sei und die Mitarbeiter sehr freundlich seien. Dieses Lob galt auch der Stadtgärtnerei. »Die gibt sich sehr viel Mühe«, betonte die Stadträtin. Das bestätigte auch der Rathauschef. »Unser Schwimmbad ist in einem top Zustand. Es erfreut sich größter Beliebtheit.«

Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Stadler sprach den Radweg von Traunstein nach Rettenbach an, der dort endet. »Hier müssen die Radfahrer auf die andere Seite. Vielleicht könnte man einen Spiegel aufhängen«, fragte er im Namen einer Rettenbacherin, die ihn darauf angesprochen hatte. Auch hier sagte der Oberbürgermeister zu, dass man sich das ansehen werde.

KR

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