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Stadt zieht Sanierung der Musikschule in Erwägung

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Von der Heizung angefangen über die Elektrik bis hin zum Schallschutz muss einiges erneuert werden in der Musikschule. Die Stadt schaltet nun Fachplaner ein, um genaue Auskünfte und belastbare Zahlen zu bekommen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt zieht in Erwägung, ihre Musikschule zu sanieren. Um eine Grundlage für weitere Entscheidungen zu bekommen, möchte sie in Erfahrung bringen, was alles in dem Gebäude an der Rosenheimer Straße zu machen ist. So schaltet sie nun Objekt- und Fachplaner ein, die ihr dann eine Übersicht vorlegen. Mit 23:1-Stimmen hat der Stadtrat die Verwaltung im Rathaus mit den Vergaben beauftragt. Allein Albert Rieder (UW) stimmte dagegen.


Zum Auftakt erfolgten bereits hausinterne Gespräche unter den städtischen Mitarbeitern. In gegenseitiger Absprache schufen sie erste Rahmenbedingungen für den Einstieg in die Sanierung der Musikschule. So entstand insbesondere schon ein Raumkonzept, außerdem liefen erste Schallschutzmessungen.

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An vielen Ecken und Enden sieht die Stadt einen Sanierungsbedarf. Ins Visier genommen hat sie unter anderem die Heizungsanlage, die sanitären Einrichtungen sowie die Elektrik.

Außerdem setzt sie sich zum Ziel, die Räume zu sanieren, den Schallschutz unter der Berücksichtigung statischer Vorgaben zu verbessern sowie baubegleitend die Auflagen des Brandschutzes zu berücksichtigen.

Rieder kritisierte, dass keine Schätzung der Ausgaben vorliege, die auf die Stadt zukommen. Vorsorglich habe der Stadtrat im Haushalt für die nächsten zwei Jahre Ausgaben in Höhe von einer Million Euro eingeplant. Rieder befürchtete jedoch, dass diese Million am Ende »nicht reicht«. Womöglich ist zum Beispiel auch eine »Totalsanierung« der Heizung erforderlich, die dann ins Geld geht. Und auch in Sachen Schallschutz können seinen Angaben zufolge teure Maßnahmen erforderlich werden. Rieder forderte, dass die Verwaltung den Stadtrat informiert und ihm »Futter« gibt, auf einer festen Grundlage die Weichen zu stellen. »Wir haben Fachleute im Haus«, sagte er. Rieder warnte davor, »ins Blaue hinein zu planen«. Vor dem Einstieg ins Projekt wolle er eine »grobe Nummer« bekommen, was die Sanierung der Musikschule kostet.

Oberbürgermeister Christian Kegel entgegnete ihm, dass die Stadt genau in diese Richtung gehe. »Wir müssen Planer beauftragen, um belastbare Zahlen zu bekommen.« Wenn sie dann vorhanden sind, lege der Stadtrat das weitere Vorgehen fest. Erst auf dieser Grundlage folge dann, so Kegel, die endgültige Entscheidung in Sachen Sanierung der Musikschule. pü

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