Stadt will Projekte im Zentrum angehen: Förderungen in Höhe von 858.000 Euro
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Für Projekte in der Innenstadt hat Traunstein Förderungen in Höhe von insgesamt 858.000 Euro in Aussicht gestellt bekommen. Eine Idee im Rathaus ist unter anderem, Strom- und Wasserleitungen im Stadtpark zu verlegen. (Foto: Pültz)

Stadt will Projekte im Zentrum angehen: Förderungen in Höhe von 858.000 Euro

Traunstein – Eine Reihe von Projekten in Traunsteins Zentrum will die Stadt mit Hilfe des Bundes und der EU in diesem Jahr angehen. Förderungen in Höhe von insgesamt 858.000 Euro hat sie in Aussicht gestellt bekommen. Neben »Kopfarbeit« für die Erstellung von Konzepten ist auch »Handarbeit« für die Durchführung von Baumaßnahmen im Gespräch. Und so kann sich Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer unter anderem auch vorstellen, wie er im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt ausführte, dass die Stadt etwa Strom- und Wasserleitungen im Stadtpark verlegt, um die Attraktivität des grünen Herzens von Traunstein noch einmal zu steigern.


Groß war im vergangenen Jahr die Freude in der Stadtverwaltung im Rathaus, als sie erfuhr, dass sie mit ihren Bewerbungen um Förderungen auf offene Ohren gestoßen war. Zum einen hatte sie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung angeschrieben und Zuschüsse über das Bundesprogramm »Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren« beantragt. Zum anderen hatte sie sich an die Europäische Union (EU) gewandt und um REACT-EU – um »Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe«, also um Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas – gebeten. In beiden Fällen bekam sie eine erfreuliche Antwort: Der Bund und die EU stellten in Aussicht, die Entwicklung der Innenstadt von Traunstein mit bis zu 480.000 Euro beziehungsweise mit bis zu 378.000 Euro zu unterstützen.

Die Beträge werden jetzt keineswegs einfach ausbezahlt. Im Gegenteil, allein im Zusammenhang mit Projekte fließen einzelne Summen nach Traunstein. »Die Zuschüsse stehen bereit. Sie sind für uns reserviert«, so Oberbürgermeister Hümmer. Die Förderungen seien »schon mit Ideen hinterlegt«. Hümmer: »Jetzt liegt es an uns, sie umzusetzen.«

Um möglichst hohe Förderungen vom Bund und der EU zu bekommen, hatte die Stadt eine Vielzahl von Projekten ins Spiel gebracht. So begehrte sie Förderungen etwa für die Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), die Erstellung eines Einzelhandelsentwicklungskonzeptes, die Einführung eines städtebaulichen Innenstadt-managements, den Aufbau eines digitalen Leerstandsmanagements und die Durchführung einer Stadtmöblierungs- und Begrünungsoffensive.

»Unser Ziel ist es, das Herz unserer Stadt noch attraktiver zu gestalten, als einen Ort, an dem Menschen gerne leben, arbeiten, einkaufen und ihre Freizeit verbringen«, sagte Hümmer. Und der Oberbürgermeister nennt ein Beispiel, wo eine Aufwertung ansetzen könnte: Die finanzielle Förderung könnte etwa dazu verwendet werden, die Infrastruktur im Stadtpark zu verbessern. Und wenn der Oberbürgermeister vom Rathaus in diese Richtung blickt, dann denkt er daran, womöglich Strom- und Wasserleitungen zu verlegen. Schließlich wolle man im Rathaus Großveranstaltungen wie etwa die Rosentage begünstigen.

Die Stadt könnte jetzt auch das Stadtmarketing aufbessern, genauso wie sie etwa die Ostseite des Bahnhofs aufwerten könnte. So liege in diesem Bereich doch einiges im Argen. Der Brunnen sei defekt, Gebäude seien ungenutzt. Grund zum Handeln sieht der Oberbürgermeister in diesem Bereich östlich des Bahnhof gerade auch deshalb, weil der Landkreis auf der anderen Seite der Gleise in den nächsten Jahren den Bildungscampus Chiemgau aus der Taufe hebt. Die beiden Bereiche werden laut Dr. Christian Hümmer zusammenrücken – möglicherweise auch und gerade über eine Brücke, die über die Gleise führt.

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