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Stadt will dem Investor nach wie vor den Weg ebnen

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Nichts mehr zu sehen ist vom früheren Sportzentrum in der Daxerau. Ein Investor will Wohnungen schaffen – was unter den Anliegern auf Kritik stößt. Sie befürchten, Probleme mit dem Wasser zu bekommen. Die Stadt bleibt auf ihrem Kurs und möchte dem Investor nach wie vor den Weg ebnen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt hält ihren Kurs und ist weiter bestrebt, dem Investor, der Wohnungen in der Daxerau schaffen will, Baurecht zu geben. Den Bebauungsplanentwurf hat sie noch einmal überarbeitet. Und mit der Neufassung geht sie nun in die Öffentlichkeit. Nach einer Vorberatung im Planungsausschuss hat der Stadtrat mit 16:7 Stimmen beschlossen, den überarbeiteten Entwurf auszulegen.


Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) erläuterte, dass sich im Verfahren zwei Neuerungen ergeben hätten. Zum einen erinnerte er daran, dass Professor Dr. Markus Disse, der Inhaber des Lehrstuhls für Hydrologie an der Technischen Universität München, eine gutachterliche Stellungnahme abgegeben habe.

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Disse habe, so Kegel, eine Beeinträchtigung der Bewohner in der Daxerau, des Eigentümers des angrenzenden Flurstücks wie auch der Unterliegerkommunen durch die geplante Bebauung ausgeschlossen. Zum anderen habe das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mitgeteilt, dass der Petitionsausschuss des Landtags eine Eingabe aus Traunstein aufgrund der Stellungnahme der Staatsregierung für erledigt erklärt habe.

Gegen die Fortsetzung des Verfahrens stimmten Burgi Mörtl-Körner, Wilfried Schott, Wolfgang Wörner und Thomas Stadler (alle Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Thomas Graf und Ulrike Hoernes (beide Traunsteiner Liste) sowie Ursula Lay (Unabhängige Wähler). Mörtl-Körner sagte, ihre Fraktion lehne die geplante Bebauung in der Daxerau nach wie vor ab, weil in Zeiten des Klimawandels »spontane Hochwasser« möglich seien, die dann zu Beeinträchtigungen führen können. Die anderen Stadträte, die gegen die Billigung des überarbeiteten Bebaungsplanentwurfs und gegen ein Auslegung stimmten, äußerten sich nicht.

Mehrere Bürger in der Daxerau haben sich an höhere Stellen gewandt: Neben der Eingabe eines Grundstückseigentümers, die der Petitionsausschuss nun für erledigt erklärt hat, sind nach Angaben von Alexander Callegari aus der Daxerau nun noch drei weitere offen. Unter anderem habe auch er eine Petition gestellt – und zwar an den Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz. pü

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