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Stadt will Betriebsgebäude der Kläranlage erweitern

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Das Betriebsgebäude der Kläranlage erneuern und erweitern will die Stadt Traunstein.

Traunstein – Die Stadt will das rund 40 Jahre alte Betriebsgebäude der Kläranlage erneuern und erweitern. Ein von ihr in Auftrag gegebenes Raum- und Funktionsprogramm erwartet sie Ende Mai. Erst wenn die Studie vorliegt, will sie daran gehen, Objekt- und Fachplaner einzuschalten. Auf Antrag von Ernst Haider (UW) hat der Stadtrat mit 16:8-Stimmen beschlossen, mit der Vergabe von Aufträgen bis dahin zu warten.


Das Betriebsgebäude, das auf dem Gelände der städtischen Kläranlage in Empfing steht, erfüllt nach Angaben aus dem Rathaus »funktional und bautechnisch nicht mehr die gebotenen Mindestanforderungen«. Das Personal habe sich in den vergangenen vier Jahrzehnten verdreifacht, ein Teil habe bereits ausgelagert und in einem Container untergebracht werden müssen. Die im Gebäude verbliebene Belegschaft arbeite »sehr beengt oder teilt sich den Arbeitsplatz«.

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Die sanitären Anlagen wie auch die »Schwarz-Weiß-Bereiche« – sie trennen die schmutzigen »schwarzen« von den sauberen »weißen« Außen- und Innenbereichen – seien nicht mehr ausreichend und zudem ausschließlich auf männliches Personal ausgerichtet. Im Hinblick auf die hohen Hygieneanforderungen bestehe Handlungsbedarf. Weiter fehlen den Angaben aus dem Rathaus zufolge adäquate Besprechungs- und Lagerräume.

Am und im Gebäude seien mit den Jahren »alterstypische Mängel« aufgetreten, so die Verwaltung. Der Zahn der Zeit nage an der Fassade wie auch am Flachdach. Nachbesserungen in Sachen Schallschutz seien ebenso erforderlich, wie etwa auch die Barrierefreiheit hergestellt werden müsse. »Die städtische Kläranlage will und muss sich für die zukünftigen Anforderungen rüsten, der Bedarf an Fachpersonal wird weiter steigen.«

Im Vorgriff auf Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Betriebsgebäudes hatte die Stadt das Büro ILF Consulting Engineers Austria GmbH in Rum bei Innsbruck beauftragt, ein Raum- und Funktionsprogramm zu erstellen. Das Gutachten wird, wie man im Rathaus annimmt, voraussichtlich Ende des nächsten Monats vorliegen.

Die Verwaltung hatte ursprünglich geplant, schon jetzt – also ehe die Studie fertig ist – die Objekt- und Fachplaner mit ins Boot zu nehmen. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag präsentiert sie dem Stadtrat. Doch das Gremium stellte die Angelegenheit zurück, bis die Untersuchung auf dem Tisch liegt.

»Hier geht es nicht um eine Luxussanierung«, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel. Vielmehr müssten die Arbeitsbedingungen verbessert werden. In dem Betriebsgebäude sei in den letzten 40 Jahren »nichts passiert«.

»Der zeitliche Ablauf passt aus unserer Sicht nicht«, sagte Ernst Haider, der Fraktionssprecher der UW. Die Planer sollten erst dann beauftragt werden, wenn das Raumprogramm vorliegt. Seinem Vorschlag, die Angelegenheit zurückzustellen, folgte die Mehrheit.

 

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