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Stadt verbietet nächtlichen Lkw-Lärm auf dem Festplatz

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Schilder wie zum Beispiel eines, das an der Ecke Bürgerwald-/Siegsdorfer Straße steht, weisen darauf hin: Von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens dürfen Lkw nicht mehr zum Festplatz hin- und von ihm wegfahren.

Traunstein – Die Stadt hat ein Ärgernis aus der Welt geschafft, das vielen Anliegern des Festplatzes an der Siegsdorfer Straße ein Dorn im Auge war: Lastwagenfahrer, die auf der Durchreise sind, dürfen jetzt nicht mehr in der Nacht stehen bleiben oder losfahren. In der Vergangenheit hatte es oft Lärmbelästigungen gegeben.


Die Stadt habe, wie Pressereferentin Carola Westermeier mitteilte, nun verfügt, dass für Lastwagen die Zufahrt zum und die Abfahrt vom Festplatz zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens nun nicht mehr erlaubt sei.

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Die Stadt habe das Verbot erlassen, so Westermeier weiter, weil der Festplatz in Traunstein »als Rastplatz der Autobahn missbraucht« worden sei. Die Lkw-Fahrer informieren sich ihren Angaben zufolge auf Internetseiten beziehungsweise in Internetforen und steuern daraufhin gezielt den Festplatz an der Siegsdorfer Straße für ihre kostenlose Nachtruhe an. Und nicht selten stehe dort dann eine ganze Reihe von Lastwagen, die dann alle fast gleichzeitig wieder losfahren. Wenn die Nachtruhe zum Beispiel nach einem Feiertag zu einer gewissen Uhrzeit vorbei ist, starten die Lkw laut Westermeier im Minutentakt. »Das ist für die Anwohner nicht tragbar. Deshalb hat sich die Stadt zu diesem Schritt entschlossen.«

Die Entscheidung, den Lastwagenfahrern Zu- und Abfahrten vom Festplatz von 22 bis 6 Uhr zu verbieten, sei bereits vor einigen Wochen im Rathaus gefallen, so Westermeier. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer habe den Beschluss zusammen mit dem in der Stadtverwaltung zuständigen Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung gefasst.

Und die Verbotsschilder hat die Stadt nun aufgestellt. Auf der Bundesstraße 306 wie auch auf der Staatsstraße 2105, die in der Stadt Salinenstraße heißt, sowie auf allen Zufahrtsstraßen zum Festplatz weisen Schilder auf die neue, nächtliche Sperrzeit hin.

Auch wenn für die Lastwagenfahrer die Nutzung des Festplatzes an der Siegsdorfer Straße jetzt eingeschränkt ist, ansteuern dürfen sie ihn auch künftig. So betont Carola Westermeier: »Natürlich steht der Festplatz aber weiterhin in den markierten Bereichen – sofern keine Veranstaltungen auf dem Gelände stattfinden – als Lkw-Park- und Warteplatz zur Verfügung.«

Der Festplatz ist unter den Fernfahrern äußerst beliebt. Viele von ihnen steuern ihn an, um dort zu übernachten. »30 Lkw oder mehr parken nachts auf dem Festplatz«, berichtet Westermeier.

Wenn die Lastwagenfahrer einparken oder aber auch wenn sie wieder losfahren, dann verursachen sie Lärm – Lärm, der für die Anlieger in der Vergangenheit umso unangenehmer war, als er sich oft auch spät abends oder aber auch früh morgens breit machte und dem einen oder anderen den Schlaf raubte.

Viele Anlieger, die sich in ihrer Nachtruhe gestört sahen, wandten sich an die Verwaltung im Rathaus. Eine große Zahl an Anwohnern der Siegsdorfer Straße sei auf die Stadt Traunstein mit der Bitte zugekommen, eine Änderung herbeizuführen, berichtete Westermeier.

Diesen Wunsch der Bürger hat die Stadt nun erfüllt. Mit ihrem Verbot der Zu- und Abfahrt für Lkw in den Nachtstunden habe sie den Lärmschutz der Anlieger verbessert, so die Pressereferentin. pü

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