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Stadt unternimmt einen neuen Anlauf

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Die Technik verbessern will die Stadt Traunstein. Sie beauftragt eine Firma, den Breitbandausbau in den Außenbereichen von Kammer vorzunehmen. Foto: dpa

Traunstein – Einen neuen Anlauf unternimmt die Stadt, um rund 70 Haushalte in den Außenbezirken von Kammer mit schnellem Internet zu versorgen. Nachdem die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen im vergangenen Jahr geplatzt war, beauftragt die Stadt nun eine andere Firma, den Breitbandausbau in diesen Bereichen vorzunehmen. Einstimmig und ohne Diskussion hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung dem Abschluss eines Vertrags mit dem Unternehmen in München zugestimmt. Die Kosten betragen voraussichtlich rund 430 000 Euro.


Schon seit geraumer Zeit müssen sich viele Bürger in den Außenbereichen von Kammer in Geduld üben. Die Leitungen sind veraltet, die Datenübertragungsgeschwindigkeiten niedrig – mit der Folge, dass die User mitunter nur langsam im Internet surfen können oder aber auch einige Zeit brauchen, um E-Mails zu verschicken und zu empfangen. Im vergangenen Jahr hatten sie sich bereits Hoffnungen machen dürfen, dass der Breitbandaus- bau mit dann deutlich höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten kommt – Hoffnungen, die sich aber zerschlugen.

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Die Stadt Traunstein hatte sich bereits eine Firma ausgesucht, die sie mit dem Breitbandausbau beauftragen wollte. Dann aber zog das Unternehmen sein Angebot zurück. Die Stadt war in ihren Planungen auf den Start zurückgeworfen, das Ziel, den Breitbandausbau in die Wege zu leiten, rückte wieder in die Ferne. Die Stadt musste erneut in die Ausschreibung gehen. Das Verfahren ging nun zu Ende, die Stadt holte sich ein Unternehmen mit ins Boot, das nun die Arbeiten für sie ausführt.

Nachdem die Beauftragung der Firma im vergangenen Jahr nicht zustande gekommen war, hatte die Stadt in Erwägung gezogen, sie möglicherweise auf Schadensersatz zu verklagen. Schließlich habe mit der Abgabe eines Angebots, so die Argumentation der Stadt damals, bereits eine Bindung bestanden. Diesen Schritt unternahm sie dann aber nicht. Die Stadt habe die Firma nicht verklagt, so Pressesprecherin Agnes Lamminger auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts.

Traunstein sicherte sich nun die Dienste eines anderen Unternehmens. Wann die nun von der Stadt beauftragte Firma mit dem Breitbandausbau in den Außenbereichen von Kammer beginnt, ist noch offen. Die Stadt Traunstein erwartet, dass der Freistaat rund 70 Prozent der Gesamt- kosten übernimmt – und damit einen Zuschuss von rund 300 000 Euro ge- währt.

Sie hat zwar schon einen Antrag auf Förderung eingereicht, doch von der Regierung von Oberbayern hat sie noch keinen Bescheid bekommen, dass das Geld tatsächlich überwiesen wird.

So lange aber will und muss die Stadt noch warten: Erst wenn die Regierung von Oberbayern den Zuschuss genehmigt habe, so Agnes Lamminger, könne die Stadt den Vertrag mit der Firma rechtsgültig abschließen. »Wann die Genehmigung eintrifft, ist schwer abzuschätzen.«

Die Firma wird sich laut der Pressesprecherin verpflichten, 24 Monate nach Vertragsabschluss die Arbeiten abzuschließen. Wenn die Arbeiten zu Ende sind, dann werden ihren Angaben zufolge 72 Hausanschlüsse über ein schnelleres Internet verfügen. pü

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