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Die Stadt Traunstein hat ihre Schulden in diesem Jahr verringert: von 18,9 Millionen Euro (Stichtag 1. Januar 2021) auf 16,9 Millionen Euro (Stichtag 1. Januar 2022). (Grafik: Stadt Traunstein)

Stadt tilgte im Jahr 2021 zwei Millionen Euro Schulden

Traunstein – Eine erfreuliche Nachricht hatte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) in der letzten Stadtratssitzung 2021 parat: Die Schulden der Stadt sind in diesem Jahr erneut deutlich zurückgegangen. Seinen Angaben zufolge steht Traunstein zum Jahreswechsel 2021/22 mit 16,9 Millionen Euro in der Kreide – und damit mit zwei Millionen Euro weniger als Ende Dezember 2020/Anfang Januar 2021. Hümmer: »Wir sind auf soliden Finanzen gebettet.«


Die Stadt hatte zum Stichtag 1. Januar 2020 rund 21,1 Millionen Euro Schulden. In den folgenden zwölf Monaten drückte sie die Last der Verbindlichkeiten um 2,2 Millionen Euro auf 18,9 Millionen Euro zum 1. Januar 2021. Und dieser Trend bestätigte sich im laufenden Jahr. Die Vorausberechnungen in der Kämmerei haben ergeben, dass zum 1. Januar 2022 noch 16,9 Millionen Euro an die Banken zurückzuzahlen sein werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung verringerte sich von 1022 Euro (1. Januar 2020) auf 921 Euro (1. Januar 2021) beziehungsweise verringert sich auf 818 Euro (1. Januar 2022).

Der Kassenschluss, den die Kämmerei in diesen Tagen für das laufende Jahr vollzogen hat, »kann uns zufrieden stimmen«, sagte der Oberbürgermeister. Der Schuldenabbau gebe jedoch keinen Grund »für übertriebene Freude«. So erinnerte Hümmer in diesem Zusammenhang daran, dass die Stadt in der nächsten Zeit wieder viele Investitionen plane.

Neben dem Rückgang der Schulden gab der Oberbürgermeister auch noch etwas anderes in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats, die einmal mehr wegen Corona im Großen Saal im Landratsamt stattfand, bekannt: Er berichtete, dass der Ausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung am 18. November in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen habe, den von der Firma Baywa AG Kommunal- und Gewerbetechnik angebotenen Kommunaltraktor Typ Fendt 516 Vario S4 zum Angebotspreis von 179.690 Euro zu beschaffen.

Das Fahrzeug ist für den Bauhof bestimmt. Der Traktor ersetzt einen verschlissenen Unimog, der außer Dienst gestellt wird. Das neue Fahrzeug wird im ersten Halbjahr 2022 geliefert.

Auch in der letzten Sitzung das Jahres stellten die Stadträte wieder Anfragen. Und sie sagten vor allem auch Dankeschön zum Ausklang von 2021.

IT-Betreuung noch nicht an GmbH vergeben

Helga Mandl (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte daran, der Stadtrat habe im Juni beschlossen, dass die Stadt Traunstein die Chiemgau GmbH als einer der Gesellschafter mit aus der Taufe hebt. Mandl wollte wissen, ob denn die Stadtverwaltung mittlerweile, wie geplant, bereits Dienstleistungen in Anspruch nimmt, die die GmbH – gegen Bezahlung – anbietet. Insbesondere sei doch im Raum gestanden, die IT in den städtischen Schulen künftig über die GmbH betreuen zu lassen.

Dr. Joachim Kohn, der Leiter des Fachbereichs Verwaltung und Recht im Rathaus, berichtete, dass noch keine Zusammenarbeit zustande gekommen sei. Die Chiemgau GmbH betreue die Informationstechnik in den städtischen Schulen noch nicht. Diese Arbeit werde nach wie vor von den Unternehmen erledigt, mit denen die Stadt schon seit geraumer Zeit zusammenarbeitet.

Hümmer ergänzte, dass die Chiemgau GmbH noch im Aufbau sei. Sobald sie Leistungen anbiete, sei der Anlass gegeben, sich in der Stadt Traunstein Gedanken zu machen, ob sie das eine oder andere Angebot annimmt.

Einmal mehr bildete die letzte Sitzung im Jahr traditionell auch den Anlass, Dankeschön zu sagen. Isabelle Thaler (CSU) würdigte das Engagement von Andrea Scherner und Maximilian Burghartswieser, die beide im Rathaus an der Seite des Oberbürgermeisters »wahnsinnig viel arbeiten«. Und im Namen des Stadtverbands der Sportvereine Traunstein bedankte sich dessen Vorsitzender, Stadtrat Stefan Namberger (CSU), für die finanzielle Unterstützung. »Das haben wir sehr gerne gemacht«, entgegnete der Oberbürgermeister.

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