Stadt schafft Zebrastreifen auf der Traunerstraße

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Stoßstange an Stoßstange parken die Fahrzeuge oft an der Traunerstraße. Weil die Sicht eingeschränkt ist, ist die Querung für die Fußgänger gefährlich. Die Stadt Traunstein schafft nun einen Zebrastreifen – und zwar auf Höhe der neuen Siedlung »Am Triftfeld« (nicht auf unserem Foto). (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt schafft einen Zebrastreifen auf der Traunerstraße. Einstimmig hat der Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Nachhaltigkeit des Stadtrats die Verwaltung beauftragt, die Planung für einen Fußgängerüberweg umzusetzen. Außerdem sei durchgehend Tempo 30 auf der Straße anzuordnen.


Stadtrat Simon Schreiber (CSU) hatte sich an Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) und die Verwaltung gewandt und mitgeteilt, dass die Querung der Traunerstraße gefährlich sei. Im Abschnitt von der neuen Siedlung »Am Triftfeld« bis zum Vereinshaus werde fast durchgehend geparkt. Insbesondere für Schüler und Senioren sei der Übergang – bedingt durch die abgestellten Fahrzeuge, die die Sicht beeinträchtigen – alles andere als leicht. Schreiber regte an, einen Fußgängerüberweg zu schaffen und die Tempo-30-Zone auszuweiten, die bereits auf der Traunerstraße auf Höhe des Kindergartens gilt.

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Die Verwaltung im Rathaus prüfte das Anliegen auf der Grundlage der Vorschriften. Sie kam schließlich zu dem Ergebnis, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich keinen Fußgängerüberweg auf der Traunerstraße zulassen. Auch die Polizei sprach sich dagegen aus. Ihr Argument: Ein Fußgängerüberweg suggeriere eine Scheinsicherheit. Außerdem seien die Querungszahlen nicht ausreichend.

Die Verwaltung ermittelte dann an einem Tag nach den Pfingstferien an zwei Stellen nahe dem Seehuberweg und dem Sparzer Steg die Querungszahlen: Am 7. Juni von 7 Uhr bis 8 Uhr morgens gingen neun Erwachsenen und vier Schüler beziehungsweise sechs und elf über die Straße. Von 12 Uhr bis 13 Uhr kamen dann 15 Erwachsene und drei Schüler beziehungsweise zehn und sieben zusammen. In der Stunde am Morgen fuhren 195 Fahrzeuge auf der Traunerstraße, in der am Mittag 234.

Die Verwaltung fand schließlich zwei Standorte, die sich ihrer Ansicht nach für eine technische – nicht rechtliche – Umsetzung der Planung eignen, einen Zebrastreifen anzulegen. Für technisch machbar hielt sie einen Fußgängerüberweg zum einen nahe dem Seehuberweg und zum anderen auf Höhe des Sparzer Stegs. Eine durchgehende Anordnung von Tempo 30 sei denk- und umsetzbar.

Oberbürgermeister Hümmer sagte nun im Ausschuss, dass er mehrmals von Anliegern angesprochen worden sei – und dass mehrere Zuschriften in der Verwaltung eingegangen seien. Der Rathauschef sprach sich für die Schaffung eines Fußgängerüberwegs aus – und zwar auf Höhe des Sparzer Stegs. Im Bereich der neuen Siedlung »Am Triftfeld« seien insbesondere viele Schüler unterwegs. Und: Tempo 30 könne eine Beruhigung des Verkehrs bringen.

Im Ausschuss bestand Einigkeit, diesen Weg einzuschlagen. Auch dritter Bürgermeister Sepp Kaiser (UW), der, wie er sagte, in der Regel kein Freund von Tempo 30 sei, stimmte der Geschwindigkeitsbegrenzung zu.

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