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Auch und gerade im Erdgeschoß des Kulturzentrums errichtet die Stadt Räume für den neuen Jugendtreff: Insbesondere beabsichtigt sie, ein rund 200 Quadratmeter großes Jugendcafé einzurichten. (Plan: Stadt Traunstein)

Stadt geht an Aufbau eines neuen Jugendtreffs

Traunstein – Die Stadt geht im Juli an den Aufbau eines neuen Jugendtreffs. Die Umgestaltung des Erd- und des Kellergeschoßes im Kulturzentrum am Stadtpark nimmt voraussichtlich ein Dreivierteljahr in Anspruch – womit schließlich eine Fertigstellung des Jugendzentrums im Frühjahr zu erwarten ist. Die Ausgaben belaufen sich auf rund 550.000 Euro. Die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gebilligt.


Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) erinnerte insbesondere daran, dass die Volkshochschule (VHS) Traunstein die Nutzung der Räume im Kulturzentrum auslaufen lasse – und dass damit der Umbau beginnen könne. Die VHS habe eine neue Unterkunft in Traunstein gefunden. Der Oberbürgermeister freute sich, eine einvernehmliche Lösung mit der VHS zustandegebracht zu haben.

Sabine Babl, die Leiterin des Sachgebiets Hochbau im Rathaus, erläuterte die Planung. Sie führte aus, dass die Stadtbücherei in ihren angestammten Räumen im ersten und zweiten Obergeschoß des Kulturzentrums bleibe. Sie werde auch weiterhin über den Haupteingang erschlossen.

Eingerichtet wird das Jugendzentrum im Erd- und im Untergeschoß. Die Stadt stellt insgesamt 446 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung: im Parterre 201 Quadratmeter in einem Jugendcafé und 92 Quadratmeter in Büros für die Jugendarbeit sowie im Keller 153 Quadratmeter in einem Veranstaltungs- und in einem Bandraum. Sabine Babl betonte, dass sich das Kulturzentrum in seiner äußeren Erscheinung nicht verändere, aber im Inneren in vielen Bereichen eine neue Struktur erhalte. Die Stadt setze sich zum Ziel, möglichst wenig in den Bestand einzugreifen. Der Um- und Ausbau erfolge in Trockenbauweise.

Die Sachgebietsleiterin berichtete auch, dass die Planung mit dem Bayerischen Jugendring abgesprochen sei. Eine positive Rückmeldung sei bereits im Rathaus eingetroffen. Babl sagte, dass die Stadt möglicherweise mit einer Förderung in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen könne.

Hümmer betonte, dass die Stadt mit dem neuen Jugendzentrum einen Sprung mache: Mit dann rund 450 Quadratmetern stehe den Jugendlichen im Kulturzentrum viel mehr Platz zur Verfügung als jetzt im Rathaus. Die Bücherei bleibe an ihrem angestammten Platz. Und Räume, die bislang eher weniger genutzt waren, erfahren laut dem Oberbürgermeister künftig eine stärkere Belegung.

»Wir kommen in die richtige Richtung«, sagte zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen). Die Planung für das neue Jugendzentrum gefalle ihr sehr gut. Wissen wollte sie, ob denn der energetische Zustand des Gebäudes gut oder schlecht ist – und ob womöglich von der Stadt beabsichtigt ist, ihn zu verbessern. »Eine Komplettsanierung ist nicht angedacht«, entgegnete ihr Babl. Wenn einzelne Teile, etwa Türen, ausgetauscht werden, werde man jedoch Wert darauf legen, energetisch besseren Ersatz zu bekommen. Und Hümmer ergänzte: »Die Bausubstanz ist gut.«

Thomas Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) meinte, dass in der Planung »sehr viel Herzblut« stecke und zahlreiche Ideen für die Jugendlichen eine Verwirklichung erfahren. Um möglichst viel Flexibiliät in der Nutzung der Räume zu bekommen, regte er an, mit flexiblen Wänden zu arbeiten. Diesen Vorschlage will die Stadtverwaltung nun, wie Babl und Hümmer zusicherten, aufnehmen und auf seine Umsetzbarkeit prüfen.

Simon Schreiber (CSU) fragte, ob denn auch daran gedacht sei, im Freien vor dem Kulturzentrum Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Sachgebietsleiterin Babl meinte, dass eine »gewisse Möblierung« grundsätzlich vorstellbar sei. Eine Planung für die Gestaltung des Außenbereichs sei aber noch zu entwerfen.

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