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Stadt ersetzt alte Schindeln der Blitzkapelle gegen neue

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Traunstein: Stadt ersetzt alte Schindeln der Blitzkapelle gegen neue
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Schindel für Schindel decken die Mitarbeiter der städtischen Zimmerei das Dach der Blitzkapelle auf der Wartberghöhe neu ein. (Foto: Pültz)

Traunstein – Ein neues Dach setzt die Stadt auf die Blitzkapelle an der Wartberghöhe. Auf der Baustelle an der Haslacher Straße ist jetzt Halbzeit. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Agnes Giesbrecht, die Pressesprecherin im Rathaus, mitgeteilt, dass die Bauarbeiten voraussichtlich drei Wochen dauern. Seit etwa eineinhalb Wochen laufen sie bereits – und ebenso lange werden sie noch bis Mitte des Monats in Anspruch nehmen.


Das Dach der alten Kapelle war undicht gewesen, immer wieder drang Wasser ein. Und so ging die Stadt schließlich an eine Sanierung. Alt gegen neu tauscht sie aus: Das alte Dach weicht einem neuen.

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Als die denkmalrechtliche Erlaubnis zur Sanierung vorlag, gingen die Mitarbeiter der städtischen Zimmerei ans Werk: In einem ersten Schritt entfernten sie die alten Lärchenschindeln. Mittlerweile ist von der alten Dacheindeckung nichts mehr zu sehen, jetzt auf der zweiten Etappe läuft der Aufbau der neuen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung betragen voraussichtlich 46.000 Euro. Der Förderverein Alt-Traunstein hat zugesagt, der Stadt finanziell unter die Arme zu greifen und 10.000 Euro zu übernehmen.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer begutachtete zusammen mit Richard Hagenauer, dem Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Rathaus, und Richard Kraft, dem Vorsitzenden des Fördervereins Alt-Traunstein, die Baustelle. Der Oberbürgermeister freute sich über den großzügigen Zuschuss aus den Reihen des Fördervereins.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein die Stadt Traunstein bei der Erhaltung des historischen Kleinods finanziell unterstützt. Als die Blitzkapelle im Jahr 1984 eine umfangreiche Restaurierung erfuhr, beteiligte sich der Förderverein Alt-Traunstein mit 40.000 D-Mark an den damaligen Gesamtkosten in Höhe von 60.000 D-Mark.

Die Blitzkapelle wurde erstmals 1502 als »Kapelle im Wardberg« erwähnt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie neu erbaut. Den Namen »Blitzkapelle« bekam sie, nachdem an diesem Ort im Jahr 1853 drei Menschen vom Blitz erschlagen wurden. Als sich der Traunsteiner Friedhof noch in Haslach befand, nutzten die Sargträger die Kapelle auf der Wartberghöhe, um dort nach dem mühsamen Aufstieg zu rasten und den Sarg auf einem heute noch sichtbaren Sockel abzustellen.

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