Spuren der letzten bayerischen Monarchen in Traunstein – Historisches Schaufenster im Rathaus

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Prinz (ab 1913 König) Ludwig III. bei der Grundsteinlegung des nach ihm benannten Kaufmanns-Erholungsheims an der Wasserburger Straße 1911. Foto: Stadtarchiv Traunstein

Traunstein – Welche Spuren haben die letzten drei bayerischen Monarchen in Traunsteins Stadtgeschichte hinterlassen?  Stadtarchivar Franz Haselbeck ist dieser Frage nachgegangen. Das Ergebnis seiner Forschungen stellt er nun im Historischen Schaufenster im Untergeschoss des Rathauses vor.


Gezeigt werden zum Beispiel das Offizierspatent eines Traunsteiner Oberleutnants, eigenhändig unterzeichnet von Ludwig II., eine Fotografie der feierlichen Einweihung des Prinzregent-Luitpold-Denkmals am Bahnhof und eine Broschüre, die zur Eröffnung des Prinz-Ludwig-Heims an der Wasserburger Straße erschienen ist.

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Die im Schaukasten ausgestellten Dokumente sind ein kleiner Vorgeschmack auf die Ausstellung „Untertanen! – Bürgerinnen und Bürger“. Sie wird vom 13. August bis zum 26. September in der Städtischen Galerie im Kulturforum Klosterkirche zu sehen sein.

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Das 1905 eingeweihte Prinzregent-Luitpold-Denkmal am Bahnhof. Foto: Postkarte / Stadtarchiv Traunstein

Stadtarchiv und Städtische Galerie haben für die Ausstellung recherchiert, wie sich die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Traunstein ausgewirkt haben. Prägend für diesen Zeitraum war das Ende des Hauses Wittelsbach. Mehr als sieben Jahrhunderte hatte es die Geschicke Bayerns bestimmt. Ludwig II., Prinzregent Luitpold und Ludwig III. waren letztlich nicht mehr in der Lage, die heraufziehende „Götterdämmerung“ abzuwenden.

Mit dem tragischen Tod des „Märchenkönigs“ im Starnberger See am 13. Juni 1886 und dem Ableben des letzten bayerischen Monarchen am 18. Oktober 1921 ging schließlich eine große Ära zu Ende – auch in Traunstein. Ab Mitte August werden sich die Besucher der Städtischen Galerie davon überzeugen können. Und schon jetzt ist es lohnenswert, sich einmal für ein paar Minuten in das Historische Schaufenster zu vertiefen.

fb/red

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