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So einen warmen Frühling gab es noch nie

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Sonne
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Foto: Arno Burgi/dpa

Traunstein – So einen warmen Frühling hat es noch nie in Traunstein gegeben. Zumindest seit 1974, seit es die Wetterstation am Traundamm in Traunstein gibt. Die Durchschnittstemperatur von 15,2 Grad ist absoluter Rekord. »Man hatte die letzten Wochen oder schon fast Monate das Gefühl, es ist Sommer. Aber dieser steht ja erst vor der Tür«, so Hobbymeteorologe Manfred Huber.


Im Frühling kletterte die Temperatur an 69 Tagen über 20 Grad, davon war es an 37 Tagen sogar über 25 Grad warm. Die 30-Grad-Marke wurde fünfmal überschritten. Die Mittelwerte sind: über 20 Grad an 35 Tagen, über 25 Grad an 12 Tage und über 30 Grad an zwei Tagen. Die Durchschnittstemperatur seit 1974 liegt bei 11,4 Grad. Der kälteste Frühling war 1991 mit 7,9 Grad im Mittel.

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Bei den einzelnen Tageshöchst- und -niedrigstwerten wurden heuer keine neuen Rekorde erreicht. Der wärmste Frühlingstag war am 4. Juni mit 32,1 Grad und die niedrigste Tagestemperatur wurde am 21. März mit 4,8 Grad gemessen. Die kälteste Nacht war am 22. März mit minus 7,9 Grad und die wärmste Nacht war am 10. Juni mit 16,9 Grad. Die Rekordwerte liegen bei: wärmster Tag mit 34 Grad am 16. Juni 2002, kältester Tag mit null Grad am 23. März 1998, wärmste Nacht mit 20 Grad am 2. Juni 2000 und kälteste Nacht mit minus zehn Grad am 21. März 1987.

Mit 80 Tagen Sonnenschein lag dieser Frühling absolut im oberen Bereich. Durchschnittlich gibt es 70 sonnige Tage. Der Rekord mit 84 Tagen Sonnenschein wurde 2003 aufgestellt, am trübsten war es 2013 mit nur 58 Tagen. Niederschlag gab es heuer nur an 16 Tagen, davon jedoch zwei Tage mit Starkregen, an denen insgesamt 84 Liter Regen fielen. Im Durchschnitt gibt es 50 Tage mit Niederschlag. Der Spitzenwert wurde 1994 mit 73 Tagen erreicht, am wenigsten waren es 1981 mit nur 30 Tagen.

An zwei Tagen gab es Schnee und an zwei Tagen Hagel beziehungsweise Graupel. Hier liegt der Durchschnitt bei sieben Tagen Schneefälle und zwei Tagen Hagel oder Graupel. Ein absoluter Ausnahmefrühling war 1980; damals gab es 20 Tage mit Schneefall. Dagegen gab es im Frühling 2010 und 2011 nur jeweils einen Tag mit Schnee.

Nebel beziehungsweise Hochnebel herrschte diesmal an fünf Tagen, leicht über dem Durchschnitt von 3,5 Tagen. Es gab diesmal noch neun Nächte mit Frost, tagsüber lagen die Werte immer im Plusbereich. Am häufigsten Nachtfrost gab es 1992, nämlich 24-mal, 1999 dagegen nur einmal.

Zum Schluss noch eine Bauernweisheit: »Frühling mit viel Sonnenschein treibt dem Bauern im Herbst die Ernte ein.« Hoffentlich stimmt das und es war nicht zu trocken. HM