Schritt für Schritt zur naturnahen Stadt: Traunstein setzt auf öffentliche Grünflächen mit ökologischem Mehrwert

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Dort wo die Salinenstraße auf die Bundesstraße trifft, erfolgt bereits seit einigen Jahren eine nachhaltige Pflege naturnaher Grün- und Blühflächen. (Archivbild aus Juli 2020, Eva Schneider/Große Kreisstadt Traunstein)

Traunstein – Weniger mähen, weniger einfache Rasenflächen, dafür Blumen und Wildkräuter, insektenfreundliche Sträucher und Bäume: Für mehr Natur in der Stadt werden in Traunstein in den kommenden Monaten weitere öffentliche Grünflächen zu naturnahen Flächen umgestaltet und nachhaltig bewirtschaftet.


Derzeit legen die Mitarbeiter von Stadtgärtnerei und Bauhof eine rund 1.000 Quadratmeter große Blumen- und Wildkräuterwiese auf dem Areal des Traunsteiner Waldfriedhofes an. Außerdem werden Zug um Zug in die Jahre gekommene Bepflanzungen entlang von Straßen, auf Verkehrs- und Grüninseln durch insektenfreundliche heimische Gehölze ersetzt. Im Jahr 2021 erfolgen die Ersatzbepflanzungen unter anderem an der Salinenstraße, der Haslacher Straße, der Klosterstraße und am Karl-Theodor-Platz.

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„Die Schaffung neuer naturnaher Flächen sowie die Umwandlung von Straßenrändern, Verkehrsinseln und Kreisverkehren zu Grün- und Blühflächen mit ökologischem Mehrwert dient dem Naturschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt“, so Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. „Deshalb setzt die Stadt bereits ein Augenmerk auf diese Flächen, deren Potenzial oftmals unterschätzt wird.“ Durch den fachkundigen Einsatz von Stadtgärtnerei und Bauhof entstehe so auf vielen kleineren und größeren Flächen in der Stadt neuer Natur- und Lebensraum.  

In den vergangenen Jahren haben die Stadtgärtner bereits auf vielen Flächen heimische Blumen und Wildkräuter ausgesät, unter anderem am Elektrizitätswerk in der Traunerstraße oder um das Sankt-Georgs-Denkmal an der Salinenstraße. Fahrbahnteiler und Grüninseln wurden neu bepflanzt, unter anderem in der Herzog-Friedrich-Straße. Außerdem sind in der Vergangenheit neue naturnahe Grün- und Blühflächen in der Stadt entstanden, unter anderem in einem Großteil des Salinenparks.

„Um nach einer Umgestaltung von einer Rasen- zu einer Blühfläche Ergebnisse zu sehen, braucht es allerdings einen langen Atem“, so Stadtgärtner Reinhard Niederbuchner. Es brauche seine Zeit bis eine insektenfreundliche Naturwiese entsteht. „Bis die Blumenwiese auch wirklich in all ihrer Schönheit erblüht, bis die Gehölze kräftig austreiben, bis dahin kann es oftmals ein paar Jahre dauern. Eine – vor allem ‚optische‘ – Durststrecke lässt sich daher leider nicht vermeiden. Dafür werden wir aber früher oder später belohnt: Mit sattem Grün und bunten Blüten, mit einem Lebensraum für alle möglichen Tier- und Pflanzenarten.“

fb/red

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