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SBC sagt Spiel gegen TSV Neuried wegen Regenfällen ab – Platz ist unbespielbar

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SBC-Stürmer Stefan Mauerkirchner (links, hier im Duell mit dem Hallbergmooser Maximilian Zeisl) hat mit seiner Mannschaft heute eine wegweisende Partie auf dem Programm: Gegen Schlusslicht TSV Neuried zählt nur ein Sieg. (Foto: Weitz)

Der SB Chiemgau Traunstein steht in der Fußball-Landesliga Südost mit dem Rücken zur Wand. Der abstiegsbedrohte Tabellensechzehnte kassierte zuletzt fünf Niederlagen am Stück. Der Absteiger muss am 17. Spieltag jetzt unbedingt liefern – und das in Form von drei Punkten. Denn gegen das bisher sieglose Schlusslicht TSV Neuried zählt am heutigen Samstag (15 Uhr) vor eigenem Publikum nur ein Sieg, wenn man nicht den Anschluss ans rettende Ufer verlieren will.


Update, 11.24 Uhr: Spiel abgesagt

Der SB Chiemgau Traunstein hat sein Spiel gegen den TSV Neuried abgesagt. Das gab SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl soeben bekannt. Der Platz sei unbespielbar, teilte er mit.

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Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Nach Möglichkeit soll die Partie gegen das Schlusslicht aber noch in diesem Jahr nachgeholt werden.

Vorbericht:

Wieder mit an Bord beim letzten Vorrundenspieltag ist heute SBC-Spielertrainer Yunus Karayün, der im Nachholspiel gegen den VfB Hallbergmoos (2:3) ja aus beruflichen Gründen gefehlt hat. »Yunus hat die Mannschaft jedenfalls erreicht«, ist sich SBC-Abteilungsleiter Rainer Hörgl sicher. »Er hat auch den richtigen Weg eingeschlagen.«

Hörgl mochte vor diesem »Sechs-Punkte-Spiel« auch gar nicht mehr zurückblicken auf die letzten Spiele. »Wir müssen jetzt einfach nach vorne schauen.« Aus den Niederlagen gelte es jetzt, »die positiven Dinge rauszuholen und an den Schwächen weiter zu arbeiten«. Co-Trainer Peter Martin hofft zudem, »dass wir die Köpfe der Spieler frei bekommen, sie müssen an sich glauben«.

Fünf Spiele hat der SBC in diesem Jahr jetzt noch vor sich. »Wir werden in diesen Spielen um jeden Punkt kämpfen«, verspricht Hörgl. Karayün hofft, »dass wir jetzt endlich ein wenig Konstanz reinbringen«. Denn er ist sich auch sicher: »Für uns ist viel mehr drin, als wir die letzten Wochen bekommen haben.« Sein Co-Trainer Martin pflichtet ihm bei: »Wir trainieren wirklich gut und Fußball spielen können wir auch.« Jetzt müsse einfach mal auch der Glücksfunke überspringen.

Beim TSV Neuried gab's jüngst übrigens ebenfalls einen Trainerwechsel. Christopher Utz übernahm das Amt von Davide Taurino. Zum Einstand hagelte es für den neuen Mann an der Seitenlinie eine 1:3-Niederlage gegen die SpVgg Landshut. Für das Schlusslicht war es die neunte Pleite am Stück.

Bisher holte Neuried in dieser Saison auch erst zwei Unentschieden (1:1 gegen den VfB Hallbergmoos und 1:1 gegen den TSV Grünwald). Einen der zwei gewonnenen Zähler musste Neuried aber schon wieder abgeben. Denn der TSV setzte gleich am ersten Spieltag der laufenden Saison gegen den SB DJK Rosenheim mit Nicholas Simpson einen Spieler ein, für den noch keine Spielberechtigung vorlag. Dafür gab es den Punktabzug, teilte der Bayerische Fußballverband mit.

Interessant auch: Der TSV verfolgt eine ganz eigene Philosophie. Keiner der Spieler bekommt nach Vereinsangaben Geld für seine Leistungen. Und der Klub muss deshalb auch hauptsächlich auf seine eigene Jugend setzen.

Die Neurieder reisen übrigens zum heutigen Kellerduell mit einem Fanbus nach Traunstein an. »Weil »gerade in schweren Zeiten wie jetzt eure Unterstützung umso wichtiger geworden ist«, heißt es auf der Internetseite des TSV.

Auf eine lautstarke Unterstützung der Zuschauer hofft man aber auch beim SB Chiemgau. »Wir müssen jetzt einfach alle zusammenhalten«, hebt Rainer Hörgl hervor. Denn noch ist das rettende Ufer für die Traunsteiner in Reichweite. Bleibt zu hoffen, dass man diesem nach dem heutigen Spiel dann wieder ein Stück näher gekommen ist. SB