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Samerzug und historischer Festumzug am Wochenende in Traunstein

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Traunstein: Feierlichkeiten zum Jubiläum 400 Jahre Saline am Samstag und Sonntag in Traunstein
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Die Samer mit ihren Pferden machen sich bereits am 9. August auf den Weg: Von Ruhpolding führt sie ihr Weg über Inzell und Siegsdorf. Am 10. August erreichen sie gegen Mittag Traunstein, wo sie festlich empfangen werden. (Foto: Andreas Plenk/Stadt Traunstein)

Traunstein – Zum Abschluss des Jubiläums »400 Jahre Soleleitung – 400 Jahre Salinenstadt Traunstein« stehen am Samstag und Sonntag in Traunstein zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Zusammen mit vielen engagierten Freiwilligen hat die Stadt ein buntes Programm für die ganze Familie auf die Beine gestellt.


Das Fest beginnt am Samstag um 11 Uhr. Erstmals seit der Schließung der Saline im Jahr 1912 wird in Traunstein wieder Salz hergestellt. Mit einer großen Sudpfanne, einer Leihgabe aus Bad Reichenhall, wird das alte Handwerk des Salzsiedens im Salinenpark lebendig. Das »weiße Gold« aus Traunstein gibt es auch als Erinnerung in kleinen Salzsäckchen zu kaufen. Der Erlös ist für den guten Zweck.

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Außerdem werden im Salinenpark Deicheln gebohrt: Die Soleleitung, die einst von Reichenhall nach Traunstein führte, war ein technisches Meisterwerk aus mehr als 8000 durchgebohrten Baumstämmen, so genannten Deicheln. Interessierte können sich in der alten Technik versuchen.

Die neue Soleleitungsausstellung im Ferdinandistock hat an diesem Tag von 11 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Im Salinenpark präsentieren sich darüber hinaus unter anderem das Museum Salz & Moor aus Grassau, in dem derzeit die Sonderausstellung 400 Jahre Soleleitung zu sehen ist, sowie das Salzbergwerk Berchtesgaden.

Höhepunkt am Samstag ist das Eintreffen der Samer im Salinenpark, die sich tags zuvor vom Holzknechtmuseum in der Laubau auf die Reise begeben hatten. Bis in die frühe Neuzeit war der Transport von Waren sehr mühsam, zeitintensiv und teuer. Nur besonders begehrte oder teure Waren wie das Salz wurden über weite Entfernungen in die großen Städte transportiert. Neben den Salzstraßen, die von den Großhändlern mit schweren Fuhrwerken beschickt wurden, existierten zusätzliche Wege, die – wegen ihrer schwierigen und gefährlichen Streckenführung – lediglich von Pferdekarawanen und ihren Führern für den Transport des »weißen Goldes« benutzt werden konnten. Die Männer, die mit schwer bepackten Pferden oder Eseln Salz in Fässern oder Säcken über gebirgige Wege transportierten, nannte man Samer.

Anlässlich des Jubiläums machen sich auch die Samer wieder auf den Weg und treffen am 10. August mittags in Traunstein ein. Am Wochinger Spitz werden sie vom Traunsteiner Herold gegen 14.15 Uhr in Empfang genommen und dann vom Fanfarenzug der Veitsgroma Zunft zum Salinenpark begleitet. Gegen 14.30 Uhr werden die Männer mit ihren Pferden den Salinenpark erreichen und dort mit einem kleinen Theaterstück willkommen geheißen. Das Programm im Salinenpark geht bis 16 Uhr.

Straßensperrungen und Parkverbote am 11. August

Ein historischer Festzug schlängelt sich am Sonntag durch Traunstein. Um 9.45 Uhr beginnt an der Salinenkapelle am Karl-Theodor-Platz ein Gottesdienst. Der Festzug steht ganz im Zeichen der Saline Traunstein: Angeführt von der Stadtmusik Traunstein zeigen zahlreiche Gruppen und Vereine aus der Stadt und der Region das Leben in und um die Salzproduktion. Er startet um 11 Uhr am Salinenpark. Die Route führt über die Salinen- und Maximilianstraße zum Maxplatz. Dort werden die Teilnehmer vorgestellt, bevor sie dann auf den Stadtplatz weiterziehen. Auf dem Max- und dem Stadtplatz spielen ab 11 Uhr verschiedene Musikgruppen, um das Warten auf den Zug zu verkürzen.

Die Straßen des Zugverlaufs müssen frei von parkenden Fahrzeugen sein und können während des Zugs nicht befahren werden. Der Stadtplatz wird ebenfalls gesperrt und autofrei gehalten. Die Straßen entlang des Zugverlaufs sind von etwa 10.30 bis 12.30 Uhr nicht nutzbar. Gleichzeitig gilt ein Parkverbot an der Maximilianstraße, am Max- und am Stadtplatz. Auf dem Karl-Theodor-Platz ist Parken zwischen 9.45 und 11.30 Uhr nur eingeschränkt möglich, weil dort die Zugaufstellung stattfindet.

Einsatzkräfte der Polizei, des Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks überwachen die verkehrlichen Anordnungen. Behinderungen, Wartezeiten und Umwege sind nicht zu vermeiden.