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Salinenpark-Eröffnung: Traunstein feiert im Juli 400-jähriges Jubiläum

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Auf dem Festprogramm zum Jubiläum »400 Jahre Salinenstadt Traunstein« vom 12. Juli bis 11. August steht unter anderem auch ein Samerzug am 9. und 10. August von Ruhpolding über Inzell nach Traunstein. Die Samer transportieren früher das Salz. Einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gaben zwei Samer mit ihrem Pferd, die am gestrigen Mittwoch Oberbürgermeister Christian Kegel im Salinenpark besuchten. (Foto: Pültz)
400 Jahre Soleleitung – 400 Jahre Salinengeschichte
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Oberbürgermeister Christian Kegel (2.v.r.) stellte das Jubiläumsprogramm gemeinsam mit den „Machern“ bei einer Pressekonferenz im Salinenpark vor. Mit im Bild (v.l.) Stadträtin Christa Fuchs, Judith Bader (Leiterin der Städtischen Galerie), Franz Haselbeck (Stadtarchivar), Josef Späth (Sachgebietsleiter), Josef Knott (Salinen-Stadtführer und „Salzmaier“), Richard Kraft (Förderverein Alt-Traunstein). Foto: Eva Schneider

Traunstein – Pünktlich zum Sommer wird der neue Salinenpark am Ortseingang von Traunstein fertiggestellt. Gebührend wird die Stadt dann zur Eröffnung das Jubiläum „400 Jahre Soleleitung und 400 Jahre Salinengeschichte“ im Juli und im August mit zahlreichen Veranstaltungen feiern.


Mit der Eröffnung des Salinenparks, der Aufführung des Historienspiels »Spitznudl und die nasse Dirn«, einem Samerzug von Ruhpolding über Inzell und Siegsdorf nach Traunstein und vielem mehr wird die Stadt vom 12. Juli bis zum 11. August die Feierlichkeiten ausrichten.

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Im August des Jahres 1619 wurde die Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein in Betrieb genommen. Eine technische Meisterleistung einerseits, ein finanzieller Kraftakt andererseits. Für Traunstein jedenfalls, für die Entwicklung der Stadt war diese „erste Pipeline der Welt“ von unschätzbarem Wert – und ist es bis heute. Denn Traunsteins „salzige“ Vergangenheit hat sicht- und spürbare Spuren hinterlassen und gehört zum kulturellen „Erbgut“ der Stadt.

Einer der Programmhöhepunkte wird sicherlich die Eröffnung des neuen Salinenparks am 12. Juli sein. Diese und alle weiteren Aktionen und Festivitäten stellte Oberbürgermeister Christian Kegel am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Salinenpark vor. Unterstützt wurde er dabei von Josef Späth, Sachgebietsleiter der Stadt Traunstein, dem „Salzmaier“ und Salinen-Stadtführer Sepp Knott, Stadtarchivar Franz Haselbeck und Judith Bader, Leiterin der Städtischen Galerie Traunstein.

Vom 12. bis 14. Juli findet im neuen Salinenpark das große Eröffnungswochenende statt. Bevor Traunsteins neue „Visitenkarte“ am Freitagabend um 19 Uhr feierlich von Oberbürgermeister Christian Kegel eröffnet wird, laden die evangelische und katholische Kirche um 18 Uhr zu einem ökumenischen Auftaktgottesdienst in der Salinenkapelle ein.

Am Samstag, den 13. Juli, gibt es im Park dann ab 11 Uhr ein Programm für die ganze Familie. Annette Hartmann erzählt spannende Geschichten über das „Salz des Lebens“. Michaela Schratzenstaller ist mit ihrem Figurentheater und dem Stück „Pupsine und die Salzbrezl“ vertreten. Den ganzen Tag werden Führungen durch den Park angeboten, zum Apothekergarten oder zu den Ausstellungsstücken im Salinenpark. Die Traunsteiner Apotheker, die Vertreter des Homöopathiezentrums Traunstein, die Stadtführer und auch der „Salzmaier“ freuen sich auf alle Besucher.

Am Sonntag, den 14. Juli, sorgt im Salinenpark der Boogie-Pianist und „Tasten-Tiger“ Michael Alf ab 11.30 Uhr für Stimmung. Musikalisch geht es ab 15 Uhr weiter mit dem Musikschultag der Musikschulen im Landkreis Traunstein. Für das leibliche Wohl ist am kompletten Eröffnungswochenende gesorgt.

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Auch die Vorhut des historischen Samerzuges war mit Michael Sattlberger und Michael Stuffer samt Pferd Aaron bei der Pressekonferenz dabei. (Foto: Eva Schneider)

Am darauffolgenden Samstag (10. August) wird gegen 14.15 Uhr am Wochinger Spitz ein historischer Samerzug empfangen und vom Fanfarenzug der Veitsgroma Zunft zum Salinenpark geleitet. Dort begrüßt sie Oberbürgermeister Christian Kegel und eine hoffentlich große Zuschauerschar.
Am Sonntag, 11. August, werden sich ab 11 Uhr zahlreiche Gruppen und Vereine der Stadt und Region zum historischen Festumzug vereinen und gemeinsam vom Salienpark über die Salinen- und Maxstraße zum Maxplatz ziehen, wo die Beteiligten vorgestellt werden. Der Zug endet auf dem Stadtplatz. Vor dem Festzumzug findet ab 9.45 Uhr im Bereich der Salinenkapelle am Karl-Theodor-Platz ein Festgottesdienst statt.

Weitere Veranstaltungen sind das Historienspiel „Spitznudl und die nasse Dirn“ von Alfred Rosenegger (Aufführungen im König-Ludwig-Hof am 13., 14., 19., 20., 26. und 27. Juli sowie am 2., 3. und 4. August, Kartenvorverkauf in der Tourist-Info Traunstein); die Ausstellung „Wo kommt die Prise Salz her?“ in der Alten Wache im Rathaus (zu sehen sind historische Fundstücke aus dem Museumsdepot und eine „fantastische Salzfabrik“ der Schule der Phantasie vom 18. Juli bis 11. August); ein Salinenkonzert der Stadtmusik Traunstein am 18. Juli um 19.30 Uhr im Salinenpark (Ausweichtermin 25. Juli); ein Geburtstagsständchen mit frühbarocker Musik für eine der ältesten Orgeln Süddeutschlands am 14. Juli um 19.30 Uhr im Ettendorfer Kircherl; ein klassisches Konzert mit „Bell’Arte Salzburg“ am 4. August um 20.30 Uhr in der Salinenkapelle sowie eine klingende Kapellenführung mit dem Salzmaier am 5. August um 17.30 Uhr, ebenfalls in der Salinenkapelle.

Alle Veranstaltungen sind auch in der druckfrischen Festschrift „400 Jahre Salzgeschichte – Jubiläum feiern nach Traunsteiner Art“ enthalten, die ab sofort kostenlos im Rathaus und in der Tourist-Information zur Mitnahme ausliegt. Darin finden sich auch ein Grußwort des Oberbürgermeisters, eine „kleine Traunsteiner Salzgeschichte“ von Stadtarchivar Franz Haselbeck sowie eine Information über den Salinenpark Traunstein, „die neue Visitenkarte der Stadt“.

Last but not least wird zur Eröffnung des Salinenparks auch das Buch „Traunstein ohne Salz?“ erscheinen. Unter diesem bewusst mit einem Fragezeichen versehenen Titel gehen Stadtarchivar Franz Haselbeck und acht weitere Traunsteiner Autoren der Geschichte des Salzhandels und der Salzproduktion in der Au nach. Dem Leser werden dabei verschiedene Aspekte der Verbindung des „weißen Goldes“ mit der Geschichte der Stadt Traunstein vor Augen geführt. Das Buch wird im Stadtarchiv und im Traunsteiner Buchhandel zum Preis von 19,80 Euro erhältlich sein.

red/Pressemeldung der Stadt Traunstein