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Rotary Club ehrt besonders engagierte Jugendliche

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Volkmar Döring (links) und Dr. Christian Ebenböck (hinten rechts) vom Rotary Club Traunstein übergaben den Jugendsozialpreis an (von links) Yannick Surkau, Emma Polster, Andrea Geischeder, Ben Polster, Sarah Winklmaier, Lucia Selbertinger und Jana Wimmer. Zwei weitere Jugendliche konnten nicht an der Preisverleihung teilnehmen. (Foto: Mix)

Traunstein – Den Rotary Jugendsozialpreis 2019 erhielten in einer kleinen Feier im Rathaussaal neun Jugendliche aus dem Landkreis Traunstein. Sie alle engagieren sich über das Maß ehrenamtlich und sind teils sogar in mehreren Organisationen tätig.


Volkmar Döring vom Rotary Club Traunstein übergab jeweils einen Hauptpreis an Jana Wimmer, Lucia Selbertinger, Emma Polster und Ben Polster für ihre Mitarbeit beim AWO-Projekt Sprachcafé Flüchtlingshilfe sowie an Yannick Surkau von der Jugendarbeit im evangelischen Dekanat. Die vier Mädchen und der Bub engagieren sich seit September 2016 im Sprachcafé des AWO-Kreisverbands, das asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingsfrauen eine Orientierungshilfe zum Leben in Deutschland gibt.

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Die 13- und 15-Jährigen sind dabei für die Betreuung der Kinder der Besucherinnen zuständig. »Das Sprachcafé ist ein Ort, wo sich zwischen fünf und 16 Flüchtlingskinder angenommen und geborgen fühlen sowie Freude und Spaß erleben«, betonte Döring und zeigte sich besonders beeindruckt, als eines der Mädchen ihm im Gespräch gesagt hat: »Durch die Erfahrungen im Sprachcafé wird einem bewusst, in welch guten Verhältnissen wir hier leben.«

Der 18-jährige Abiturient Yannick Surkau kam bei seiner Konfirmation 2014 auf die Idee, sich im evangelischen Dekanat einzubringen und hat seitdem vielfältige Aufgaben übernommen. Er ist Mitglied der Dekanatsjugendkammer, hat großes Organisationstalent und steckte mit seiner Begeisterung schon viele Jugendliche an. Er ist laut Döring »eine sehr große Bereicherung für die Gemeinschaft der Evangelischen Jugend im Dekanat Traunstein, immer zuverlässig, flexibel, spontan, motivierend«.

Da so viele interessante Bewerbungen für den Jugendsozialpreis eingegangen waren und die Auswahl wirklich schwer fiel, wurden auch vier Anerkennungspreise vergeben. Dr. Christian Ebenböck, Vorstand der Jugendarbeit im Rotary Club Traunstein, stellte diese Preisträger vor. Julia Moser aus Siegsdorf ist Mitglied bei Rotkreuz und Bergwacht sowie im Hauptausschuss des Jugendparlaments. Bei der Organisation von Winterwochen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung war sie bereits als Gruppenleitung Langlauf tätig.

Lukas Entfellner aus Marquartstein ist seit zehn Jahren Ministrant, seit sechs Jahren bei der Feuerwehr, Kinderfußballtrainer und spielt in der Blaskapelle mit. Bis zu 50 Stunden für ehrenamtliches Engagement im Monat kämen da schnell mal zusammen, resümierte Ebenböck.

Schließlich gab es auch noch einen Anerkennungspreis für Andrea Geischeder und Sarah Winklmaier, die beide schon seit 15 Jahren Mitglied bei den Maltesern sind, Sanitätsdienst im Gymnasium leisteten, als Jugendleiter tätig sind, und soziale Aktionen wie Spiele im Altenheim oder Sanitätswettkämpfe und Zeltlager veranstalten.

In seiner Laudatio ging Döring auf wichtige Werte ein wie Verantwortungsbewusstsein, Leistungsbereitschaft, Rücksichtnahme, Toleranz und andere mehr. Er betonte, die Geehrten erfüllten die beschriebenen Werteanforderungen in hohem Maße. Werte hielten die Menschen zusammen.

Oberbürgermeister Christian Kegel hob hervor, die Preise drückten Wertschätzung aus. Den Dank an die Preisträger verband er mit der Hoffnung, dass diese auch in Zukunft Kraft und Zeit finden mögen, diesen Weg weiterzugehen, sich für andere und das Gemeinwohl einzusetzen. »Denn ehrenamtlich Engagierte sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, sind ein wichtiger Teil unseres sozialen Gefüges, ein Teil, auf den wir nicht verzichten können.«

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser sagte, in den 35 Städten und Gemeinden im Landkreis Traunstein gebe es rund 1600 Vereine und Verbände, »das sind zirka 32 000 im Ehrenamt Tätige, wenn man von rund 20 je Institution ausgeht – ein großes Vorbild für die Jugend«. Die Preisträger übernähmen Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen, setzten sich mit Begeisterung und Ausdauer für ihre sozialen Zwecke ein, »was für Jugendliche ihres Alters durchaus nicht selbstverständlich ist«. Sie gäben mit das Kostbarste, was ein Mensch dem anderen schenken kann, Zeit. mix