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Ronja Siegler und Lea Heilig schafften die Traumnote 1,0

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Besser geht es nicht: Mit der Note 1,0 legten Ronja Siegler (Mitte) und Lea Heilig ein Spitzenabitur ab. Darüber freute sich Schulleiter Bernd Amschler. (Foto: Volk)

Traunstein – »Der Weg ist das Ziel« – unter diesem Motto stand die Entlassfeier für die 97 Abiturienten des Annette-Kolb-Gymnasiums (AKG). Schulleiter Bernd Amschler würdigte die Absolventen, die das Ziel mit hervorragenden Leistungen erreichten. Ronja Siegler und Lea Heilig legten ein Abitur mit der Traumnote 1,0 ab; insgesamt 15 Absolventen schlossen ihre Schulzeit am AKG mit der Note 1,5 oder besser ab. Mit einem Notendurchschnitt von 2,13 lag der Jahrgang deutlich über dem Abiturdurchschnitt in Bayern.


Amschler machte deutlich, dass sich die Gesellschaft im Umbruch befinde und neben die reale, schon genug komplizierte Welt eine virtuelle, digitale Welt getreten ist. Man müsse sich die Frage stellen, ob die Schule auf diese Entwicklung der Zukunft vorbereitet? Dies nur im Technischen und unmittelbar Nützlichen zu beantworten, führe nicht weiter. »Es lohnt sich, zu unterscheiden, was technisch möglich und pädagogisch sinnvoll ist, es lohnt sich zu fragen, was für das Lernen und für die Bildung folgt.«

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Amschler zeigte sich außerdem überzeugt, dass die Abiturienten viel mehr mitbringen als nur funktionales Wissen. »Setzt auf geistige Wendigkeit statt auf Sturheit, auf Sprachfähigkeit statt auf Floskeln, auf soziale Kompetenz statt auf Ellenbogen und auf Gemeinschaftsgefühl statt auf Egoismus.« Und der Schulleiter forderte die jungen Absolventen auf: »Jeder hat große und kleine Talente und Begabungen. Sie sind Geschenk und Auftrag. Glaubt an eure Talente, steigert sie und werdet damit zu unverwechselbaren Persönlichkeiten.« Er wünschte den Entlassschülern alles Gute: »Wir haben euch vorbereitet, nun müsst ihr euren Weg finden.«

Auch Stefan Hartmann, Vorsitzender des Elternbeirats, gratulierte zum erfolgreichen Abitur. Mit der Entlassfeier sei der Tag gekommen, an dem vertrautes Umfeld verlassen und neues Terrain betreten wird. »Habt Erfolg, aber nicht auf Kosten anderer, seid zielstrebig und wenn ihr fallt, steht wieder auf und traut euch etwas zu im Leben.« Oberstufenkoordinator Rudi Heid charakterisierte den Entlassjahrgang als eine Gruppe von Individualisten, bei der sich die Haltung, füreinander Verantwortung zu übernehmen und miteinander Absprachen zu treffen und gemeinsam zu entscheiden, nicht durchsetzen konnte. Dennoch haben es einige des Abiturjahrganges geschafft, dass sich letztlich alles doch wieder zum Guten gewendet habe. »Gerade diese soziale Seite empfinde ich als äußerst schätzenswert«, lobte Heid.

Paula Schlagbauer und Georg Ströher blickten stellvertretend für alle Abiturienten humoristisch, aber auch selbstkritisch auf ihre Schulzeit zurück. Die Zeit am AKG sei der bisher prägendste Teil ihres Lebens gewesen »Viele haben ein bisschen Angst vor der Zukunft, einige freuen sich einfach nur riesig«, stellte Paula Schlagbauer fest. Für alle gelte jedoch: »Die Freiheit, selbst zu entscheiden, was ich mit meinem Leben anfangen möchte.«

Die Abiturzeugnisse wurden von Schulleiter Amschler überreicht, dazu waren im Hintergrund persönliche Bilder zu sehen und von jedem der Abiturienten wurde dessen Wunschmusik gespielt. Eine ganze Reihe der Absolventen wurden für besonders herausragende Leistungen gewürdigt. Die 15 Abiturienten mit dem besten Notenschnitt erhielten Buchgutscheine. Eine einjährige Mitgliedschaft bei der Deutschen Mathematiker-Vereinigung erhielt Ronja Siegler. Über ein Jahr Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) darf sich Veronika Mayer freuen. Urkunden für Ein-Jahres-Mitgliedschaften bei der DPG bekamen außerdem Julia und Franziska Edfelder, Felix Siegl und Felicia Tradler. Franziska Edfelder wurde für ihre überragende Leistung im Fach Latein mit der Goldenen Ehrennadel des Landesverbandes Bayern des Deutschen Altphilologenverbandes ausgezeichnet. Für die Studienförderung nach dem Bayerischen Eliteförderungsgesetz wurden Ronja Siegler und Anna-Maria Schuhböck gemeldet; für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurden Ronja Siegler, Lea Heilig und Anna-Maria Schuhböck.

Nach der Entlassfeier wurden im Schulhof Luftballons losgelassen, die mit den Wünschen der Abiturienten, deren Eltern oder Großeltern in die Lüfte entschwebten. Danach ging es nach Ruhpolding, wo ein Dankgottesdienst gefeiert wurde. Mit einem gemeinsamen Abendessen und der Abiturfeier im Kurhaus ging der Tag zu Ende. pv

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