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Weitgehend abgerissen hat der Rinderzuchtverband (RZV) den alten Stall, der auf dem Gelände an der Siegsdorfer Straße stand. Nur noch  ein kleiner, überdachter Bereich (links am Rand), der an die Chiemgau-Halle grenzt, ist stehen geblieben. Wenn die Abbrucharbeiten zu Ende gehen,erfolgt der Neubau. (Foto: Pültz)

Rinderzuchtverband errichtet Neubau mit Stall und Halle

Traunstein – Der Rinderzuchtverband (RZV) hat damit angefangen, seinen Standort an der Siegsdorfer Straße in Traunstein von Grund auf zu erneuern. In einem ersten Schritt entfernt er nun zunächst einmal den alten, baufälligen Stall. Der Abriss läut seit Anfang August auf Hochtouren und geht nach Angaben von Bernhard Reiter, dem Geschäftsführer des Rinderzuchtverbands, im September zu Ende. Wenn dann das Gebäude abgebrochen und die Fläche vorbereitet ist, beginne der Neubau. Und in einem letzten Schritt erfolge schließlich der Abbruch der Chiemgau-Halle. Reiter spricht von Investitionen, die »im mittleren siebenstelligen Bereich« liegen.


Der RZV Traunstein mit Mitgliedern im ganzen Landkreis will schon seit Jahren eine neue Anlage für die Vermarktung der Tiere bauen. Hatte er lange Zeit auch eine Absiedlung aus Traunstein in Erwägung gezogen, so entschied er sich dann aber, zu bleiben und den Standort an der Siegsdorfer Straße umzubauen. So stellte er schließlich im Rathaus der Stadt Traunstein einen Bauantrag für die »Wiedererrichtung des Rinderstalls mit Auktionshalle«. Und nach der Genehmigung geht er nun ans Werk.

Die gesamte Anlage rücke, wie Reiter die Planung erläutert, ein Stück weit nach Osten in Richtung Bundesstraße 306 – womit sie sich von den Wohnhäusern entferne. Der Neubau enthalte insbesondere einen Raum für die Versteigerung der Tiere. Gemessen an den Verhältnissen, die jetzt noch im alten Gebäude gegeben sind, werde diese Auktionshalle viel kleiner ausfallen. So biete der Verkaufsraum in der Chiemgau-Halle derzeit rund 1200 Personen Platz, künftig seien dann nur noch maximal 199 Besucher zulässig. Der Grund für die Verkleinerung: Im Vergleich zu früher kommen laut Reiter heutzutage viel weniger Bauern mit ihren Tieren zur Versteigerung und bleiben dann auch nicht von früh bis spät in der Halle.

Schritt für Schritt gibt sich der Rinderzuchtverband nun einen von Grund auf neu zu errichtenden Standort. Zum Auftakt in die Gesamtbaumaßnahme sei nun der Abriss des alten Stalles im Gange, so Reiter. Bis auf einen kleinen überdachten Teil werde das Gebäude entfernt. In dieser Phase unberührt bleiben laut dem Geschäftsführer auch die Chiemgau- und die neben ihr stehende Zelthalle. Schließlich seien die Anlieferung und die Vermarktung der Tiere weiter sicherzustellen.

Abriss der Chiemgau-Halle im Jahr 2024

Auf den – weitgehenden – Abbruch des alten Stalls, der im nächsten Monat zu Ende geht, folge die Errichtung eines neuen. Das Gebäude, das dann Schritt für Schritt entsteht, diene nicht nur der Versorgung der Tiere, sondern auch ihrer Vermarktung: Der Neubau beinhalte einen Stall, eine Markthalle für die Versteigerung der Tiere und ein Bergelager für die Aufbewahrung von Stroh. Erst wenn der Neubau steht und der Rinderzuchtverband den Betrieb dort aufgenommen hat, geht er an den Anriss der Chiemgau-Halle. Der RZV plane, so Reiter, dass die alte Heimstätte der Vermarktung 2024 entfernt wird. Doch er macht deutlich, dass der Rinderzuchtverband den gesamten Zeitplan, angefangen mit dem Neubau 2022 und 2023 und abgeschlossen mit dem Abriss der Chiemgau-Halle 2024, nur dann einhalten könne, wenn alles klappt – wenn er also Handwerker und Betriebe bekommt, die alle Arbeiten nach Wunsch des RZV erledigen.

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