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Resolution für mehr verkaufsoffene Sonntage

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Foto: Eva Schneider/Große Kreisstadt Traunstein

Geschäfte bleiben zu: Lindlsonntag und Jahrmarkt in Traunstein abgesagt


Traunstein - Der verkaufsoffene Lindlsonntag, der am 11. April in der Innenstadt geplant gewesen wäre, ist wegen der Verlängerung des Lockdowns abgesagt. Das gab Thomas Miller als Vorsitzender des veranstaltenden Vereins »Traunstein erleben« jetzt bekannt. Auch die Stadt Traunstein sagt ihren am Lindlsonntag geplanten Jahrmarkt ab. Um den Handel in der Innenstadt bestmöglich fördern zu können, haben Vertreter des Handels mit Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer eine Resolution verfasst. Gemeinsam fordern sie größere Spielräume für verkaufsoffene Sonntage und Abendöffnungen.

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Bisher ist für eine derartige Veranstaltung immer ein Anlass notwendig: ein Jahrmarkt, eine Messe oder Ähnliches. Ohne eine solche Veranstaltung ist es nicht erlaubt, die Geschäfte sonntags oder bis in die Nacht zu öffnen. Dazu erklärt Oberbürgermeister Dr. Hümmer: »Die Corona-Pandemie hat den Einzelhandel in den bayerischen Städten und Gemeinden wirtschaftlich schwer getroffen. Die Umsatzrückgänge waren und sind besorgniserregend.«

Deshalb heißt es in der Resolution: »Um die drastischen Umsatzeinbußen nur annähernd zu kompensieren, müssen in dieser existenzgefährdenden Situation für den Handel auch Maßnahmen umgesetzt werden, die die Einkaufsmöglichkeiten an Sonntagen erleichtern. Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Traunstein und die Traunsteiner Wirtschaft fordern daher die Schaffung größerer Spielräume für die Festsetzung verkaufsoffener Sonntag und Abendöffnungen.«

Konkret müsse die in Paragraf 14 des Ladenschlussgesetzes des Bunds ermöglichte Öffnung von jährlich vier verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen dadurch erleichtert werden, dass der vorgeschriebene Anlass entfällt.

Verkaufsoffene Sonntage wie bisher an Märkte zu koppeln, die von vielen Kommunen nur zum Schein organisiert würden, hemme die Wirtschaft und schwäche die Kaufkraft, heißt es in der Resolution. Vier verkaufsoffene Sonntage jährlich, einer pro Quartal, ausschließlich an nicht besonders geschützten Sonn- und Feiertagen, wären eine angemessene Entbürokratisierung und eine erhebliche Vereinfachung für die Verwaltung. Dies würde die wirtschaftlichen Interessen und den zurecht bestehenden Sonntagsschutz in einen schonenden Ausgleich bringen, so Dr. Hümmer. Eine Öffnung an den Adventssonntagen komme für ihn nicht in Frage. Zudem müssten für sogenannte Eventöffnungen im Sinne von Paragraf 23 des Ladenschlussgesetzes verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr an vier Werktagen im Jahr möglich sein. »Auch hierfür muss der Anlassbezug als das Bewilligungskriterium des öffentlichen Interesses, gänzlich entfallen«, fordern die Vertreter der heimischen Wirtschaft.

Unterzeichnet haben die Resolution Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Thomas Miller als Vorsitzender von »Traunstein erleben e.V.«, Jürgen Pieperhoff als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, Thomas Eberl als Vorsitzender des Bunds der Selbstständigen – Gewerbeverband Traunstein & Umgebung e.V., Ernst Haider als Vorsitzender des Handelsverbands Bayern – Der Einzelhandel e.V. und Klaus Lebek als Kreisvorsitzender des DEHOGA Bayern, Kreisstelle Traunstein. fb

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