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Renovierte Fahne der Kameradschaft Kammer wird geweiht

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Ein »kulturelles Hochgut erster Güte« ist die Fahne der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer aus dem Jahr 1885. In rund 300 Arbeitsstunden wurde sie mit einem Kostenaufwand von rund 13 000 Euro aufwändig restauriert.

Traunstein – Die Vereinsfahne der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kammer aus dem Jahr 1885 wird bei einer Festveranstaltung am Donnerstag (Mariä Himmelfahrt) wiedergeweiht. Experten sind sich einig, dass es ein Schmuckstück von herausragender historischer Bedeutung ist.


Mit großem Aufwand wurde die prächtige Fahne mit der ausgeprägten Reliefstruktur von Spezialisten der Firma Jaeschke in Engelsberg restauriert. Rund 300 Arbeitsstunden waren nötig, um die wertvollen Stickereien zu erneuern. Die Kosten liegen bei rund 13.000 Euro.

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Überdies ließ man auch die drei Fahnenbänder aus jener Zeit restaurieren, was noch einmal einen vierstelligen Betrag gekostet hat. Der wertvolle Löwe an der Spitze der Fahnenstange wurde in München hergerichtet.

Die Feier zur Wiederweihe beginnt am Donnerstag ab 8.15 Uhr mit dem Eintreffen der Vereine und einem zünftigen Frühschoppen beim Wirtsstadel in Kammer. Um 9.30 Uhr ist Aufstellung zum Kirchenzug. Die um 10 Uhr beginnende Messe in der Pfarrkirche Johannes der Täufer wird Pfarrer Christoph Zirkelbach zelebrieren und während des Gottesdienstes Fahne und Bänder weihen.

Anschließend um etwa 11.15 Uhr führt der Festzug zum Gasthaus zur Post in Kammer, wo die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Mittagessen und einem gemütlichen Beisammensein ausklingen wird. Für die musikalische Gestaltung von Frühschoppen, Messe und anschließendem Beisammensein sorgt die Kapelle Boarisch Blech unter der Leitung von Engelbert Ober.

Teilnehmen werden an der Festveranstaltung neben den Ortsvereinen Abordnungen vom Patenverein aus Otting sowie die Kameradschaften Traunwalchen, Nußdorf und Haslach. KSK-Vorsitzender Robert Maier erwartet einige Hundert Gäste.

Fähnrich Karl Stitzl sammelte mit großem Engagement Spenden für das Projekt. Sogar das Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, Franz Herzog von Bayern, öffnete seine Schatulle und spendete für die Erneuerung der prächtigen Fahne mit dem bayerischen Wappen. Die KSK Kammer entschloss sich zur Restaurierung, sofern bei der Festwoche anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins im Jahr 2017 genügend Geld übrig bleiben würde. -K.O.-