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Foto: Stadtverwaltung

PV-Anlage auf dem Rathaus: Schritt für Schritt in Richtung Stromgewinnung

Traunstein – Auf dem Dach des Rathauses gewinnt die Stadt in Kürze jede Menge Strom zur Deckung des Eigenbedarfs. Seit rund drei Wochen läuft wie geplant der Bau einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage). Jetzt ist in etwa Halbzeit auf der Baustelle hoch über dem Stadtplatz. So hat Eva Schneider, Pressereferentin der Stadtverwaltung, auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitgeteilt, dass das Werk voraussichtlich in rund drei Wochen vollbracht sei – und dass die Stadt dann die Anlage in Betrieb nimmt. 


Auf Antrag der Traunsteiner Liste (TL) hatte der Ausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung des Stadtrats die Verwaltung im Juli 2020 einstimmig beauftragt, ein Konzept für die Stromgewinnung auf dem Rathausdach auszuarbeiten. Alsdann folgten interne Planungen im Rathaus, die Verwaltung zog auch externe Fachleute hinzu. Schließlich vergab der Ausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung im Mai dieses Jahres den Auftrag für die Errichtung einer PV-Anlage an die Firma Abel ReTec GmbH & Co. KG in Engelsberg.

Anfang diesen Monats ging's dann los. »Die Bauarbeiten haben in der Kalenderwoche 31 begonnen«, sagte Schneider. Rund sechs Wochen benötige die Firma, bis die Stromgewinnung auf dem Rathausdach steht. So gehen die Bauarbeiten laut der Pressereferentin voraussichtlich Mitte September in der Kalenderwoche 37 zu Ende.

Die PV-Anlage auf dem Rathausdach besteht nach Angaben von Schneider aus 123 Modulen á 375 Watt (W). In der Summe ergebe sich damit eine Leistung von circa 46 Kilowatt Peak (kWp). Damit gehört sie zu den großen Anlagen. Zum Vergleich: Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern haben meist eine Leistung zwischen vier und zehn kWp. Die Stadt gewinnt Strom, wenn die Sonne scheint. Und Energie, die sie nicht sogleich benötigt, legt sie zur Seite. So ist das Herzstück der Anlage ein Speicher, der laut Schneider eine Kapazität von 22 Kilowattstunden (kWh) aufweist.

Die Anlage gewinne künftig im Jahr voraussichtlich circa 51 000 kWh aus der Kraft der Sonne. Die Anlage versorgt künftig das Rathaus – ohne Tiefgarage. Wie viel Geld die Stadt aus der Kasse nehmen muss, steht nach Angaben von Schneider noch nicht fest. »Die genauen Kosten können wir erst nach Abschluss der Maßnahme nennen.«

»Dass wir auf dem Dach des Rathauses eine Photovoltaikanlage bekommen, ist wichtig, ja längst überfällig«, sagte Oberbürger­meister Dr. Christian Hümmer. Er freue sich schon, »wenn wir unseren ersten 'eigenen' Strom im Rathaus nutzen können«.

Und Oberbürgermeister Hümmer kündigte an, die Stromgewinnung auszubauen und auf dieses Projekt weitere folgen zu lassen. »Wir werden Dächer weiterer städtischer Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Auf unserem Weg hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz ist das ein weiterer Schritt.« pü

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