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Foto: Pültz

Projekt Neubau Berufsschule I: Landkreis sucht Zusammenarbeit mit Planern

Traunstein – Der Landkreis setzt sich ein großes Ziel: In den nächsten Jahren will er einen Neubau für die Staatliche Berufsschule I in Traunstein errichten. Er möchte das Vorhaben auf dem Schulgelände an der Wasserburger Straße verwirklichen. Erste Schritte unternimmt er jetzt: Er sucht die Zusammenarbeit mit Planern, die das Projekt entwerfen. Insgesamt rechnet er, wie Laura Lockfisch vom Landratsamt auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts berichtete, mit Kosten in Höhe von »mindestens 100 Millionen Euro«.


Der Landkreis kümmert sich um die drei Staatlichen Berufsschulen in Traunstein – und er will sie in die Zukunft führen. Da und dort sind die Gebäude bereits in die Jahre gekommen, alt sind sie und eng. Wenig Platz steht zur Verfügung. So will der Landkreis etwa auch die Staatliche Berufsschule III für Hauswirtschaft und Kinderpflege auf Vordermann bringen – wobei er in diesem Fall auf Widerstand stößt. So hatte er ursprünglich eine Erweiterung des bestehenden Standorts an der Schnepfenluckstraße geplant. Weil Bürger das Vorhaben, das mit dem Fällen von Bäumen verbunden wäre, kritisierten, legte er diese Planung jedoch auf Eis und begann damit, nach Alternativen für eine Erweiterung des bestehenden Standorts zu suchen.

Auch die Staatliche Berufsschule I für gewerbliche Berufe will der Landkreis fit für die Zukunft machen. Ein Projekt am Standort nimmt er ins Visier: Den Alt- will er durch einen Neubau ersetzen. Das Vorhaben gewinnt allmählich Konturen.

Der Neubau entsteht – wie Laura Lockfisch mitteilte – auf dem bisherigen Parkplatz. Größe und Dimension werden ihren Angaben zufolge im kommenden Jahr erarbeitet. Der Schulbetrieb könne in den bisherigen Räumen ungehindert weiterlaufen – und zwar so lange, bis der Neubau fertig ist und umgezogen wird. Danach erfolge der Abriss des alten Gebäudes.

Der Landkreis will die Planungen laut Lockfisch bis Mitte oder Ende 2023 abschließen. Und nach dem Ende der Planungen beginne dann der Bau. Auf jeden Fall sei mit einer Bauzeit von mehreren Jahren zu rechnen – inklusive des Abrisses des Bestandsgebäudes. »Die Kosten für die Maßnahme können erst im Zuge der Planung ermittelt werden«, so die Mitarbeiterin der Behörde. »Wir gehen derzeit von mindestens 100 Millionen Euro aus.« Die Auswahl der Planer sei erfolgt. Hier seien jetzt noch die entsprechenden Einspruchsfristen abzuwarten, dann beginne die Arbeit.

Landrat Siegfried Walch betont: »Unsere Grundprämissen lauten: Wir wollen einen modernen Baustil, der auch architektonisch und städtebaulich ansprechend ist. Schüler und Lehrer sollen sich im Gebäude wohlfühlen und erleben, welchen herausragenden Stellenwert die berufliche Bildung bei uns im Landkreis Traunstein hat.« Was das Thema Energie und Ökologie betreffe, so setze der Landkreis auf KfW40+-Standard mit regenerativem Heizmaterial, PV- beziehungsweise Solaranlagen und – wenn möglich – Dachbegrünung.

Und weiter führt der Landrat aus: »Ebenso setzen wir bei den Baumaterialien, soweit technisch möglich, auf nachwachsende Rohstoffe, insbesondere auf Holz. Wir wollen bestmöglich in die Höhe und in die Tiefe bauen, um die vorhandenen Flächen optimal zu nutzen.«

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