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Probleme am Heilig-Geist-Steg: »Sehr viele mögliche Fehlerquellen«

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Traunstein: Probleme am Heilig-Geist-Steg – "Sehr viele mögliche Fehlerquellen"
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An der abgedeckten Stelle passen die beiden Brückenteile des Heilig-Geist-Stegs nicht zusammen. Das Staatliche Bauamt spricht von »vielen möglichen Fehlerquellen« und sucht nach Lösungen. (Foto: Reiter)

Traunstein – Die Probleme am Heilig-Geist-Steg sind nach wie vor nicht behoben. Die Schüler aus Hufschlag, für die die Brücke gebaut wurde, müssen weiterhin die viel befahrene Bundesstraße überqueren. Denn zwischen den beiden Brückenteilen klafft eine Lücke.


»Eine schnelle Ermittlung der Ursache für das Nicht-Zusammenpassen ist nicht möglich,« sagte Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. »Aufgrund der Komplexität der Konstruktion gibt es sehr viele mögliche Fehlerquellen.«

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Die Komplexität liege im Wesentlichen darin, dass das planmäßig gekrümmte und in zwei Achsen geneigte Tragwerk aus einer Vielzahl von einzelnen Stahlteilen zusammengeschweißt worden sei, von denen wiederum eines, mehrere oder alle theoretisch eine Maßabweichung aufweisen könnten, so Florian Paukner, der Leiter der Abteilung Konstruktiver Ingenieurbau beim Staatlichen Bauamt. Eine weitere Möglichkeit wäre, »dass sich die gesamte Konstruktion oder Teile davon aufgrund noch nicht identifizierter Einflüsse unerwartet verformt haben«.

Die beiden Bauwerkshälften seien inzwischen von beiden Seiten – also vom Staatlichen Bauamt und der Brückenbaufirma – mittels 3D-Laserscan in ihrer Lage aufgenommen worden. »Die beiden Aufnahmen stimmen sehr genau überein«, informierte Florian Paukner. Das bedeute aber auch, dass eine einfache und schnelle Ermittlung der Ursache für das »Nicht-Zusammenpassen« der Brückenteile nicht möglich sei.

»Neben der Ursachenforschung wird parallel dazu selbstverständlich auch nach möglichen Lösungen gesucht«, betonte der Ingenieur. Als erster Ansatz werde jetzt geprüft, ob es möglich ist, dass durch Anpassung der Lagerstellen, das heißt an den Stützen und Widerlagern, »ein geometrischer und statisch vertretbarer Zustand hergestellt werden kann, der ein endgültiges Verbinden der beiden Hälften erlaubt«. KR