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Konrad Roider, bislang Administrator in Traunstein, wird am 1. Januar neuer Stadtpfarrer. (Foto: A. Zannantonio)

Pfarradministrator steigt auf zum Stadtpfarrer

Traunstein – Die Suche ist zu Ende: Ein Jahr nach dem Weggang von Georg Lindl hat das Erzbischöfliche Ordinariat nun einen neuen Stadtpfarrer gefunden.


Konrad Roider, der bereits seit 2021 als Administrator in Traunstein die Verantwortung trägt, übernimmt künftig die Leitung des Verbandes, der aus den Pfarreien St. Oswald und Heilig Kreuz in Traunstein, Mariä Verkündigung in Haslach, St. Johann Baptist in Kammer und St. Georg in Surberg besteht. Bernhard Kellner von der Pressestelle des Ordinariats hat am gestrigen Montag mitgeteilt, dass Dekan Konrad Roider (40), bisher Leiter des Pfarrverbands Am Tachinger See und Dekan des Dekanats Baumburg, seine neue Stelle als Pfarrer in Traunstein zum 1. Januar 2023 antrete.

Roider bleibe Leiter des Pfarrverbands Am Tachinger See. Diese Aufgabe übe er ebenso wie die Tätigkeit als Pfarradministrator der Pfarrei St. Nikolaus Übersee weiter aus, bis langfristige Lösungen für deren Leitungen gefunden sind. »Die entsprechenden Stellen werden ausgeschrieben«, so Kellner.

Alles andere als leicht war die Aufgabe für die Kirche gewesen, einen Nachfolger für Georg Lindl zu finden. Nach elf Jahren verließ er 2021 die Stadt, weil er, wie er damals sagte, noch einmal einen Neubeginn suchte. Auf eigenen Wunsch ließ er sich nach Gauting versetzen. Ende Juli des vergangenen Jahres feierte er seinen Abschied in einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Oswald. Lindl hätte damals gerne, wie er ausführte, einen direkten Nachfolger präsentiert. Doch er berichtete dann, dass er mit keinem seiner Vorschläge im Ordinariat auf offene Ohren gestoßen sei.

Nach dem Weggang von Lindl blieb die Stelle des Stadtpfarrers in der Folgezeit unbesetzt. Das Ordinariat holte sich Hilfe aus Taching und berief den dortigen Pfarrer Konrad Roider zum Administrator in Traunstein. Unterdessen ging die Suche nach einem neuen Pfarrer für die Stadtkirche weiter.

Ende Februar dieses Jahres schienen die Bemühungen der Kirche dann von Erfolg gekrönt zu werden: Das Ordinariat teilte damals mit, dass Klaus Vogl, der Leiter des Dekanats Wasserburg und des Pfarrverbands Rott am Inn, die Stadtkirche übernehme. Die Sprachregelung damals: Vogl werde seinen Dienst in Traunstein am 19. September antreten. Wenn er seine Arbeit in seiner neuen Stelle aufnehme, dann verabschiede sich Pfarrer Roider aus Traunstein. Der Administrator werde dann nicht mehr gebraucht. Roider war froh, wie er damals mitteilte, dass das Ordinariat die Nachfolge in Traunstein geregelt habe. Er freue sich, denn nun wisse er, wie lange er noch Administrator bleibe.

Dann aber kam alles anders: Vogl ging doch nicht nach Traunstein. Damit blieb die Stelle des Stadtpfarrers weiter unbesetzt – und Pfarrer Konrad Roider behielt die Aufgabe, die Stadtkirche als Administrator zu führen.

Mit Ablauf dieses Jahres wird nun aus der Übergangs- eine Dauerlösung: Am 1. Januar 2023 wird Roider neuer Stadtpfarrer in Traunstein. Roider war am gestrigen Montag nicht erreichbar.

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