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Zweiter Vorstand Martin Schweiger (links) und Vorstand Simon Schreiber (rechts) mit dem neuen Ehrennadelträger Bernhard Bauhofer (Zweiter von links) und dem neuen Ehrenmitglied Paul Zeiser. (Foto: Teresa Hain)

Paul Zeiser zum Ehrenmitglied des Georgivereins ernannt

Traunstein – Zwei besonders treue Mitglieder wurden vom St.-Georgs-Verein Traunstein bei der Rittnachlese geehrt. Paul Zeiser wurde zum Ehrenmitglied ernannt, Bernhard Bauhofer erhielt die Ehrennadel des Vereins.


Die Ehrenmitgliedschaft sprach Vorstand Simon Schreiber Paul Zeiser aus. Zeiser sei im Alter von acht Jahren, im Jahre 1958, Pfeifferlbua geworden und war das viele Jahre. Seit Jahrzehnten geht er als Landsknecht bei der historischen Gruppe mit. Besonders verdient machte sich Zeiser seit 1990: Seitdem leitet er die Pfeifferlgruppe und lernt Jahr für Jahr neue Pfeifferlbuam und -dirndln an.

Bernhard Bauhofer war 14 Jahre, von 2006 bis 2020, zweiter Kassier des Vereins und hat auch die neuen Kassierinnen mit eingearbeitet. Er war in diesen Jahren mit dem Rittzeichenverkauf bei den Rittbitten betraut, fuhr zu den auswärtigen Ritten, um die für den Verein reitenden Rosserer auszuzahlen, und übernahm jede Aufgabe, bei der er gebraucht wurde. Für seinen Einsatz wurde ihm die Ehrennadel des St.-Georgs-Vereins verliehen.

Bei der Rittnachlese im Gasthaus Sailer-Keller sagte Schreiber, dass der erste Georgiritt nach der Coronapandemie ein voller Erfolg gewesen ist. Der Segen sei für Ross und Reiter, Haus und Hof erteilt worden. Außerdem sei der Ritt unfallfrei verlaufen. »Die sehr anstrengenden Vorbereitungen der letzten Wochen haben sich gelohnt, wir haben alles gegeben und es war die richtige Entscheidung, den Ritt durchzuführen.« Die Anzahl der Pferde mit 311 sei laut Schreiber trotz aller Umstände recht gut und absolut zufriedenstellend gewesen. Zuschauermäßig sei man bei einer neuen Höchstzahl angelangt, denn schätzungsweise haben 30 000 Besucher die Straßen und Plätze entlang der Zugstrecke gesäumt.

»Die Rittzeichen gingen aufgrund der vielen Menschen relativ früh aus. Wir bedauern das schon, weil die Nachfrage da gewesen wäre und uns das Geld gutgetan hätte. Andererseits spenden aber auch viele Leute auf Nachfrage im Nachhinein kleine Beträge an den Verein, um ihn zu unterstützen.« Die stärkste Landgemeinde war Kammer mit 48 teilnehmenden Pferden, gefolgt von Erlstätt mit 29.

Am Ritt teilgenommen hat auch der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Er durfte in der Ehrenkutsche des Oberbürgermeisters mitfahren. »Für uns war es eine Ehre, dass der bayerische Landesvater zu uns kam und uns so seine Wertschätzung entgegengebracht hat.«

Wie Schreiber außerdem berichtete, sei das Medieninteresse am Ritt heuer besonders groß gewesen. Dutzende Fernseh- und Radiostationen, an die 50 Journalisten und Verlage haben sich gemeldet. »Das zeigt uns, dass es den Leuten und allen sehr gutgetan hat. Das Wetter hat gepasst und so hat sich Traunstein so präsentiert, wie es besser nicht hätte sein können.«

Dem stimmte auch Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer voll zu. »Der Mut eurer Vorstandschaft, den Georgiritt am Ostermontag zu organisieren und zu veranstalten, wurde mehr als belohnt.« Hümmer sprach von einem perfekten Tag für die Stadt, den Chiemgau und die ganze Region.

Monika Stockinger informierte über das gute Ergebnis im Café St. Georg und dass sie mit ihrer Mannschaft fast 1500 Euro erwirtschaftete. In der Vereinshütte konnten Gabi Schreiber und Astrid Angerer den Verkauf von Zeichen und anderen Artikeln steigern und kamen so auch auf ein sehr gutes Ergebnis von über 1500 Euro. Die Gelder werden dem Verein überlassen, um den Ritt finanzieren zu können.

Helmut Lapper sprach über eine sehr ruhige Nacht für die Stallwachen im Stallzelt. Dieses sei notwendig gewesen, da ein Verbleiben der Pferde im Stall der Chiemgauhalle nach deren Dacheinsturz nicht mehr möglich ist. »Es ist eine sehr gute Alternative, die auch Zukunft hätte.«

Vorstand Simon Schreiber lobte alle Helfer, die zu dieser Gemeinschaftsleistung beigetragen haben. Auch die Zusammenarbeit mit BRK, Feuerwehr, Polizei, Pfarrei und Stadt habe bestens funktioniert. »Es gibt nur Kleinigkeiten, die wir für das nächste Mal anpassen müssen.« Ein besonderes Lob galt den beiden neuen Kassierinnen Andrea Maier und Teresa Hain. Sie haben ihren »ersten Ritt in Sachen Abrechnung« perfekt vorbereitet und umgesetzt. Maier und Hain erhielten Blumensträuße. Blumen gab es auch für Inge Pistotnik. Nach Jahrzehnten in der Verkaufshütte übergab sie das Heft in jüngere Hände, unterstützt den Verein aber weiter mit vollem Tatendrang.

Musikalisch umrahmt wurde die Rittnachlese von Alexander Hofmeister aus Traunstein an der Ziach und den Geschwistern Hundmayer aus Siegsdorf.

Zum Schluss sprach Vorstand Simon Schreiber noch den Wunsch und die Vorfreude aus, auch im kommenden Jahr wieder einen Georgiritt abhalten zu können.

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