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Offener Raum Traunstein: »Das Interesse wird immer größer«

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Offener Raum Traunstein (O.R.T.) öffnete vor gut einem Jahr seine Türen
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Reich an Veranstaltungen ist das Programm im Offenen Raum Traunstein (O.R.T.).

Traunstein – Die Abkürzung O.R.T. steht für »Offener Raum Traunstein«. Und hinter dieser Einrichtung stecken viele junge Leute, die sich im unteren Gewölbesaal des alten Vereinshauses treffen, um Jazz zu spielen und zu hören, um Kleider zu tauschen oder aber auch um gemeinsam einen Film anzuschauen. Jeder ist willkommen, keiner muss etwas bezahlen.


Vor gut einem Jahr sind die Türen im Offenen Raum aufgegangen. Im November 2018 war die erste Veranstaltung, im März 2019 gründeten die Betreiber der Einrichtung einen Verein. »Das Interesse wird immer größer«, freut sich Robert Heigl, der zum Vorstand gehört, im Interview mit dem Traunsteiner Tagblatt über einen guten Start des Projekts.

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Wie groß ist das Interesse am Offenen Raum – jetzt rund ein Jahr nach der Eröffnung?

Wir merken, dass immer mehr Menschen von uns wissen. Die Veranstaltungen sind meistens gut besucht, und es kommen viele neue Anfragen mit tollen Ideen.

Wer geht ein und aus?

Es zeigt sich, dass, wie in der Vereinssatzung als Ziel formuliert, sämtliche Generationen vertreten sind. Das Publikum ist bunt gemischt. Es gibt mittlerweile viele bekannte Gesichter und laufend lernen neue Menschen den O.R.T kennen.

Welche Veranstaltungen sind besonders gut besucht?

Gut besucht waren bis jetzt die Konzerte. Aber auch bei den Tanzangeboten, zum Kleidertausch oder zum gemeinsamen Filmabend ist der Offene Raum häufig gut besucht.

Lassen Sie uns zurückblicken. Welche drei herausragende Höhepunkte standen auf dem Programm im ersten Jahr?

Robert Heigl vom Vorstand: »Das Publikum ist bunt gemischt.«

Es gab eine Vielzahl an Höhepunkten. Was besonders viele begeistert hat, war eine »Jazz Session« bei uns im September. Aber auch der Kleidertausch bei Kaffee und mitgebrachten Kuchen war ein Höhepunkt. Hier konnte man spüren, was für ein toller Raum für Begegnung und gleichzeitig nachhaltiges Handeln der O.R.T sein kann. Ebenfalls sehr gelungen war der familienfreundliche Jahreswechsel im O.R.T.

An welche Begebenheit erinnern Sie sich besonders gern?

Für den Drachenbaum, der bei uns im O.R.T steht, waren wir auf der Suche nach einem passenden Topf. Deshalb haben wir eine Kontaktanzeige für die »Adrette Drachenbaumdame« verfasst und sie an ihr befestigt. Schon kurz darauf fand sich ein passender Topf mit Erde und einer freundlichen Antwort auf die Anzeige vor unserer Tür.

Was hat Ihnen nicht so gut gefallen?

Wenig. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Paten finden, um den O.R.T. finanziell auf sichere Beine zu stellen.

Als sie vor einem Jahr loslegten, sagten Sie, dass Sie einen Raum schaffen wollen, der mit der Kreativität der Menschen gefüllt wird. Haben Sie dieses Ziel erreicht?

Auf jeden Fall. Die Veranstaltungen sind sehr vielfältig. Dadurch, dass wir keine Raummiete verlangen, können Ideen umgesetzt werden, denen sonst womöglich der passende Raum fehlen würde.

Eintritt zu den Veranstaltungen, die Sie anbieten, verlangen Sie nicht. Doch Sie müssen eine Miete bezahlen. Wie schwer fällt Ihnen die Finanzierung des Offenen Raumes?

Das vergangene Jahr konnten wir den Raum und weitere anfallende Kosten dank der Spenden vor Ort und einiger Patenschaften gerade so finanzieren. Um wirklich dauerhaft sicher finanziert zu sein und nötige Anschaffungen tätigen zu können, benötigen wir 100 Quadratmeter Paten. Ein Quadratmeter kostet vier Euro im Monat. Ein echtes Schnäppchen also. Für das Jahr 2020 sind noch einige Paten gesucht.

Wie sichern Sie den Fortbestand des Offenen Raumes auf Dauer?

Über die Arbeit an einer zuverlässigen Finanzierung hinaus, durch unseren persönlichen Einsatz für den O.R.T und mit hoffentlich vielen weiteren Traunsteinern, die sich einbringen.

Welche Pläne verfolgen Sie?

Der Offene Raum soll noch bekannter werden. Sonst verfolgen wir keine großen Pläne. Der Offene Raum und die Menschen, die ihn nutzen, dürfen uns da überraschen.

Gernot Pültz

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