Öffnung des Schwimmbads noch nicht in Sicht

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Eine neue Attraktion wartet auf die Besucher des Schwimmbads: Bereits vor einiger Zeit hat die Stadt eine neue Rutsche aufgestellt. Wann die ersten Familien die Attraktion das erste Mal ausprobieren können, ist nach wie vor offen. Eine Öffnung der Schwimmbäder im Land ist noch nicht in Sicht. (Foto: Pültz)

Traunstein – Offen bleibt vorerst, wann die Stadt Traunstein ihr Freibad in Corona-Zeiten aufmachen darf. Auf Anfrage von Susanne Deckert (Initiative Traunstein) im Stadtrat sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU), dass die Stadt die Vorbereitungen treffe, um dann startklar zu sein, wenn das Okay zum Öffnen der Schwimmbäder kommt.


Viele Anfragen stellten die Stadträte in der Sitzung, die wieder im Großen Saal im Landratsamt stattfand. Deckert erinnerte daran, dass normalerweise in diesen Wochen des Jahres immer das Schwimmbad in der Daxerau aufmacht – und dass die Bürger nun schon »ganz heiß« auf die Badesaison seien.

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Doch Corona macht Groß und Klein – wie auch der Stadt, der die Hände gebunden sind – fürs Erste einen Strich durch die Rechnung. Hümmer erläuterte, dass die Stadt kein Konzept aufstellen könne. Denn seinen Angaben zufolge fehlen schlicht und ergreifend rechtliche Vorgaben aus München. Auch der Gesundheitsminister wisse nicht, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt und wann die Schwimmbäder wieder aufgemacht werden können. Die Stadt Traunstein bereite sich aber auf die Öffnung vor – wann immer sie auch möglich sein wird. Hümmer: »Wir rüsten uns, damit wir dann startklar sind, wenn's soweit ist.« Und Schwimmbadreferent Denis Holl (SPD/Die Linke) ergänzte: »Wir sind zuversichtlich und bereiten uns vor.«

Holl war es auch gewesen, der eingangs der Anfragen, wie er sagte, die Anregung eines Bürgers weitergab, mehr Sitzplätze auf dem Stadtplatz zu schaffen. Der Oberbürgermeister meinte, dass die Stadt dieser Anregung nachkommen werde – vorausgesetzt, sie lasse sich realisieren.

Rolf Wassermann (CSU) berichtete, dass er – mit Hilfe der Stadtgärtnerei – aus 30 Eicheln kleine Bäumchen gezogen habe und nun Paten für sie suche. Hümmer sagte zu, dass die Stadt sie übernimmt und einpflanzt.

Wilfried Schott (Bündnis 90/Die Grünen) führte aus. ein Bürger habe ihn angesprochen und gefragt, warum die Stadt noch kein GTL-Diesel einsetzt. Der große Vorteil sei, dass dieser Kraftstoff – er wird aus Erdgas gewonnen – biologisch abbaubar sei. Der Bürger habe sich auch in der Stadtverwaltung gemeldet, entgegnete Hümmer. Bislang gebe es wenige Erfahrungen mit dem GTL-Diesel. Der Oberbürgermeister versprach eine Prüfung.

Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, dass immer wieder einmal Staub auf dem Festplatz aufgewirbelt werde – Staub, der dann den Anliegern zusetze. Sie schlug vor, den Festplatz einmal am Tag – vielleicht um 11 Uhr – mit Wasser zu bespritzen.

»Wir kennen das Problem«, meinte der Oberbürgermeister. Die Stadt habe drei Möglichkeiten und könne den Platz asphaltieren, mit Wasser besprühen und auch versuchen, den Staub mit Salz zu binden.

Richard Hagenauer, im Rathaus Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, erläuterte, dass sich die Staubproblematik »weitestgehend auf den April beschränkt«. Er schlug vor, den Festplatz »partiell zu bewässern«. Hagenauer: »Wir wollen Brauchwasser verwenden – kein Trinkwasser.« Hümmer sprach von einer »guten Lösung«.

Dr. Patrick Nepper (Bündnis 90/Die Grünen) fragte an, wann denn heuer das Stadtradeln stattfindet. Der Oberbürgermeister antwortete ihm, dass die Aktion im Juli geplant sei.

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