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Seit über 20 Jahren besucht der Nikolaus die Kinder im Mütterzentrum.

Nikolaus im MüZe: Seit über 20 Jahren besucht er die Kinder

Traunstein – Rudolf Preuster besucht als Nikolaus seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich die Kinder in den Einrichtungen des Traunsteiner Mütterzentrums (MüZe). Heuer war er an zwei Tagen in der Einrichtung an der Vonfichtstraße.


Gegründet wurde das MüZe im November 1985, als sich eine Initiative aus Stillgruppe und Mutter-Kind-Gruppen entwickelte. Fünf Monate später gründeten die Initiatoren einen Verein und wurden noch im gleichen Jahr vom Bayerischen Sozialministerium als eine von drei Initiativen ausgewählt, die eine Modellförderung bekamen. Schnell war das MüZe sehr bekannt. Zahnarzt Dr. Ewald Wagner ließ sein renovierungsbedürftiges Haus an der Katharinenstraße sanieren und gab dem MüZe einen günstigen Mietvertrag. Anfang der 1990er Jahre richtete der Verein eine Krisenwohnung für misshandelte Frauen ein. In den Jahren vor der Jahrtausendwende stieg die Zahl berufstätiger Mütter. Das MüZe schuf Betreuungsangebote. Schon zu dieser Zeit war es als soziale Einrichtung in der Stadt fest etabliert. In den Jahren bis 2010 stieg das Bedürfnis der Eltern nach flexibler Kinderbetreuung weiter und das MüZe wurde geradezu überrannt.

Beim 20-jährigen Bestehen 2006 gab es eine Spielgruppe mit zehn Plätzen. Bis 2010 entstanden dann vier weitere Gruppen mit über 40 Plätzen. Der Ruf der Eltern nach einer Kinderkrippe mit flexiblen Öffnungszeiten und der Verbindung mit dem Mütterzentrum Traunstein als Familien-Selbsthilfeprojekt wurde immer größer. 2010 entschloss man sich, die 24-Stunden-Kita unter einem Dach umzusetzen. Im Sommer 2011 wurde die Krippe mit vorläufig 26 Plätzen eröffnet.

-K.O.-

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