Neuwahlen beim CSU-Ortsverband: Christian Hümmer einstimmig bestätigt

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Der Ortsvorsitzende mit Stellvertretern und Geschäftsführern (von links): Dr. Christine Ahlheim, Christian Maaßen, Franz Gruber, Dr. Christian Hümmer, Konrad Baur und Gerald Berger.

Traunstein – Oberbürgermeister Christian Hümmer bleibt Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Traunstein. Bei den Neuwahlen wurde er einstimmig in seinem Amt bestätigt.


In seinem Rückblick meinte Hümmer, die Wahlen im vergangenen Jahr seien ein historischer Erfolg gewesen, da Traunstein nun seit mehr als 30 Jahren wieder einen CSU-Oberbürgermeister habe. Noch viel wichtiger sei, dass die CSU elf Stadtratsmandate gewonnen hat. »Aber es geht nicht ums Parteiprogramm, sondern es soll das Beste für Traunstein erreicht werden«, betonte Hümmer. In der Stadtverwaltung habe es zunächst viel zu tun gegeben. Unter anderem habe man die Mannschaftsaufstellung geändert, bei der Digitalisierung habe es Nachholbedarf gegeben.

Der Oberbürgermeister erinnerte auch an seinen Traunstein-Plan 2030: Damit werde Traunstein ins neue Jahrzehnt geführt, bis 2030 und noch weiter. Ein besonders wichtiger Punkt sei dabei die »Vorfahrt für Familien«: Jeder fünfte Euro des Haushalts werde für Familien ausgegeben. Zudem gebe es in den Herbstferien erstmals eine Ferienbetreuung für Schüler. Auch bei den Kindergärten schaffe die Stadt neue Plätze.

Ein weiteres wichtiges Thema sei der Wohnbau. »Traunstein wächst, und das ist positiv«, betonte Hümmer. »Aber wenn wir keine Wohngebiete entwickeln, werden wir wieder schrumpfen.« Besonders liege ihm dabei am Herzen, dass einheimische Familien auch in Traunstein bleiben können. Deshalb werde nun eine Wohnbaugesellschaft gegründet und es werden neue Einheimischenmodelle entwickelt. Zudem sollen die Möglichkeiten des Baugesetzbuches genutzt werden, um zu verhindern, dass das Preisniveau aufgrund von Investorengeldern aus München weiter ansteigt.

Als ein schwieriges Aufgabenfeld bezeichnete Hümmer die Verkehrspolitik. »Es ist eine Lebenslüge, dass man im ländlichen Raum ohne Auto auskommt«, so der Oberbürgermeister – wobei das kein »Verbrenner« sein müsse. Man setze auf Verbesserungen für Radfahrer, Fußgänger und einen Ausbau des ÖPNV – »pragmatisch und nicht ideologisch.«. Wichtiger sei auch die Schulwegsicherheit, hier werde konsequent Tempo 30 ausgewiesen. Zudem könne beim Rufbus künftig die Wartezeit von 60 auf 30 Minuten verkürzt werden.

Unter Corona habe vor allem auch die Innenstadt gelitten, fuhr Hümmer fort. Das habe zwar teilweise durch Hilfsgelder abgefedert werden können, aber trotzdem sei es bitter, wenn Seniorchefs ihr Lebenswerk davonschwimmen sehen. »Wir müssen als Kommune zusammenstehen«, forderte Hümmer. Mit einem Zehn-Punkte-Plan soll der Innenstadt geholfen werden. Ein Teil davon sei der »Kultsommer«: Mit 34 Musikveranstaltungen bis September werde der Stadtplatz belebt.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Konrad Baur, lobte die gute Zusammenarbeit im Stadtrat und auch mit der Verwaltung. Weiter meinte er, er sei »stolz, dass unsere Fraktion auf die großen Themen setzt und nicht wie andere mit ideologischen Einzelthemen den Stadtrat lahmlegt«.

Die stellvertretende Vorsitzende der Frauen-Union, Dr. Christine Ahlheim, berichtete, dass der Ortsverband trotz Corona versucht habe, mit Onlineveranstaltungen präsent zu bleiben. Nun soll einiges nachgeholt werden. Isabelle Thaler, Vorsitzende der Jungen Union (JU), wertete die Stadtratswahl als historischen Erfolg: Ein Drittel der CSU-Fraktion bestehe aus Mitgliedern der JU, die zudem wichtige Referentenposten besetzten. Der stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Union, Dr. Rainer Grimm, berichtete, dass der Stammtisch an jedem ersten Mittwoch im Monat um 15.30 Uhr im Sailer Keller nun erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder stattgefunden habe. Die lebhaften Gespräche drehten sich um alle möglichen Themen, sei es die Bedrohung der Almwirtschaft durch den Wolf oder die Probleme älterer Menschen mit rücksichtslose Fahrradfahrern.

Bei der Wahl wurde Dr. Hümmer einhellig als Vorsitzender des Ortsverbands bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurden die drei Stellvertreter Dr. Christine Ahlheim, Konrad Baur und Franz Gruber sowie Florian Kick als Schatzmeister. Neu gewählt wurden Gerald Berger als Digitalbeauftragter und Monika Klinkenberg-Weigel als Schriftführerin. Auch Christian Maaßen und Gerald Berger wurden als Geschäftsführer bestätigt. Als Beisitzer gewählt wurden Dr. Florian Binder, Max Hiebl, Gerhard Lechner, Max Röde, Christian Schulz, Benno Singer, Hans-Peter Weiß und Astrid Weißenbacher. Die Kassenprüfung übernehmen weiterhin Ernst Harrecker und Gerhard Kotter. fb

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