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Neue Wasserrutsche im Schwimmbad kommt in Sicht

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Die Wasserrutsche im Schwimmbad ist seit über 30 Jahren in Betrieb. Im Herbst wird sie ausgetauscht. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt tauscht alt gegen neu: In ihrem Erlebniswarmbad ersetzt sie die Wasserrutsche, die mittlerweile schon über 30 Jahre auf ihrem Buckel hat. Der Austausch erfolgt voraussichtlich im Herbst. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Eva Schneider von der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die Arbeiten »frühestens im Oktober« beginnen. Ein »fester Zeitplan« existiere noch nicht.


Dass das Freibad eine neue Rutsche bekommt, ist beschlossene Sache. Schätzungen belaufen sich auf Kosten in Höhe von rund 370 000 Euro. Der Stadtrat hat grünes Licht gegeben und die Verwaltung beauftragt, Angebote einzuholen. »Derzeit warten wir auf die Ausschreibungsunterlagen des die Maßnahme betreuenden Planungsbüros«, erläutert Schneider den Stand der Dinge.

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Die Wasserrutsche hat die Stadt zur Sommersaison 1988 in Betrieb genommen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, die bei den TÜV-Prüfungen zutage traten, musste sie in den vergangenen Jahren immer mehr Maßnahmen zum Unterhalt vollziehen. Im März dieses Jahres bezifferte der TÜV-Prüfer die Haltbarkeit einer Kunststoff-Rutsche, wie sie im Erlebniswarmbad Traunstein steht, auf maximal 25 Jahre. Durch die ständigen und sofortigen Instandsetzungen von Verschleißerscheinungen durch das Schwimmbadpersonal habe die Stadt die Haltbarkeit ihrer Rutsche auf über 30 Jahre verlängert. Jetzt ist sie jedoch der Ansicht, dass jetzt ein Austausch der Rutsche erfolgen muss.

Aus diesem Grund beauftragte die Verwaltung im April das Büro Krautloher Architekten in Vilshofen damit, die Unterlagen für die Ausschreibung zu erstellen, die Angebote zu prüfen und weitere Arbeiten zu erledigen. Geschäftsführer Josef Krautloher machte sich ein Bild vor Ort und erstellte eine Kostenschätzung für die Erneuerung der Wasserrutsche.

Edelstahl statt glasverstärktem Kunststoff

Die Stadt will, so ihren Sanierungsplan, die alte Rutsche abbauen, die Fundamente jedoch erhalten. Denn eine Änderung an den Leitungen und Beckenumgängen würde einen unverhältnismäßig großen Aufwand bedeuten. Wie die alte erhält auch die neue Wasserrutsche eine Halbschalenform, aber das Material ändert sich. Besteht der Bau bislang aus glasfaserverstärktem Kunststoff, so gleiten die Kinder künftig auf Edelstahl hinab ins kühle Nass. Durch den Wechsel des Materials verlängert sich die Haltbarkeit auf eine Lebensdauer von voraussichtlich 30 bis 40 Jahre.

Die neue Ausführung mit 75 Meter Länge und fünf Meter Auslauf kostet inklusive Stahlunterkonstruktion, Wendeltreppe, der Lieferung und Montage der Ampelanlage und der Rutschzeitnahme schätzungsweise 260 000 Euro. Die Demontage und Entsorgung der alten Rutsche belaufen sich auf 15 000 Euro,    Baumeisterarbeiten auf 25 000 Euro, der Anschluss an die Wassertechnik einschließlich Verrohrung auf 25 000 Euro. Für die Pflasterung muss die Stadt voraussichtlich 6000 Euro berappen, für Elektroarbeiten 7500 Euro, für die Baustelleneinrichtung 12 000 Euro, für die Konstruktionsüberprüfung durch einen Statiker 12 500 Euro und für den Architekten 4500 Euro. Insgesamt kommen damit Ausgaben in Höhe von 367 500 Euro zusammen. pü