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Neue Brücke über B304 soll mehr Sicherheit für Fußgänger und Radler bringen

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Foto: Pixabay/Symbolbild

Traunstein – »Ich freue mich, dass es jetzt endlich los geht!«, sagt Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt. Grund für die Freude ist der baldige Baubeginn der neuen Brücke für Fußgänger und Radlfahrer über die Bundesstraße 304 (Salzburger Straße) am Fuße des Hallabrucker Bergs.


Denn die Brücke soll angesichts des zunehmenden Verkehrs und der vielen Schulkinder in den Neubaugebieten in Hufschlag für mehr Sicherheit bei der Überquerung der Bundesstraße sorgen. Paukner stellte die Pläne jüngst im Planungsausschuss des Stadtrats vor, am Donnerstag sind sie Thema im Stadtrat.

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Anwohner hatten die Klage zurückgezogen

Auch sei schon viel Zeit seit Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2012 vergangen; nicht zuletzt wegen der Klagen von Nachbarn beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Sie hatten befürchtet, dass ihre Grundstücke von der Brücke zu sehr überschattet werden. Und von der Brücke aus hätte man deutlich mehr Einsicht zu den Gebäuden. Nachdem aber klar war, dass die Klage wenig Aussicht auf Erfolg haben würde, zogen die Anwohner ihre Klagen zurück.

Baubeginn der 72 Meter langen Fußgänger- und Radlerbrücke soll Mitte Mai sein. »Genaueres können wir erst sagen, wenn wir das mit der Baufirma Porr aus Saaldorf-Surheim abgestimmt haben«, so Paukner. Derzeit laufen aber bereits die Vorarbeiten, das heißt, die Baustelle wird eingerichtet. Dazu wird der Bypass von der Blaue-Wand-Straße Richtung Teisendorf gesperrt. Er wird für die Lagerung und Montage der Brückenteile gebraucht. Außerdem werden bereits Kabel, Gas- und Wasserleitungen verlegt. Die Verkehrsinsel auf der Bundesstraße wird während der Bauarbeiten wenige Meter in Richtung Teisendorf verlegt.

Die Brücke führt von der Knappenfeldstraße über die Bundesstraße bis zum Fuß des Hallabrucker Bergs. Sie soll bis Jahresende fertig sein, die Kosten von schätzungsweise 1,9 Millionen Euro zahlt der Bund.

Um zu verhindern, dass im Winter Schnee von der Brücke auf die Bundesstraße fällt, wird sie beheizbar sein. Die Heizkosten zahlt die Stadt. Dabei ist die Technik so gestaltet, dass Temperatur und Feuchtigkeit ständig gemessen werden und die Heizung automatisch funktioniert, um unnötige Heizkosten zu vermeiden.

Kostenmäßig für die Stadt ein »Nullsummenspiel«

Die Stadt kann die Heizung aber auch selbst steuern. Und sie spart sich die Kosten für die Schneeräumung. »Unterm Strich ist das auf die Lebensdauer der Brücke gerechnet für die Stadt ein Nullsummenspiel«, sagt Paukner. Dabei geht er von einer langen Lebensdauer aus – »70 bis 100 Jahre sollte sie schon halten«.

Nach Fertigstellung im Herbst ist die Stadt Traunstein unterhaltungsverpflichtet für Fahrbahn, Treppe und Kappen, Grundbach, Stützmauer, Entwässerung und Straßenlaternen. Diesen Verpflichtungen stimmte der Planungsausschuss zu. Sie sind aber auch am Donnerstag im Stadtrat nochmals Thema.

Weiter befasste sich der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit der Straße am Umspannwerk in Geißing. Diese hat der vergangene Winter nach Angaben der Verwaltung so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur technisch nicht mehr möglich ist. Spritzdecken wie die hier verwendete können generell nicht repariert werden.

Die Straße hat keinen regulären Unterbau, der für die tatsächliche Verkehrsbelastung geeignet ist. Demzufolge muss sie komplett erneuert werden. Die Abstimmung mit der Kämmerei hat ergeben, dass versucht werden soll, für den Neubau einen Zuschuss zu erhalten. Die geschätzten Kostenliegen laut Verwaltung bei 500 000 Euro. Der Neubau sollte 2019 und die Planung noch heuer erledigt werden. Dazu müssten im Nachtragshaushalt 30 000 Euro bereitgestellt werden. Dem stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Letzter Tagesordnungspunkt war nach der Zustimmung zur Änderung des Flächennutzungsplans nun der Bebauungsplan für die Daxerau (wir berichteten mehrfach). Der Bebauungsplan sieht im Bereich des ehemaligen Tenniscenters Martha Vogl die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebiets vor. Im Rahmen der vorgezogenen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange hatten verschiedene Behörden, Träger öffentlicher Belange und vor allem, zahlreiche Anwohner Bedenken vorgebracht.

Bebauungsplan-Entwurf »Daxerau« wird ausgelegt

Der Planungsausschuss beschloss nun, das Ergebnis der vorgezogenen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu nehmen. Die geäußerten Bedenken wurden intern ausgewertet und bei der Fortschreibung des Entwurfs berücksichtigt. Nach umfassender Würdigung des Ergebnisses billigte der Ausschuss den Entwurf des Bebauungsplans »Daxerau« einschließlich Begründung und Umweltbericht. Stimmt auch der Stadtrat am Donnerstag zu, wird der Entwurf nun erneut öffentlich ausgelegt. coho

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