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Neubau in Haidforst eingeweiht: Die Mieter ziehen Anfang Oktober ein

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Traunstein: Neubau in Haidforst eingeweiht – Mieter ziehen Anfang Oktober ein
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Fertig ist das neue Mehrfamilienhaus, das die Stadt in Haidforst gebaut hat. Am Montag feierte sie die Einweihung: Im Beisein von Vertretern der am Bau beteiligten Firmen öffnete Oberbürgermeister Christian Kegel die Türen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Zwölf neue Wohnungen für Familien, Paare und Alleinstehende mit geringem Einkommen stellt die Stadt Traunstein zum 1. Oktober zur Verfügung. Nach eineinhalb Jahren hat sie für 2,8 Millionen Euro den Bau eines Mehrfamilienhauses in Haidforst vollendet.


Anlässlich der Einweihung am Montag betonte Oberbürgermeister Christian Kegel, dass die Schaffung von günstigem Wohnraum in Traunstein dringend erforderlich sei. Die Stadt wachse weiter und habe mittlerweile schon fast 21.000 Einwohner.

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Auch wenn der Himmel weinte, sprach der Oberbürgermeister von einem »Tag der Freude«. Er gab sich »ein bisschen stolz«, weil er das Projekt, wie er sagte, persönlich angeschoben habe. Nach einer längeren Phase ohne kommunalen Wohnungsbau sei es »höchste Zeit« geworden, wieder zu investieren. Und Kegel betonte, dass die Stadt in ihren Bemühungen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nicht nachlassen dürfe. »Wir müssen an dem Thema dranbleiben.«

Die Stadt sei aufgefordert, den Bürgern das Wohnen in Traunstein zu ermöglichen – wobei sie am Ende auch selbst einen Nutzen aus ihren Anstrengungen zieht. »Wenn man gut wohnt, dann geht's einem auch gut. Und dann funktioniert der gesellschaftliche Zusammenhalt«, sagte der Oberbürgermeister.

Die Kommune habe, so Kegel weiter, nicht nur, aber vor allem auch die Aufgabe, jenen eine Unterkunft zu geben, die jeden Euro umdrehen müssen. Mit einer Kaltmiete von sieben Euro pro Quadratmeter seien die Wohnungen in dem neuen Mehrfamilienhaus für diese Mitbürger erschwinglich.

Noch steht alles leer, Leben kommt erst Anfang Oktober ins Haus, wenn die Vermietung beginnt. Die Stadt hat die Wohnungen an Geringverdiener vergeben. Zum Zug gekommen sind unter anderem auch zwei Familien mit jeweils einem behinderten Kind, ebenso ein Schwerbehinderter und ein anerkannter Flüchtling.

Oberbürgermeister Kegel betonte, dass die Stadt große finanzielle Hilfe erfahren habe. So sagte er, dass der Freistaat Bayern das Projekt mit fast einer Million Euro gefördert habe – womit sich die Ausgaben, die der Stadt am Ende zu begleichen bleiben, unter zwei Millionen sinken. Die Stadt habe ein zinsgünstiges Darlehen aufgenommen. Alles in allem stehe das Projekt auf »absolut wirtschaftlichen Beinen«.

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Foto: Pültz

Martin Eisenberger von der Planungsgruppe Strasser in Traunstein berichtete, dass der 27 Meter lange, 13 Meter breite und zehn Meter hohe Neubau insgesamt eine Wohnfläche von 780 Quadratmetern aufweise. In dem Mehrfamilienhaus seien drei Wohnungen mit jeweils zwei Zimmern und neun mit drei in einer Größenordnung von 53 bis 73 Quadratmetern untergebracht. Der Neubau sei eine »40-Plus-Haus« – was bedeute, dass Energie gewonnen wird. Auf dem Dach erzeuge eine Photovoltaikanlage Strom, der dann im Haus Verwendung findet, zum Beispiel zum Betrieb des Aufzugs und zur Beleuchtung des Kellers. Eisenberger sagte, dass die Warmmiete »relativ günstig« werde.

Mit 2,8 Millionen Euro seien die Kosten rund 300.000 Euro unter der Schätzung geblieben. Bis auf einige Kleinigkeiten wie dem Aufstellen eines Radlständers und der Bepflanzung sei das Projekt rund zwei Wochen vor dem Einzug der Mieter abgeschlossen.

Den kirchlichen Segen spendete Dr. Manuél Ceglarek von der evangelischen Kirchengemeinde. »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« legte er den Mietern ans Herz. Er hoffte, dass sie sich respektieren – und zwar in all ihrer Unterschiedlichkeit.