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Ein erstes, vorläufiges Programm für die Reihe »Kulturstart«, die ab 13. März mit einem Comedy-Dinner in der Klosterkirche beginnen soll, sowie einer Neuauflage der Konzerte »Open Air im Klosterhof«, wurde im Kulturausschuss vorgestellt. (Foto: Wannisch)

Neuauflage für »Open Air im Klosterhof«

Traunstein – Auch wenn 2021 – dank Corona – für die Kulturbranche ein nicht sehr rosiges Jahr war, zog Alexandra Birklein im Kulturausschuss ein positives Fazit: »Die Bilanz ist gar nicht so schlecht«. Als großen Erfolg werte sie besonders die Open-Air-Konzerte im Klosterhof.


»Wir haben das Jahr genutzt, neue Veranstaltungsarten auszuprobieren«, sagte die Veranstaltungsmanagerin, die im Auftrag der Stadt Traunstein das Programm für das Kulturforum Klosterkirche organisiert. Neben den Open-Air-Konzerten fanden Kongresse der Kliniken Südostbayern in der Klosterkirche statt, sowie Lesungen, Jahreshauptversammlungen oder Prüfungen. Vor allem für Kongresse habe sich die Klosterkirche als idealer Veranstaltungsort erwiesen, berichtete Birklein.

Bereits im April 2021 konnte man nach dem Veranstaltungsverbot mit einer Ausstellung beginnen und den Kapuzinersaal dabei mit einbinden. Weitere Veranstaltungen waren dann wieder ab Mitte Mai möglich. Allerdings sei eine hohe Flexibilität nötig gewesen. »Es gab viele Umbuchungen, es war superschwierig«, so Birklein, so wurde aus dem Musikfrühling etwa ein Musikherbst. Die Sommerkonzerte konnten aber wie geplant stattfinden, auch Kooperationen mit ARTS und der Musikschule gab es.

Die Open-Air-Konzerte wurden laut der Veranstaltungsmanagerin aus der Not geboren, als klar war, dass 2021 wohl kein ganz normaler Konzertbetrieb möglich werden würde. Sie entwickelten sich zu einer Erfolgsstory, die sieben durchgeführten Konzerte waren ausverkauft. »Es war mit 250 Besuchern heimelig und familiär im Klosterhof, die Atmosphäre war super – es hat sich alles gelohnt, trotz des Stresses und der Kurzfristigkeit«, resümierte Birklein. Lediglich zwei Veranstaltungen mussten witterungsbedingt abgesagt werden.

Diese Erfolgsgeschichte möchte Birklein auch in diesem Jahr weiterschreiben. Daher ist eine Neuauflage des »Open Air im Klosterhof« geplant. Zwischen dem 26. Juni und dem 3. Juli sind acht Konzerte geplant. Bereits fix bestätigt sind die Auftritte von Konstantin Wecker (24. Juni), Spider Murphy Gang Unplugged (25. Juni), Dreiviertelblut (26. Juni), Lotte (30 Juni) und Pippo Polina & Palermo Acoustic Quintet (2. Juli). Geplant sind zudem ein ABBA-Tribute Konzert (26. Juni), Werner Schmidbauer Solo (1. Juli) und Monobo Son (3. Juli). Sie hofft, dass die Open-Air-Konzerte im Sommer bereits mit 700 Zuschauern stattfinden können.

Birklein merkte in der Ausschusssitzung auch an, dass es derzeit schwer sei, ein Programm auf die Beine zu stellen. Seitens der Agenturen fänden derzeit kaum Neubuchungen statt, man müsse daher selber anschieben, um Künstler zu engagieren. »Zudem gilt derzeit 2Gplus mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent«, so Birklein. Von den Einnahmen fielen rund 60 Prozent auf den Künstler. Wirtschaftliches Arbeiten sei so schwierig und die Branche weiterhin auf staatliche Unterstützung angewiesen. Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner, die die Sitzung leitete, wies explizit darauf hin, dass die »plus«-Regel bei 2G geboosterte Personen nicht betreffe, sondern nur diejenigen, die bislang noch keine Drittimpfung hätten.

Einen »Kulturstart«, so nennt Birklein ihr zweites Projekt, will Birklein im März wagen. Nach aktuellem Stand liegt die Auslastung bei 150 bis 160 Personen. Geplant sind ein Comedy Dinner mit Livemusik »Bayerisch für Anfänger – Mia san mia« (13. März). Mundart-Pop bietet das Duo »Briada« aus Wasserburg (19. März), Caveman bietet Kabarett (23. März) und soulig-jazzige Klänge gibt es von Norisha (26. März). Der bekannte Liedermacher und Gitarrist Michael Fitz ist am 30. März zu hören. Das ausführliche Programm gibt es auf der Internetseite von Kulturstart Traunstein nachzulesen. Außerdem sei eine eigene Kabarett-Reihe ab April geplant. »Das wird nicht traurig, für heuer bin ich optimistisch«, schloss Birklein ihre Präsentation vor den Ausschussmitgliedern ab.

Um Unterstützung bat Birklein in Sachen Catering, vor allem, wenn die Veranstaltungen wieder größere Dimensionen annehmen. Hier bat sie den Ausschuss, sich Gedanken darüber zu machen, einen Caterer zu verpflichten.

Ausschussmitglied Simon Schreiber (CSU) hakte hier nach. Er wollte, dass im Falle eines verpflichteten Caterers, Vereine bei einer Nutzung des Klosterforums dennoch die Möglichkeit hätten, selbstständig den Getränkeverkauf zu organisieren. Dem widersprach Birklein nicht, sie strebe keinen »ganz strengen Vertrag« mit einem möglichen Caterer an.

Kulturreferentin Ursula Lay wollte wissen, ob es bereits Absprachen mit dem NUTS in Sachen Open-Air-Veranstaltungen gebe. Sie bedauerte es, dass es im vergangenen Jahr teilweise Überschneidungen zwischen den Open-Airs im Klosterhof und den vom NUTS organisierten Open-Airs im König-Ludwig-Hof gegeben habe. Das sollte für heuer nach Möglichkeit vermieden werden, bat Lay. Birklein sagte, dass es einen ersten Informationsaustausch ihrerseits mit dem NUTS gegeben habe, sie seitens des NUTS allerdings über keine Projektvorhaben informiert wurde.

vew

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