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Nach zwölf Jahren wieder ein Prinzenpaar in Traunstein

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Traunstein: Nach zwölf Jahren wieder ein Prinzenpaar bei der Veitsgroma Zunft
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Nach zwölf Jahren gibt es mit Seiner Tollität Christian III. und Ihrer Lieblichkeit Elfriede I. wieder ein Traunsteiner Faschingsprinzenpaar. Die Präsidentin der Veitsgroma Zunft Traunstein, Josefine Berny (links) und ihre Stellvertreterin Marietta Lapper (rechts) stellten es im Gasthaus Sailer-Keller vor. (Foto: Buthke)

Traunstein – Nach zwölf langen Jahren gibt es wieder ein Traunsteiner Faschingsprinzenpaar. Die Veitsgroma Zunft Traunstein stellte mit Seiner Tollität Christian III. und Ihrer Lieblichkeit Elfriede I. in Anwesenheit zahlreicher Faschingsnarren ihr Faschingsprinzenpaar für die Faschingssaison 2019/2020 vor.


Da beide Protagonisten nicht aus Traunstein kommen, wurden sie von Oberbürgermeister Christian Kegel mit einer Urkunde bis zum 11.11.2020 vorübergehend in die Stadt Traunstein eingebürgert.

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Veitsgroma-Präsidentin Josefine Berny und ihre Stellvertreterin Marietta Lapper konnten die Namen des Faschingsprinzenpaars bis zuletzt streng geheim halten, sodass auch die Spannung bei der Veranstaltung im Sailer-Keller unter den Anwesenden bis zuletzt hoch gehalten wurde. Erst mit dem Einzug unter der musikalischen Begleitung des Veitsgroma Fanfarenzugs wurde dann das Geheimnis gelüftet.

Wie es sich gehört, stellte sich das Faschingsprinzenpaar artig vor und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es die Veitsgroma Zunft im Fasching repräsentieren darf. Kinderpflegerin Elfriede Milotta kommt aus Kirchweidach. Durch ihre Tochter, die in der Kindergarde der Veitsgroma tanzte, kam sie mit dem Faschingsgeschehen in Berührung. In der vergangenen Faschingssaison tanzte sie selbst bei den »Power-Frauen« des Traunsteiner Faschingsvereins mit.

Christian Kohlberger, der »im richtigen Leben« auch ihr »Prinz« ist, kommt aus Mietenkam. Er verdient sein Geld als Straßenwärter bei der Autobahnmeisterei in Siegsdorf. Nebenbei ist er auch noch Busfahrer und engagiert sich bei der Feuerwehr.

Ob sie gehört hätten, wo das Faschingsprinzenpaar herkomme, fragte Oberbürgermeister Kegel die Anwesenden. Gehe das denn? Mit einer Einbürgerungsurkunde wurde dieser »Makel« dann aus der Welt geschafft. Die Übergabe der Urkunde verband er jedoch mit der »harten« Bedingung, dass sie ab sofort nur noch Traunsteiner Bier trinken dürfen; was dem Faschingsprinzen nur ein mildes Lächeln ins Gesicht trieb. Außerdem müssen die Beiden dem Stadtoberhaupt jeden Montag Faschingskrapfen liefern (lassen). Kegel wird sich daher wohl erst nach der Fastenzeit wieder auf die Waage stellen.

Zum Anschluss gab es zum Willkommen in den Reihen der Faschingsnarren Blumensträuße und alkoholische Getränke, verbunden mit den besten Wünschen für eine schöne Faschingszeit von den Faschingsfreunden Blau-Weiß Kammer, der Naracucula aus Kuchl im Salzburgischen, den »Elfern« Trostberg, vom Faschingsverein »So Halunke« Waging, den Faschingsfreunden Chieming, Sing-Sang Teisendorf und den Faschingsfreunden Rot-Blau Berchtesgaden.

Die offizielle Inthronisation des Traunsteiner Faschingsprinzenpaars erfolgt am 11. Januar beim Faschingsauftakt der Veitsgroma Zunft in der Surtalhalle in Surberg. Bjr