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Die Ermittlungen zum Brand in der Lourdes-Kapelle sind fast abgeschlossen. Aufgrund der Zerstörung im Inneren konnten keine Spuren gesichert werden. Und auch die Zeugenbefragungen liefen laut Polizeipräsidium ins Leere. (Foto: Reiter)

Nach Brand in der Lourdes-Kapelle: Ermittlungen fast abgeschlossen

Traunstein – Die Ermittlungen zum Brand in der Lourdes-Kapelle in Traunstein sind fast abgeschlossen. Das sagte Stefan Sonntag, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. »Fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung sind wahrscheinlich, zweifelsfrei bewiesen werden konnte es bislang nicht.« 


Hintergrund ist laut Sonntag die extreme Zerstörung im Inneren der Kapelle. Dadurch seien mögliche Spuren zerstört worden. Der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd geht auf zwei mögliche Szenarien ein. Eine Kerze könnte beim Anzünden umgefallen oder umgestoßen worden sein – also fahrlässige Brandstiftung. Oder es sei vorsätzlich in der Kapelle gezündelt worden. Gerüchte, nachdem ein Jugendlicher die Tat begangen haben soll, hätten nicht bestätigt werden können, so Sonntag. »Wir haben intensiv in diese Richtung ermittelt.« Jugendliche und andere Zeugen seien befragt worden. Aber es habe sich nichts ergeben. Die Ermittlungen der Kripo Traunstein würden demnächst an die Staatsanwaltschaft übergeben, so Stefan Sonntag.

Doch wie geht es nun weiter mit der Lourdes-Kapelle, die derzeit nicht betreten werden kann? Laut Dekan Pfarrer Konrad Roider, Administrator der Stadtkirche Traunstein, sei man derzeit dabei, Angebote von Firmen für den Wiederaufbau einzuholen. Diese seien bereits dabei, sich die zerstörte Kapelle anzusehen. »Geplant wäre, dass die Kapelle heuer noch fertig werden könnte«, sagt Roider. Insgesamt ist bei dem Brand ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden.

KR

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