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Mütterzentrum kocht für weitere Einrichtungen

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Ab dem Schuljahr 2020/21 muss die Mittagsverpflegung aller städtischen Kindertagesstätten und Schulen in Traunstein neu ausgeschrieben werden. Bis dahin – als Übergangslösung für ein Jahr – kocht nun das Mütterzentrum zusätzlich für die Kindertageseinrichtungen am Klosterberg und in Kammer sowie für die Schulkinder in Haslach und in Kammer. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Stadtrat einhellig.

Traunstein – Das Mütterzentrum in Traunstein wird übergangsweise für ein Jahr das Mittagessen für die Buben und Mädchen in den Kindertageseinrichtungen am Klosterberg und in Kammer sowie für die Schulkinder in Haslach und in Kammer kochen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Die Malteser, die bislang das Essen lieferten, zeigten sich enttäuscht über die Entscheidung.


Die Schüler der Ludwig-Thoma-Grundschule und der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule werden seit September 2018 vom Mütterzentrum Traunstein beliefert. Gekocht wird auf Grundlage eines Pachtvertrags mit der Stadt in der Ludwig-Thoma-Schule. Für ein Jahr – der Vertrag mit den Maltesern läuft zum Ende des Schuljahres aus – übernimmt nun das Mütterzentrum zusätzlich noch die weiteren genannten Einrichtungen.

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Peter Volk, der Geschäftsführer der Malteser in Traunstein, zeigte sich enttäuscht: »Wir wurden gefragt, ob wir noch ein Jahr länger, also bis zum Ende des Schuljahrs 2019/2020, die bisher belieferten Einrichtungen versorgen würden und ich habe der Stadt gegenüber unsere uneingeschränkte Bereitschaft signalisiert«, betonte Peter Volk im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Dass die Stadt jetzt – für ein Jahr – den Auftrag an das Mütterzentrum gibt, »darüber bin ich schon sehr enttäuscht. Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Dienstleistung geleistet haben und wissen auch von der Zufriedenheit der Einrichtungen. Aber der Stadtrat hat anders entschieden, leider«.

Auf die Frage, warum das Angebot »einfach so«, also ohne Ausschreibung, an das Mütterzentrum ging, teilte die Stadt schriftlich mit: »Die geringfügige Ausweitung der Konzession des Mütterzentrums (befristet auf ein Jahr als Übergangslösung) ist vergaberechtlich möglich. Anders sieht es bei einer Vertragsverlängerung mit den Maltesern aus, dies ist vergaberechtlich nicht möglich.« Die Frage sei auch im Essensgremium besprochen worden. Es habe sich mit großer Mehrheit für die Variante »Ausweitung Konzession Mütterzentrum befristet auf ein Jahr« ausgesprochen, so die Stadt.

Und auch der Traunsteiner Stadtrat sah das so. Einhellig und ohne Wortbeitrag wurde der Vergabe an das Mütterzentrum als Übergangslösung für ein Jahr zugestimmt. Ab dem Schuljahr 2020/21 ist die Mittagsverpflegung aller städtischen Kindertagesstätten und Schulen öffentlich auszuschreiben. Dann wollen sich auch die Malteser wieder bewerben.

In der Kläranlage Traunstein müssen das Blockheizkraftwerk und die Notstromversorgung erneuert werden (wir berichteten). Einhellig vergab der Stadtrat das Angebot an die Firma Zach aus Tacherting, Die Kosten belaufen sich auf rund 1,23 Millionen Euro.

Vergeben wurden auch weitere Aufträge für die barrierefreie Erweiterung der Grundschule Haslach. Den Zuschlag für die Holz-Aluminiumfenster bekam die Firma Portenkirchner GmbH aus Kirchstein zu einem Angebotspreis von rund 114 000 Euro, die Metall-Glas-Türen für die Fassade liefert die Firma Bartholomeus Metallbau GmbH aus Bergen für rund 130 000 Euro, den Sonnenschutz die Firma Stieber Rolladenbau GmbH aus Bad Reichenhall für rund 22 000 Euro, die Putzarbeiten übernimmt die Firma Sax Maschinenbau GmbH und Co. KG aus Hammerau für rund 47 500 Euro, die Estricharbeiten die Firma Laskowski Systemboden GmbH aus Feldkirchen für rund 61 000 Euro und die Trockenbauarbeiten die Firma Eduard Schinnerl aus Untergriesbach für rund 11 500 Euro. Die Kosten für die Erweiterung der Grundschule belaufen sich auf 3,7 Millionen Euro. Die Kostenmehrung beträgt laut Stadt derzeit rund 42 000 Euro. KR