Montagsdemo: »Eine höchst unbefriedigende Situation«

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Traunsteiner Einzelhändler und Gastronomen demonstrierten am Montag wieder auf dem Stadtplatz. Mit Kochtöpfen, Trommeln etc. machten sie ab 12 Uhr für fünf Minuten ordentlich Lärm, um so zu verdeutlichen, dass es für den Einzelhandel und die Gastronomie eigentlich schon 5 nach 12 ist.

Traunstein – Zahlreiche Traunsteiner Einzelhändler und Gastronomen kamen wieder zur »Montagsdemo« auf den Stadtplatz, um auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Sie zeigten sich von der Politik schwer enttäuscht. Anstatt an einer vernünftigen und klaren Öffnungsstrategie zu arbeiten, seien in der vergangenen Woche verabschiedeten »Bundesnotbremse« einmal mehr die Hoffnungen der Gastronomen und Händler auf ein Öffnen ihrer Betriebe in absehbarer Zeit zunichte gemacht worden, kritisierten sie.


Thomas Miller, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Traunstein erleben, betonte, es könne nicht sein, dass man Fußballspiele mit mehreren tausend Besuchern genehmigen will, beim kleinen Händler vor Ort aber keine zwei oder drei Personen einkaufen dürfen. Doch nicht nur die Entscheidungen in der »großen Politik« sprach Miller an, auch im lokalen Bereich müsste von der Politik mehr gemacht werden, betonte er. Als Beispiel nannte er das Landratsamt. »Es ist zwar schön, wenn Landrat Walch ein Öffnungsszenario für ganz Deutschland medienwirksam vorschlägt, zugleich aber seine eigene Behörde konsequent jegliche zulässige Ausnahmegenehmigung für Händler grundsätzlich ablehnt«, so Miller.

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Der Kreisvorsitzende des Handelsverbands Bayern, Ernst Haider, machte ebenfalls auf die nicht akzeptable Situation aufmerksam. »Es ist eine höchst unbefriedigende Situation für Handel, Gastronomie und alle betroffenen Branchen«, so Haider. »Man kann nur darauf hoffen, dass die Inzidenzwerte bald unter 100 fallen, um einigermaßen geregelt die Geschäfte öffnen zu können, aber wer weiß wann das so weit sein wird.« Er appellierte genauso wie Miller, weiter laut auf sich aufmerksam zu machen. Um punkt 12 Uhr machten die Demonstranten dann wieder mit Kochtöpfen, Trommeln etc. für fünf Minuten ordentlich Lärm, um so zu verdeutlichen, dass es für den Einzelhandel und die Gastronomie eigentlich schon 5 nach 12 ist. Ähnliche Demos gab es zeitgleich in anderen Städten und Gemeinden der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land.

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