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Mehr als ein Drittel hatte die Eins vor dem Komma

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Schulleiter Klaus Kiesl ehrte Ramona Hagler (links) und Hannah Unterreitmeier, die beide den Traumschnitt von 1,0 schafften. (Foto: Konnert)

Traunstein – Alle 113 Schüler des Oberstufenjahrgangs 2016/2018 haben ihre Abiturprüfung erfolgreich abgeschlossen. Den Beweis, ihr Abiturzeugnis, überreichte ihnen Schulleiter Klaus Kiesl dafür. Bei Hannah Unterreitmeier und Ramona Hagler stand sogar die Traumnote 1,0 darin.


Mehr als ein Drittel der Abiturienten hatte eine Eins vor dem Komma, 16 Schüler hatten einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser. Im Gesamtergebnis habe der Jahrgang damit sehr erfreulich abgeschnitten und liege wieder über dem Landesdurchschnitt, freute sich Kiesl.

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Natürlich seien diese Urkunde und die Note darin wichtig, als ein Schlüssel zum weiteren Fortkommen, meinte der Schulleiter in seiner Festrede, Was er aber hoffe, ist, dass die Schüler nicht nur ein Zertifikat, sondern auch Bildung mitbekommen hätten, im Sinne von Kenntnissen, Gesinnung und Charakter. Bildung sei für viele auf den ersten Blick ein überalterter Begriff, aber ohne sie könne man die Herausforderungen des Informationszeitalters nicht bewältigen. Die Digitalisierung bringe nämlich nicht nur technischen Fortschritt mit sich, sondern greife in alle Lebensbereiche der Menschen ein und bewirke »eine umfassende Umwälzung«, eine Revolution. In einer solchen Umbruchsituation könne umfassende Bildung nicht schaden, weil man oft seine eigenen Entscheidungen treffen muss. »Grundlegendes Wissen und Denkfähigkeit sind die Bedingungen für verantwortungsbewusstes Handeln«, gab Kiesel seinen Abiturienten mit auf den weiteren Lebensweg.

Die Glückwünsche des Elternbeirats überbrachte Vorsitzender Sebastian Ring, der über Fußball redete. Vom Fußball könne man lernen, was wichtig ist: eine gute Vorbereitung, Beharrlichkeit, Team-Player zu sein, einen gewissen Grad an Bescheidenheit an den Tag zu legen, aber auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zu haben. Und wenn man dann einen Sieg erringe, wie jetzt beim Abitur, würden sich neue Wünsche und Träume schnell einstellen, die man mit diesen Eigenschaften auch erfüllen könne. Er bedankte sich bei der Schulleitung und den Lehrern im Namen aller Eltern, dass sie ihren Kindern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch soziale Kompetenz und kritisches Denken mitgegeben haben.

»Chapeau – das habt ihr gut gemacht!«, meinte Ludwig Harkotte, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Chiemgau-Gymnasiums. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass die Eltern während des Abiturs mitgelitten hätten, dass sie heute von Wehmut und Stolz erfüllt seien, weil ein Abschnitt im Leben ihrer Kinder zu Ende gehe. Die Erinnerung und Solidarität mit der Schule, in der sie viele Jahre verbracht haben, sollte aber bleiben, weil Zusammenhalten viel bewirkt. Eltern und Abiturienten gab er mit auf den Weg: »Nur wer weggeht, kann nach Hause kommen«.

Den Dank aller Abiturienten an das Chiemgau-Gymnasium mit Schulleitung, Verwaltung, Lehrerkollegium und Hausmeister überbrachten die Jahrgangsstufensprecher Stephanie Hasenkopf und Florian Daxenberger. Ein besonderes Lob ging an Oberstufenkoordinator Diether Thumser und an die Sekretärinnen, die sie oft »mit Gummibärchen« aufgeheitert hätten, wenn wieder mal Frust geschoben wurde. Der Abschied von ihren Mitschülern schien ihnen dann doch nicht so leicht zu fallen, denn sie schlossen ihre Rede mit einer Einladung zum nächsten Klassentreffen.

Einige Abiturienten wurden für besondere Leistungen geehrt, zum Beispiel Sabine Mitterreiter, die den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker Vereinigung erhalten hat, und Carolin Mortier, die von der Stiftung »Natur Mensch Kultur« den »BIO Zukunftspreis 2018« bekam. Gleich dreimal ausgezeichnet wurde Hannah Unterreitmeier. Sie erhielt die goldene Anstecknadel des Deutschen Altphilologenverbands, den Abiturpreis des Spektrum-Verlags für hervorragende Leistungen im MINT-Bereich und den Buchpreis sowie eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Musikalisch aufgelockert wurde die Feier von den Abiturienten mit virtuos vorgetragenen Instrumental- und Gesangsstücken. Mit einem Sektempfang klang die festliche Feier aus. kon

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