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Max-Fürst-Preis geht in diesem Jahr an Otto Huber

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Otto Huber erhält in diesem Jahr den Max-Fürst-Preis. Die Verleihung ist Ende Juni. (Foto: Pültz)

Traunstein – Den Max-Fürst-Preis verleiht der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein in diesem Jahr an Otto Huber. In der Jahreshauptversammlung im Brauereiausschank Schnitzlbaumer hat Vorsitzender Hans Helmberger bekannt gegeben, dass der Vorstand einstimmig beschlossen habe, den Heimatforscher zu ehren. Die Preisübergabe erfolgt Ende Juni, ein Termin für die Veranstaltung steht noch nicht fest.


Die Forschungen von Huber seien, wie Helmberger unterstrich, »aller Ehren wert«. In diesem Zuammenhang erinnerte der Vereinsvorsitzende auch daran, dass Huber an der Schaffung des Salinenparks wie auch am Aufbau einer Ausstellung in den alten Arbeiterwohnhäusern in der Au maßgeblich beteiligt gewesen sei. Beide Projekte laufen anlässlich des Jubiläums 400 Jahre Soleleitung und Saline, das Stadt und Vereine heuer feiern.

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In seinem Rückblick auf 2018 erwähnte Helmberger, dass die Zahl der Mitglieder des Vereins wieder gestiegen sei. Der Verein stütze sich jetzt auf 382 Bürger.

Als Höhepunkt im vergangenen Jahr nannte Helmberger die Verleihung des Max-Fürst-Preises an den »Bauern z'Hof«, an Franz Huber aus Kirchanschöring, der sich seit vielen Jahren für die »Wiederbelebung des Brauchtums« einsetze und ein Bauernhofmuseum geschaffen habe, das »seinesgleichen sucht«.

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt nach wie vor darin, Vorträge anzubieten. Auch 2018 es sei ihm wieder gelungen, so der Vorsitzende, kompetente Referenten zu gewinnen. Die Palette der Themen habe von der Bombardierung Traunsteins 1945 bis zum Bau der Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein in den Jahren 1617 bis 1619 gereicht.

Den thematischen Schwerpunkt im vergangenen Jahr habe, so Helmberger weiter, das Jubiläum 70 Jahre Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee gebildet. Der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein sei auf den Spuren der Experten gewandelt, die 1948 die Grundzüge für das spätere Grundgesetz erarbeiteten, habe ein Exkursion auf die Herreninsel unternommen und dann unter fachkundiger Führung das Museum im Alten Schloss besichtigt.

Verein hilft, Studie zu finanzieren

Kassenwartin Silvia Fröhler berichtete, dass das Vermögen des Vereins im vergangenen Jahr von rund 14 000 auf etwa 21 000 Euro gestiegen sei. Dieses Geld werde der Verein nun aber ausgeben. So werde er insbesondere auch, wie angekündigt, zur Finanzierung der Machbarkeitsstudie für eine Erweiterung des Heimatmuseums beitragen, die die Stadt bei Dr. Bettina Keß in Auftrag gegeben hatte. Die Untersuchung liegt jetzt vor und sorgte auch in der Versammlung des Historischen Vereins für Diskussionen.

Werner Paul Hellmuth kümmert sich schon seit vielen Jahren um die Bücherei im Heimathaus. In der Versammlung berichtete er nun, dass im vergangenen Jahr 39 Bücher hinzugekommen seien – zum Teil auch schwere und große Bände, die viel Platz in Anspruch nehmen. Angesichts des stetig wachsenden Bestands sei zu überlegen, »was wir mit der Bücherei machen«. Insbesondere im Fokus stehen laut Hellmuth die »alten Bücher«.

Dr. Jürgen Eminger, der Leiter des Heimathauses, sagte, dass auch 2018 wieder von Sonderausstellungen, dem Leihverkehr, Veranstaltungen und Führungen geprägt gewesen sei. Unter anderem sei auch die Inventarisierung fortgeführt worden. Auch im vergangenen Jahr habe das Museum wieder Spielzeug, Zeugnisse der Volksfrömmigkeit und andere Gegenstände übereignet bekommen.

Oberbürgermeister Christian Kegel sagte mit Blick auf das Jubiläum der Soleleitung und der Saline, dass 2019 ein besonderes Jahr für Traunstein sei. »Ich freue mich jetzt schon, dass wir im Sommer – gegen einige Widerstände – den Salinenpark eröffnen können.« Wer nun nach Traunstein hineinfährt, der werde sogleich mit der Geschichte der Stadt konfrontiert. »Besser kann's nicht laufen«, so Kegel.

Geschichtswerkstatt aus der Taufe gehoben

Über ein neues Projekt des Historischen Vereins berichtete Gernot Pültz. Anlässlich des Jubiläums insbesondere der Inbetriebnahme der Saline vor 400 Jahren habe er eine Geschichtswerkstatt aus der Taufe gehoben. Er freue sich, dass er auf Anhieb einige Mitstreiter gefunden habe, die nun mit im Boot sitzen und mit ihm zusammen als Team der Einrichtung auftreten.

Die »Geschichtswerkstatt Saline Traunstein« setze sich zum Ziel, die Erforschung der Geschichte des Betriebs weiter voranzutreiben. Zentrales Forum für Diskussionen und Veröffentlichungen sei die Webseite der Geschichtswerkstatt. Wer mag, der könne sich dort über einzelne Themen informieren oder aber auch selbst einen Beitrag schreiben, der dann ins Netz gestellt wird.