Mann randaliert in Surberg und Traunstein mit Stichwaffe

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Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Surberg/Traunstein – Für einen größeren Polizeieinsatz in Surberg und Traunstein sorgte am Montagmittag ein 56-jähriger einheimischer Mann, welcher sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand.


Gegen 12.45 Uhr ging über Notruf die Mitteilung ein, dass ein Mann bei Verwandten in Surberg randaliere. Der 56-Jährige beschädigte hierbei zwei Fahrzeuge, indem er mit einem Spazierstock auf diese einschlug. Ein vollkommen unbeteiligter Landwirt, welcher sich in der Nähe aufhielt, wurde von ihm massiv verbal bedroht. Anschließend entfernte er sich noch vor Eintreffen der Polizei mit einem Taxi.

Während eine Streife der Polizeiinspektion Traunstein vor Ort mit der Aufnahme des Vorfalls beschäftigte war, erschien der Mann aus Surberg äußerst aufgebracht und aggressiv auf der Polizeidienststelle in Traunstein und schlug mit dem Spazierstock, der auf den ersten Blick normal aussah, auf die Glasscheibe, welche den Warteraum vom Wachbereich trennt. Der Zugang zum Wartebereich wurde daraufhin unverzüglich abgesperrt und Unterstützungskräfte angefordert.

Wie im weiteren Verlauf festgestellt wurde, handelte es sich bei dem Spazierstock um einen sogenannten „Stockdegen“.

Trotz des beruhigenden Einwirkens über die Gegensprechanlage beruhigte sich der Mann nicht und er zog einen etwa 45 Zentimeter langen Degen aus dem Spazierstock. Er stach mehrfach gegen die Glasscheibe zum Wachbereich und bedrohte die Beamten sowohl mit dem Degen als auch verbal durch die Glasscheibe beziehungsweise die Eingangstüre.

Anschließend warf der 56-Jährige den Degen auf den Boden, um nun mit den Fäusten zu drohen. Schließlich konnte er in einem günstigen Moment überwältigt werden. Bei der Durchsuchung wurde bei ihm noch ein weiteres Messer aufgefunden. Bei dem „Stockdegen“ handelt es sich um einen verbotenen Gegenstand nach dem Waffengesetz.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sowie dem Landratsamt Traunstein wurde er in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Neben dem Vergehen nach dem Waffengesetz muss er sich nun wegen Sachbeschädigung und Bedrohung verantworten.

fb/red

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