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Lichtinstallation unter den Arkaden noch nicht in Sicht

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Traunstein: Lichtinstallation unter den Arkaden am Stadtpark noch nicht in Sicht
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Eine Lichtinstallation in den Arkaden am Stadtpark plant das Annette-Kolb-Gymnasium. Bei einer Performance im vergangenen Jahr haben die Schüler einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. (Foto: Annette-Kolb-Gymnasium)

Traunstein – Nach wie vor noch nicht in Sicht ist die Lichtinstallation unter den Arkaden am Stadtpark, die das Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) schon seit über einem Jahr plant. Zum einen fehlt immer noch das Geld für die Beauftragung einer Firma – von rund 30.000 Euro ist die Rede –, zum anderen möchte die Schule das Vorhaben nicht in Eigenregie verwirklichen.


Vielmehr hofft das Gymnasium darauf, dass die Stadt das Heft in die Hand nimmt und die Trägerschaft übernimmt. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Oberbürgermeister Christian Kegel mitgeteilt, dass am Freitag eine Besprechung mit Vertretern des Annette-Kolb-Gymnasiums stattfinde.

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Licht in die Arkaden zu bringen und die Fußgänger, die dort wandeln, kunstvoll in Szene zu setzen – so lautet die Idee, die aus dem AKG kommt. Die Schüler eines Projekt-Seminars Kunst haben das Vorhaben ausgearbeitet, der Stadt als Eigentümerin der Arkaden präsentiert und um eine Erlaubnis angefragt, die Pläne verwirklichen zu dürfen – was nun alles schon mehr als ein Jahr zurückliegt.

Mit ihrem Projekt stießen die Schüler auf Zustimmung: Aus dem Rathaus kam grünes Licht. Zwar gab das Landesamt für Denkmalpflege zu bedenken, dass die Arkaden einst zum Friedhof in der Stadt gehört hätten, der bis Anfang des 20. Jahrhunderts an der Stelle des heutigen Stadtparks dargestellt war. Das Landesamt empfahl, den Charakter der Anlage als Zeugnis der Trauer- und Begräbniskultur zu bewahren.

Der Stadtrat erteilte dann jedoch mit großer Mehrheit die Erlaubnis. Den Beschluss fasste das Gremium Ende Februar 2019 – und damit schon vor geraumer Zeit. Die Gymnasiasten, die das Projekt einst entworfen haben, haben inzwischen längst das Abi abgelegt und sind nicht mehr an der Schule.

Das AKG bemüht sich nun mit anderen Schülern in einem neuen Projekt-Seminar die Weichen für eine Umsetzung des Vorhabens zu stellen. »Wir haben ein neues P-Seminar Wirtschaft gegründet, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt«, sagt Ivan Mellauner, der Lehrer und Leiter. Die Schüler suchen seinen Angaben zufolge nach Möglichkeiten und vor allem nach Personen und Einrichtungen, die das Projekt mit einer Spende unterstützen. »Crowdfunding«, die Finanzierung über mehrere Quellen, stehe im Fokus. Eine Frage, die die Schüler im Projekt-Seminar beschäftigt, laute: »Welche Leute können wir ansprechen, die das Projekt mitfinanzieren können?«

Auch diskutieren sie laut dem Seminarleiter zum Beispiel darüber, welche Werbeflächen angeboten werden können. Mellauner betont: »Wir stecken also mittendrin im Realisationsprozess.«

Das Annette-Kolb-Gymnasium will sich laut Mellauner bemühen, das Geld zusammenzubekommen, das für die Verwirklichung des Vorhabens nötig ist. Gesetzt den Fall, die geschätzten 30.000 Euro liegen dann einmal in der Kasse, so sieht sich die Schule laut dem Lehrer aber nicht in der Lage, die Verantwortung für die Realisierung des Projekts zu übernehmen und als Bauherr aufzutreten. Die Schüler beziehungsweise die Schule könne die Installation nicht in die Wege leiten und eigenverantwortlich eine Firma beauftragen. Stattdessen hofft Mellauner, wie er sagt, dass die Stadt in die Bresche springt und den Auftrag dann erteilt.

»Die Stadt hat in der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses am 19. Februar 2019 und in der Sitzung des Stadtrats am 21. Februar 2019 das Projekt zur Einrichtung einer Lichtinstallation in den Stadtparkarkaden als Kunst im öffentlichen Raum begrüßt und die Erteilung einer denkmalrechtlichen Erlaubnis durch die Untere Denkmalschutzbehörde beschlossen«, so Oberbürgermeister Kegel. »Eine finanzielle Beteiligung der Stadt ist nicht in Aussicht gestellt worden.« Dieser Sachverhalt sei auch Ivan Mellauner klar. Er bemühe sich deshalb intensiv mit einer Kollegin um die Durchführung eines Crowdfundings.

Die Einzelheiten und Zuständigkeiten zur weiteren Abwicklung des Projekts müssen laut Kegel noch geklärt werden. Hierzu finde am Freitag eine Besprechung statt. Die Frage zur Trägerschaft des Projektes sei noch zu beantworten, eine Abstimmung in den politischen Gremien darüber habe noch nicht stattgefunden.

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