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Landwirtschaftsschule feiert glanzvolle Zeugnisverleihung

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Die 22 Absolventinnen der Abteilung Hauswirtschaft (hintere Reihe von links): Josefa Weismann (Waging am See), Schulleiter Hans Zeus, Katrin Schützinger (Traunstein), Eva Seidenfuß (Surberg), Monika Mitterer (Unterneukirchen), Tanja Sax (Engelsberg), Hauswirtschaftsleiterin Annemarie Hofstetter-Hack, Christine Mayr (Halsbach), Maria Jungwirth (Obertaufkirchen), Mirjam Brandmayer (Tittmoning), Christine Bauer (Riedering), Johanna Kainzmeier (Garching a.d.Alz), Anna Baumgärtner (Bad Reichenhall), Maria Baumgartner (Truchtlaching), Franziska Hasenöhrl (Teisendorf), Karoline Böhm (Grabenstätt), Susanne Mayer (Teisendorf), Veronika Hilger (Ampfing), Verena Lenz (Fridolfing). Untere Reihe von links: Semesterleiterin Irmgard Hofbeck, Anna Bachmeier (Riedering), Katharina Mayr (Riegsee), Lena Stöcklhuber (Pittenhart), Stefanie Schmid (Schnaitsee), Monika Welser aus Großmehring. (Foto: Effner)
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Die 20 Absolventen der Abteilung Landwirtschaft (hintere Reihe von links): Stefan Schillmeier (Fridolfing), Semesterleiter Peter Dufter, Thomas Rapp (Laufen), Martina Eberharter (Amerang), Christian Neumeier (Teisendorf), Josef Unterhauser (Eggstätt), Thomas Berger (Teisendorf), Dominik Dandl (Tacherting), Thomas Bauer (Trostberg), Anton Maier (Halfing), Heinrich Koch (Teisendorf), Anton Esterbauer (Kienberg), Daniel Erl (Tacherting), Stefan Aicher (Teisendorf), Dominik Schneider (Gstadt) und Schulleiter Hans Zenz. Untere Reihe von links: Christian Hellmeier (Tacherting), Josef Schmid (Prutting), Andreas Mittermayr (Schnaitsee), Josef Mitterer (Söchtenau), Josef Niedermaier (Tittmoning) und Manuel Maier aus Höslwang. (Foto: Effner)

Traunstein – Mit einem großen Festakt, zahlreichen prominenten Ehrengästen und einem lebendigen Programm feierten die Absolventen des Wintersemesters 2017/2018 der Landwirtschaftsschule Traunstein im Landratsamt Traunstein. Rund 42 junge Männer und Frauen erhielten ihre Zeugnisse als staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau und als Fachkraft für Ernährung und Hauswirtschaft.


Landrat Siegfried Walch hob in seinem Grußwort hervor, dass der Berufsstand der Bauern und Bäuerinnen gerade auch unter jungen Leuten wieder großes Ansehen genieße. Der heutige Wohlstand und die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln hänge von einer vitalen Landwirtschaft ab. Mit verantwortungsvoller Landschaftspflege und einer generationenübergreifenden Wirtschaftsweise bestimme sie unser Bild der Heimat entscheidend mit. „Lasst euch nicht durch negative Diskussionen entmutigen“, sagte Walch. Der Bauernstand sei ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in den Gemeinden.

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Kreisbauern-Obmann Sebastian Siglreithmayer freute sich, dass gerade die Hauswirtschaft aufgrund der Nachfrage nach ausgewogener Ernährung und eines wachsenden Gesundheitsbewusstseins einen neuen Aufschwung erlebe. Mit einem eigenen Schlachthof in Traunstein, der den Bauern gehört, und erfolgreichen Molkereien sei man in der Region für die Zukunft gut aufgestellt. Siglreithmayer lobte die grundsolide Ausbildung, auf die die jungen Landwirte und Hauswirtschafterinnen mit Stolz und Selbstbewusstsein blicken könnten. Gleichwohl sei es auch wichtig, sich angesichts der komplexen Zusammenhänge in der Landwirtschaft der gesellschaftlichen Diskussion zu stellen: „Redet mit den Leuten, erklärt ihnen, was ihr tut und warum.“

Johann Englschallinger, 1. Vorsitzender des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung, lobte die Absolventen mit den Worten: „Ich seid das Aushängeschild der Landwirtschaft.“ In ihrer mehrjährigen Ausbildung hätten sich die junge Leute mit schwierigen Themen auseinandergesetzt. Als Beispiel griff er die neue Düngeverordnung und die Verantwortung der Landwirtschaft für einen zukunftsfähigen Grundwasserschutz heraus.

Schulleiter Hans Zenz beleuchtete die Hintergründe der Berufsausbildung in der Landwirtschaftsschule. In der Winterschule seien vor allem betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Fragestellungen vertieft worden. Sie helfen dabei, die Höfe angesichts vielfältig gestiegener Anforderungen zukunftsfähig zu machen. Ebenso stärke sie die Persönlichkeit der Studierenden, die in der Regel noch auf dem Betrieb der Eltern mitarbeiten. Die Unterstützung der Familie sei ebenso wichtig, wie diese von den neuen Erkenntnissen profitieren könne.

Seine Stellvertreterin Annemarie Hofstetter-Hack, die Leiterin der Hauswirtschaftsschule, freute sich, dass das „etwas verstaubte Berufsbild“ der Hauswirtschafterin wieder auf neues Interesse stoße. Die jungen Frauen, alle mit abgeschlossener Berufsausbildung, wollten Werte, Traditionen und neueste Techniken praxisorientiert aus erster Hand erfahren und auch die theoretischen Grundlagen kennen.

Einen Einblick in die persönliche Bedeutung der Ausbildung und die Umsetzung auf dem eigenen Hof gaben die Studierenden Josef Niedermaier und Josef Schmid in ihrem Vortrag. Jede Menge zum Schmunzeln gab es beim Sketch mit allerhand Familienturbulenzen beim Frühstückskaffee unter dem Motto „Hauswirtschaft rund umad’s dum“. Dass auch der Sinn für die Musik bei den Absolventen gut ausgebildet ist, stellten der siebenstimmige Chor der Hauswirtschaftsschule sowie das Duo mit Josefa Weismann (Gitarre) und Anton Esterbauer (Akkordeon) unter Beweis. Einen bildkräftigen und humorvollen Rückblick auf Semesterthemen, Aktivitäten, Ausflüge und gemeinsame Feiern gaben Josef Schmid, Josefa Weismann, Maria Baumgartner und Josef Niedermaier als Schul- bzw. Semestersprecher.

Viele Absolventen mit einer Eins vor dem Komma

Bei der Zeugnisverleihung war die Freude als beste Absolventen des 3. Semesters 2017/2018 im Bereich Landwirtschaft bei Josef Mitterer aus Esbaum/Söchtenau (Notendurchschnitt 1,07), Andreas Mittermayr vom Schabinghof/Schnaitsee (1,57) und Josef Niedermaier aus Berg/Titmoning (1,78) groß. Über die besten Noten in der Abteilung Hauswirtschaft freuten sich Lena Stöcklhuber aus Pittenhart (1,11), Katharina Mayr aus Riegsee (1,33) sowie Anna-Hildegard Bachmeier aus Riedering, Stefanie Schmid aus Schnaitsee und Monika Welser aus Demling/Großmehring, die alle drei den gleichen Notendurchschnitt von 1,44 hatten. eff