weather-image
18°

Landkreis tritt mit Bauplänen in Haslach auf der Stelle

4.5
4.5
Bildtext einblenden
Rund 18 500 Quadratmeter besitzt der Landkreis Traunstein in Haslach im Bereich der Hochstraße (links), des Kreisverkehrs und der Südspange. Auf einer Teilfläche will er nach wie vor 40 bis 50 Wohnungen schaffen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Noch nicht entscheidend weiterentwickelt hat der Landkreis seine Baupläne in Haslach. Wie schon vor zwei Jahren zieht er nach wie vor in Erwägung, auf einem Teil der 18 500 Quadratmeter, die ihm im Bereich der Hochstraße, des Kreisverkehrs und der Südspange gehören, 40 bis 50 Wohnungen zu schaffen. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Michael Reithmeier, der Pressesprecher im Landratsamt, mitgeteilt, dass im südlichen Bereich des Grundstücks kommunaler Wohnungsbau über den Zweckverband Heimat.Chiemgau vorgesehen sei.


Was die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg mit ihren rund 12 000 Quadratmetern in Haslach macht, ist völlig offen. Vor zwei Jahren war ein Verwaltungsbau im Gespräch gewesen. Auch und gerade auf Drängen der Stadt, die sich entschieden gegen ein Abwandern der Bank von Traunsteins Mitte an den Rand aussprach, ließ sie diese Planung dann fallen. Schon seit geraumer Zeit sucht sie nach Alternativen. »Nach wie vor sind unsere Überlegungen zur weiteren Verwendung nicht abgeschlossen«, sagt Christian Baumgartner, Leiter des Vertriebsmanagements.

Anzeige

Begonnen hatte die Hängepartie in Sachen Bebauung in Haslach vor knapp zwei Jahren. Landkreis und Kreissparkasse gaben bekannt, dass sie eine Bebauung ihrer Grundstücke anstreben, und fragten an, ob sie die Unterstützung der Stadt bekommen. Im Rathaus stießen sie auf offene Ohren: Im Juni 2019 beschloss der Stadtrat mit großer Mehrheit, den Flächennutzungsplan zu ändern: ein Gewerbe- und ein Wohngebiet auszuweisen.

Der Landkreis äußerte seinerzeit schon konkrete Vorstellungen für einen Teil seiner gesamten Fläche. So verlautete damals aus dem Landratsamt, dass er auf etwa 4500 Quadratmetern in den sozialen Wohnungsbau gehen wolle. Er setzte sich zum Ziel, zwischen 40 und 50 Wohnungen zu schaffen – preisgünstige Angebote zu unterbreiten, die in erster Linie für die eigenen Mitarbeiter in den Kliniken und den Kreisaltenheimen, im Bauhof und im Service gedacht waren. Die übrigen 14 000 Quadratmeter galten als »Entwicklungsfläche«.

Nicht viel anders lauten die Angaben, die in diesen Tagen aus dem Landratsamt kommen. Die Neuerungen: Der Landkreis beabsichtigt nun laut Reithmeier, in den kommunalen Wohnungsbau zu gehen und die Wohnungen allen Bürgern anzubieten.

Der Landkreis habe, wie der Pressesprecher mitteilte, eine Fläche von etwa 18 500 Quadratmetern erworben. Die exakte Quadratmeterzahl stehe noch nicht fest, da das Grundstück noch vermessen werden muss. »Die Fläche des Landkreises könnte in zwei Bereiche geteilt werden«, erläutert der Pressesprecher. Möglich wäre, dass der Zweckverband Heimat.Chiemgau im südlichen Bereich nahe Seiboldsdorf Wohnraum schafft. Für die andere Teilfläche gibt es laut Reithmeier »noch keine konkreten Überlegungen«.

Die Kreissparkasse hatte vor zwei Jahren betont, dass sie auf jeden Fall in der Stadtmitte bleiben wolle. Entscheidend sei, dass sich das Kreditinstitut zukunftsgerecht entwickle. Und konkret bedeute diese Ausrichtung, moderne Räume in guter Erreichbarkeit mit ausreichend Parkplätzen zu schaffen – geboren war die Idee, ein Verwaltungsgebäude in Haslach zu errichten.

Mit ihren Plänen stieß die Kreissparkasse dann aber auf erhebliche Widerstände. Vor allem und gerade die Stadt stellte sich gegen die Planung – mit Erfolg. Die Kreissparkasse nahm das Projekt von ihrer Agenda. »Leider können wir unser ursprünglich geplantes Vorhaben, ein Verwaltungsgebäude auf dem Grundstück zu errichten, nicht umsetzen«, berichtet jetzt Baumgartner.

Das Grundstück, das die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg erworben hat, besitzt seinen Angaben zufolge eine Größe von rund 12 000 Quadratmetern. »Die exakte Größe steht aufgrund der ausstehenden Vermessung noch nicht final fest«, sagt auch Baumgartner.

Der Leiter des Vertriebsmanagements betont, dass die Sparkasse ihre Überlegungen für eine Nutzung des Grundstücks noch nicht beendet habe. Fest stehe aber, wie er unterstrich, dass sie im Stadtgebiet bleibe und in Haslach keine Bebauung mit einer Geschäftsstelle oder Verwaltungsgebäude verfolge.

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen