Kundgebung im Stadtpark: Kritik an Impfung und Maskenpflicht

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Rund 30 Menschen folgten am Donnerstagabend dem Aufruf zur Kundgebung gegen die Coronamaßnahmen im Traunsteiner Stadtpark. (Foto: Hobmaier)

Traunstein – Die Initiative »TS-BGL für Selbstbestimmung und eine menschliche Zukunft« veranstaltete im Traunsteiner Stadtpark eine Kundgebung. Die Anzahl der Teilnehmer blieb dieses Mal jedoch eher gering.


Knapp 30 Demonstranten folgten dem Aufruf und machten sich für die vollständige Aufhebung des Lockdowns und die Wiederherstellung der Grundrechte stark.

Organisator Georg Huber kritisierte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, »dass trotz Inzidenzen von weniger als 30 nach wie vor Maskenpflicht herrscht«. Walter Rieger aus Amerang ging vor allem auf die Zukunft der Kinder ein. Unter anderem erwähnte er, dass der dramatische Rückgang an Sportstunden in den Schulen aufgrund der Corona-Maßnahmen noch stärker dazu geführt habe, »dass die Kinder sesshafte Geschöpfe geworden sind.« Viele seien übergewichtig und rund 30 Prozent der Kinder seien depressiv, betonte er.

Rechtsanwalt Oliver Winkler aus Anger ist der Meinung, dass Ausgangsbeschränkungen ein zu hartes Mittel seien und nur wenige Infektionen verhindern könnten. Erwin Zeh aus Bad Aibling bezeichnete die Impfung als »Feldversuch, der mehr schadet als nützt«. Er betonte, dass er sich auch zukünftig gegen die Coronamaßnahmen des Staates stark machen werde und sich gegen eine Impfung bei Kindern einsetze. Für Georg Huber ist das Zurückfahren der Maßnahmen eine logische Konsequenz und deshalb erwartet er »Ruhe über den Sommer, da die Politiker im Herbst die Stimmen brauchen«.

Musikalisch begleitet wurde die Kundgebung von der James Band aus Rosenheim. Die Traunsteiner Polizei war erneut mit überörtlichen Unterstützungskräften vor Ort und zeigte sich am Ende mit dem Ablauf zufrieden. hob

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