Kulturforum Klosterkirche kostete 13,9 Millionen Euro

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Die Stadt hat von 2017 bis 2020 das Kulturforum Klosterkirche geschaffen. Jetzt stehen die Kosten fest: Die Ausgaben haben sich auf fast 14 Millionen Euro summiert.

Traunstein – Der Um- und Ausbau der Klosterkirche zum Kulturforum in den Jahren 2017 bis 2020 hat 13,9 Millionen Euro gekostet. Ausgaben in dieser Höhe hat der Stadtrat nun festgestellt. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) meinte, erfreulich sei, dass zuletzt keine Steigerungen der Kosten mehr zustande gekommen sind. Betrüblich sei jedoch, wie er mit Blick auf die gesamte Bauzeit sagte, dass die ursprünglich geplanten Kosten »eine erhebliche Ausweitung« erfahren hätten.


Die Stadtverwaltung prüft die letzten Rechnungen, die die beauftragten Firmen gestellt haben. Abgerechnet hat sie nun die Gewerke Fassadenarbeiten und Metallbau. In einem allerletzten Schritt ist nun nur noch die Schlussrechnung des Gewerks Freianlagen Tiefbau zu bearbeiten.

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Das Kulturforum Klosterkirche gehört zu den größten – und teuersten – Projekten der Stadt in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Im Brennpunkt der Baumaßnahmen in und an dem denkmalgeschützten Ensemble stand nicht zuletzt der Veranstaltungssaal, der nun rund 300 Besuchern Platz bietet. Während des Um- und Ausbaus ergaben sich immer wieder Kostensteigerungen. Ein ums andere Mal musste die Stadt die Schätzung für die Gesamtsumme nach oben korrigieren.

2011 startete sie das Vorhaben mit einem Architektenwettbewerb. 2017 begannen dann die Bauarbeiten. Die Stadt ging damals davon aus, dass die Gesamtmaßnahme insgesamt voraussichtlich 8,4 Millionen Euro kosten werde. 2020 ging sie auf die Zielgerade – wobei sie dann mit Ausgaben in einer Höhe von über 13 Millionen Euro rechnete. Im Sommer war das Werk vollendet, im Herbst – am 1. Oktober – erfolgte die Einweihung des neuen Kulturtempels.

In der vom Stadtrat nun gebildeten Gesamtsumme in Höhe von 13,9 Millionen Euro sind alle Aufwendungen enthalten. Berücksichtigt sind die Ausgaben nicht nur zum einen für das Bauwerk in Höhe von 13,4 Millionen Euro, sondern auch die Kosten, die im Zusammenhang mit der Verwirklichung der Baumaßnahme stehen. Der Wettbewerb, Versicherungsschäden, Beratungs-, Prüfungs- und Ingenieurleistungen sowie anderes schlagen insgesamt mit rund einer halben Million Euro zu Buche.

Die Stadt muss die Gesamtkosten nicht in voller Höhe allein stemmen, sie bekommt finanzielle Unterstützung. Wie viel Geld sie genau erhält, ist nach wie vor noch zu klären. So teilte die Stadtverwaltung mit, dass die Fördersumme noch nicht feststehe, sie betrage voraussichtlich zwischen 5,2 und 5,3 Millionen Euro.

Die Forderungen aus einer Schadensersatzklage gegen ein Firma und die Ansprüche beziehungsweise Regulierungen aus Schadensfällen summieren sich auf insgesamt rund 700 000 Euro. Finden sie Berücksichtigung verringern sich die Gesamtkosten auf dann 13,2 Millionen Euro. Nach Angaben von Oberbürgermeister Hümmer laufen die Verfahren – Ausgang offen.

Eine Diskussion über die gesamten Ausgaben für das Kulturforum Klosterkirche ergab sich nicht. Bei vier Gegenstimmen stellte der Stadtrat die Kosten fest.

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